Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 44 (1880)
- Issue
- Heft 1 (6.1.1880)
- Date
- 1880-01-06
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3224737-3227285-3227287--37726-3306892- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
11 Rußland! antipathisch das Drama den Judenftefferischen Kreisen ist. i Sie nennen es „Nathan redivivus," und begreifen nicht, welche Petersburg, im Dccember. (Privatmitth.) Es sind Ehre sie hiermit der Dichtung des Herrn Fitger erweisen, jüngst wieder in den hiesigen Blättern statistische Mittheilungen! Bonn 24. Dec. (Literarische Notizen.) Unsere über die Bevölkerung des russischen Reiches veröffentlicht worden. Leser werden sich erinnern, daß zum 4. Juli 1876, als dem Sie stimmen übrigens nicht überein; denn nach der einen Aufhundertjährigen Stiftungstage der Nordamerikanischen Union, stellung zählt das Reich 97 Millionen, nach der anderen 104 Millionen. In zweien Punkten stimmen beide Tabellen der große jüdische Verein B’ne Brith in Philadelphia eine koloffale Statue der religiösen Freiheit, welche der jüdische überein, nämlich daß sie die Zahl der Juden, die sich bis in■ $tlbtyauet ©jefiel gear&eitet, errichten ließ und der Republik Sibirien hinein ausgcbreitet haben, auf 3% Millionen an-! widmete. Diesen Akt feierte Ehr. H. M. Bien durch ein Gegeben, und daß sie, während sie sonst die Zahlen ohne alle j dicht in drei Gesängen, welches jetzt mit einer Abbildung der weiteren Bemerkungen geben, z. B. auch die 8 Millionen, Statue im Druck erschienen ist. Mit großer, bisweilen etwas Mohamedaner, von den Juden sagen: „die bedeutende Zahl überschwänglicher Begeisterung durchschreitet der Dichter die Gevon 31/* Millionen?' Was bedeutet denn aber dieser Zusatz, schichte des israelitischen Volkes von Abraham und Aegypten da man doch numerisch iP'2 gegen 104 nicht für bedeutend an, durch deffen Bestand in Palästina und die Verfolgungen anschen kann? Man muß also diese Bedeutung in den geistigen während des Mittelalters, bis zu dem Augenblicke, wo die Eigenschaften dieser Bevölkerung finden, und somit können Begründer des Nordanrerikanischen Freistaates die bürgerliche wir cs als merkwürdig hcrvorheben, daß man überall dem und religiöse Freiheit, die Gleichheit aller Staatsangehörigen geringen Häuflein der Juden eine solche geistige Bedeutung \ als das alleinige Recht im neuen Staate verkündigten, von zuschreibt. Für uns liegt allerdings die Sache noch andersj welcher Zeit an dieses erhabene und unveräußerliche Recht Einer so ungeheuren Bevölkerung gegenüber kann man sich nun bereits ein ganzes Jahrhundert aufrecht erhalten und beimmer noch nicht von dem Vorurtheil befreien, das Häuflein! thätigt wurde. Dieses Gedicht wurde in einer jüngsten Ge- Juden mit Ausnahmegesetzen einzuschnüren, ihm die Freizügig-1 neralversammlung der B’ne Brith vorgetragen und mit allgekeit und den Landbau (außer in besonderen jüdischen Colonien-. meinem Beifall begrüßt. Der Verfaffer verstand es, die unzu versagen, und ihm so die normale Entwickelung seiner erschütterliche Treue des jüdischen Stammes für das Bekenntproducriven Kräfte unmöglich zu machen! Diese Art von niß des einzig-einigen Gottes und hiermit für die ihm gewor- Bedeutung, die man dem jüdischen Stamme vindicirt, wünschen dene Mission in den großen Phasen seiner Geschichte zu bewir endlich hinweg! Man schreibt diesem eine nachtheilige? tonen und würdig zu feiern. — Auch in Frankreich erscheinen Wirksamkeit zu. und verewigt zugleich diejenigen Schranken,' seit einiger Zeit Monographien über die Geschichte der Juden innerhalb derer jene Nachthcile entstanden und fortbestehen. in einzelnen Städten. So vor einigen Jahren eine Geschichte --der Juden in Bordeaux von Th. Malvazin (Katholik) und Bonn, 21. December. (Notizen.) Man schreibt uns in diesen Tagen eine Geschichte der israelitischen Gemeinde von aus Königsberg i./Pr. Auch dem Cantor der hiesigen Dijon Clement Janin, ebenfalls Katholik. Er weist unter An - Synagogen-Gemeinde, Herrn Birnbaum, ist von der Bethausdcrem unzweifelhaft nach, daß eine bedeutende israelitische Geverwaltung der israelitischen Cultusgemeinde zu Wien die meinde in Dijon bereits zur gallo-römischen Zeit existirte, und ehrenvolle Einladung zu einem Probevortrage behufs event. einen Friedhof an einem dem jetzigen Stadthause nahen Orte Nachfolgerschaft des Altmeisters Sulzer geworden. Nachdem hatte. Es ist wohl in unseren Tagen angemeffen, hierherzujedoch die hiesigen Gemeinde-Collegien schon vor Ablauf des stellen, was der Ders. über die neuere Zeit sagt: „Der Haß Probejahres seine lebenslängliche Anstellung unter wesentlicher und die Leidenschaft des Mittelalters haben wenig Spuren in Gehaltserhöhung beschloffen, hat Herr Birnbaum auf die Dijon zuzückgelaffen: man achtet dort die Menschen für das. Candidatur in Wim Verzicht geleistet. Aus dem Beschluffe was sie Werth sind, nicht wegen der Religion, die sie bekennen, der Gemeinde-Collegien erhellt, welch eine schätzenswerthe Kraft So sind auch die Israeliten seit langer Zeit schon sehr gern dieselbm in Herrn Bimbaum erlangt zu haben glaubm. —Im gesehen bei uns. Jetzt, wo sie nach Ueberwindung großer Nationaltheater zu Berlin wird jetzt mit großem Beifall ein Schwierigkeiten und nach großen Opferleistungen einen herrlichen Stück „Die Hexe" von Arthur Fitger gegeben, in welchem der Tempel, der aller Welt zugänglich ist, besitzen, in welchem ein Kampf zwischm Wiffenschast und Kirchmglauben, zwischen Gottesdienst von einem großen Charakter und einer antiquen Lebm und Ueberzeugung geschildert, und die Vermittelung Schönheit öffentlich gehalten wird, schwinden auch die letzte» durch die Aussprache deffen, was höhere Humanität und wahr- Vorurtheile. Die Ungerechtigkeit und Abgeschmacktheit haben hafte Religiosität fordern, einem verfolgten, von Christen gekein Echo in unsren Mauem. (Wir citiren diese Worte nach foltertm Rabbi überwiesm ist. Man kann sich denken, wie dem Arch. isr.)