Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 50 (10.12.1878)
- Date
- 1878-12-10
- Page
- Seite 794 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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794den nicht mehr mit der Aufklärung des Jahrhunderts in Ein-' Omar, Memphis erobert und zerstört hatte und am anderen klang stehenden Grundsatz der politischen Ungleichheit wegen Ufer des Nils Kairo und zwar meist aus den Trümmern von des Glaubensbekenntnisses zu streichen. lEs ist dies also Memphis erbaut zu werden begann. Das weiß freilich jeder immer noch nicht eine Constituante, sondern nur eine Session j Tertianer.) — Man schreibt uns aus Schweinfurt vom der gewöhnlichen Kammern! Redact.) — In dem Reglement 30 November. Gestern feierte der Districtsrabbiner Herr für die rumänische Verwaltung der Dobrutscha wird den neuen , Maier Lebrecht dahier , der bereits 38 Jahre sein Amt ver- Beamten zur Pflicht gemacht, die verschiedenen Glaubens-, sieht, seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlaffe verehrte bekenntnisie zu achten. Bürger jedes Bekenntnisies sollen je > demselben die hiesige Cultusgemeinde einen silbernen Tafelaufnach der Mehrheit der Glaubensgenoffen zu Bürgermeistern satz mit eingravirter Widmung, sowie ein Album, das von ernannt werden können.! der Meisterhand des Malers Herrn Martin Fischer schön aus- - j geführt wurde, und welches Bezug nimmt auf des Gefeierten Bonn, 1. December. (Notizen.) Man schreibt uns verdienstvolles Wirken in Synagoge und Schule, auf die Erbauung aus Münster den 29. November: Ein würdiger Abkömmling > und Einweihung einer eigenen Synagoge in hiesiger Stadt uud einer im Anfang des 17. Jahrhunderts aus Portugal ent-, deren innere Einrichtung, auf die Consirmation, auf den Leichenflohenen jüdischen Familie, der verdienstvolle und gelehrte Hof und auf so manches Andere, was durch Herrn Lebrechts Di-. H en riquez de Castro zu Amsterdam ist vom Könige segensreiches Bemühen im Laufe der Jahre den hiesigen Jsvon Portugal zum Ritter des Ordens der Empfängniß von raeliten neu zu schaffen, zu regeneriren, zu verbeffern, im fort-' Villa Yicosa ernannt worden. — Die Stadtbehörden von schreitenden Geist der Zeit zu veredeln gelungen ist. Beide C öln haben die Mittheilung erhalten, daß der verst. Baron werthvolle Ehrengaben wurden dem freudig Ueberraschten Abraham von Oppenheim 17,0,000 Mark der Stadt vermacht durch den Ausschuß der hiesigen Cultusgemeinde unter paffenhabe, deren Zinsen an seinem Sterbetage zur Hälfte an die der Ansprache überreicht, wofür derselbe tiefgerührt seinen christlichen, zur anderen Hälfte an die israelitischen Armen der Tank aussprach. Wie sehr Herr Lebrecht von seinen Re- Stadt vertheilt werden sollen. — Aus Frankfurt a. M. beligionsgenoffen geachtet und geliebt ist, davon zeugten eine merkt man uns: Dem „Mainzer Israelit" ist in Nr. 48 d. I. Menge Telegramme auswärtiger Gemeinden, denen sich zahlder Jrrthum begegnet, daß er die amerikanische Stadt! reiche Glückwünsche und Geschenke von hiesigen und auswär- Memphis sammt dem gelben Fieber und den daselbst wohnenden j tigen Privaten anreihten. Auch viele Mitglieder anderer Re- 4noO Juden nach „Mizrajim" verlegte! (Es ist dies ein, ligionsgesellschaften sprachen dem in unserer Mitte so lange doppelter Jrrthum, da Memphis bereits seit 638 nach der! Zeit schon anspruchslos und still lebenden und wirkenden gew. Z., also mehr als zwölf Jahrhunderte, nichts als eine Trümmer- und Gräberstätte ist, wo nicht einmal das gelbe Fieber Hausen kann, nachdem Amr, der Feldherr des Kalifen Manne ihre Hochachtung durch Gratulationen aus. Am Abend hatte ihm die Gesellschaft „Concordia" ein schönes Fest bereitet, auf welchem dem Jubilar ein Lorbeerkranz überreicht wurde. Feuilleton. Lorrespondenz. I Synagvqen-Chor-Berband. > Von der Ruhr. Steele, 26. Nov. 1878. Auf der in den Pfingsttagen ftattgefundenen rheinischj westfälischen Lehrer-Conferenz wurde die Idee in Anregung l gebracht, daß es wünschenswerth und zweckmäßig sei, wenn! diejenigen Gemeinden Rheinlands und Westfalens, worin Sunagogen-Chöre bestehen, sich zu einem Synagogen-Chor- Berbande vereinigten, um möglichst gleichmäßige Gesänge beim Gottesdienste einzuführen. Ein Anfang, wenn auch ein kleiner, ist gemacht und haben sich die Synagogen-Chöre zn Effen, Dortmund, Bochum und Duisburg zu gemeinsamer Thätigkeit bereits vereinigt und am Sabbath, den 23. Nov., durch ein geistliches Concert den Beweis geliefert, was vereinigte Kräfte zu leisten im Stande sind. Daffelbe fand in den herrlichen Räumen der Synagoge zu Bochum unter der Direction des Herrn Lehrer Graf und Mitwirkung des Musikdirectors Herrn Langenbach, beide aus Esten, statt. Wenngleich es nun unsere Absicht nicht sein kann und für den Leser dieser Zeitung auch wenig Jntereffe hätte, wenn wir uns hier in eine eingehende Kritik der vorgetragenen Piecen einließen, so müffen wir doch im Allgemeine» unser Urtheil dahin abgeben, daß sowohl die Gesammt-, als auch die Einzel-Chöre das zahlreich erschienene jüdische und christliche Auditorium durch ihre Leistungen auf's Höchste befriedigt haben. Insbesondere lauschten alle Anwesenden mit der gespanntesten Aufmerksamkeit den vorzüglichen Solo-Vorträgen des Frl. Frankel aus Duisburg, die eine Urie aus der Pfingst-Cantate von Bach und der Frau Steinberg aus Dortmund, die das „Höre Israel" aus Elias saug. Ein Recitativ und Arie aus der Schöpfung wurde von einem Herrn aus