Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 49 (3.12.1878)
- Date
- 1878-12-03
- Page
- Seite 779 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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779 Uebersluß an Tapferkeit zuzusprechen, die jüngste Medaillen-^aus dieser Ressource auszuscheiden. — Herr T. Thaußig vertheilung beweist die volle Unrichtigkeit dieses Vorurtheils.! schreibt aus Dresden: Der hiesige Synagogenvorsteher Herr Von den acht decorirten Artilleristen sind zwei Juden, Ka- Privatus Julius Mendel Cohn, ein sehr würdiges, achtbares nonier Fischer (Jude) hat während des Bombardements von, und höchst wohlthätiges Mitglied unserer isr. Gemeinde und Serajewo, nachdem mehrere Mann verwundet waren, drei Ge-1 geachteter Bürger unserer Stadt, hat nach dem Hödel'schen schütze zu gleicher Zeit bedient, und Vormeister Gutstein hat! Attentate ein vom patriotischen Gefühle beseeltes, höchst durch mehrere wohlgezielte Schüsse der Artillerie, als sie aus j schwungvolles hebräisches Glückwunschgedicht an Se. Majestät allen Seiten bei Serajewo von Jnsurgentenhausen beschosien den Kaiser Wilhelm gesandt, wovon an allerhöchster Stelle wurde, die Actionsfreiheit wiedergegeben und die Türken zersprengt. Auch beim Regiments Sachsen-Meiningen befanden sich unter den decorirten Soldaten zwei Juden: Osfiziersstellvertreter Kohn und Führer Sigmund Löwy." Bonn, 24. Nov. (Notizen.- Aus Przemysl (Galizien) ersucht uns der Obmann des in diesem Bl. besprochenen Vereins, Herr Ehrlich, um die Bemerkung, daß der Verein sich nicht mehr n;n •’^TTt Ti, sondern r£Tl mm '•srrn nennt, was auch zutreffender, da die n>n ihre Grundlage in mm haben muß. — Herr Franken st ein aus Krone a. B. schreibt uns: Ein hiesiger allgemein geachteter Kaufmann, der neben anderen Ehrenämtern seit einer Reihe von Jahren Stadtverordneter und jüngst durch das Vertrauen seiner Mitbürger zum Magistratsmitgliede gewählt und als solches von der König!. Regierung bereits bestätigt worden ist, meldete sich vor Kurzem, von verschiedenen Seiten dazu angeregt, zur hiesigen Reffource. Der Vorstand derselben hielt sich nicht für kompetent, darüber zu bestimmen, weil der betreffende Kausmit Befriedigung Notiz genommen und jetzt dem Versaffer aus dem k. Cabinet ein Dankschreiben in den huldvollsten Ausdrücken zugeschickt wurde. Derselbe Herr hat auch seiner Zeit dem allverehrten Wohlthäter, Sir M. Montesiore, zu seinem 90. Geburtstage eine Gratulation in hebräischer Sprache zugeschickt, welche allgemeine verdiente Anerkennung gesunden und den greisen Jubilar sehr erfreut hat. Bonn, 25. Nov. (Notizen.) Wie der „Lemb. Isr." berichtet, ist am 19. Nov. Di-. Julius Koliseher, Landes¬ und Gerichtsadvocat, Präsident des Lemberger israelitischen Cultus-Gemeinde-Vorstandes, städtischer Gemeinderath ff. nach schwerer Krankheit verstorben, ein bedeutender Verlust für die Stadt, wie für die Gemeinde. — Aus Bukarest. Die Zeitschrift „Hajoez" theilt mit, daß der rumänische Minister Hr. Koglitscheanu den Juden seines Gutes ein sehr kostbares 122 mm schenkte zum Zwecke, dem dort errichteten Betlocale einverleibt zu werden. Diese Thorarolle stammt aus Philipopel, war Eigenthum des großen jüdischen Gelehrten Rab. Joses Caro und ist von dortigen Israeliten derart hochgehalten mann die unverzeihlichen Fehler besitzt, Jude zu sein, und! worden, daß förmliche Wallfahrten unternommen wurden, um übertrug die Entscheidung der Generalversammlung der Ressource, zur Vorlesung dieser Thorarolle gerufen zu sein. Der Midie denn auch das Aufnahmegesuch im Sinne des humanen nister resüsirte 300 Duc., den Preis welchen man für diese Vorstandes zurückwies. — Hinzufügen wollen wir, daß diese heilige Antiquität zahlen wollte, was bei einem rumänischen grobe Unduldsamkeit eine Anzahl Mitglieder veranlaßt hat, Minister gewiß sehr hoch anzuschlagen ist. e u i l C c f o n.;in’;S Cabinet bitten und redete ihr anfangs gütlich zu, den . Obersten zum Gemahl zu nehmen. Als sie aber sich hartnäckig weigerte, indem sie erklärte, denselben nicht lieben zu können, {brauste der Vater aus und meinte, daß er hinter die Sache j schon kommen werde und dann . . . | „Dann wird der liebe, gute Vater einwilligen, daß ich Die Augen der Liebe sehen scharf und weit und die j meinen Erwählten, den Grafen, heirathe, den ich so sehr liebe, ihrer Begleiterin, der Eifersucht, sehen noch schärfer. Ter j daß ich ohne ihn nicht leben kann noch will", sagte das liebe Oberst sah bald klar, wer das Haupthinderniß seines Glückes Mädchen, indem sie vor dem Vater aus die Kmee niedersank sei, und entdeckte seine zur Gewißheit gereiften Muthmaßungen: und seine väterliche Hand mit tausend Küsten und Thränen dem Vater. Dieser machte in der Gegenwart des Obersten ’ bedeckte. Der Vater versuchte noch ein paar Mal, sein gezum bösen Spiele gute Miene, versprach den Sachverhalt wichtiges väterliches Veto geltend zu machen, aber das liebe streng zu untersuchen und bat ihn, nach einigen Tagen wieder1 einzige Töchterchen bestürmte das gute, edle Vaterherz mit zu kommen, wo er ihm dann schon Bescheid geben wolle. — I solchen Beweisen für die Vortrefflichkeit und Ehrenhaftigkeit Der General ließ des Tags daraus seine Tochter zu sich . des Grasen, legte sich dann aufs Bitten und gab dem 4y* Eine gegenseitige Rettung. Einer wahren Begebenheit nacherzählt, von Leon Mendelsdurg in Koretz (Lolhynien). (Fortsetzung.)