Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 47 (19.11.1878)
- Date
- 1878-11-19
- Page
- Seite 740 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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740 dankt der befruchtete Boden dem Landmanne mit reichen! von Wichtigkeit, ja sie schenkte ihm im achten Jahrhundert Ernten; von fren höher gelegenen Stellen und weiter nach! v. Chr. ein neues, wenn auch wenig bedeutsames Königs- Osten hin dehnen sich weite dürre Flächen, auf denen mancherlei! geschlecht." — Gosen war in der Pharaonenzeit bewäsierter Wüstenkraut gedeiht und nomadische Viehhirten mit ihren; als jetzt, aber noch heutzutage bilden Fische einen großen Theil Heerden hausen. In der Gegend des Menzale-Sees im Norden! der Nahrung für die Bewohner Gosens. Ebers beschreibt die scheint die Natur des Landes die einschneidendsten Veränderungen > eigenthümlichen Fischarten des Landes, und wir werden lebhaft erlitten zu haben. Wo sonst in fetten Marschen semitische! an 4 Mos. 11, 5 erinnert, wo die Israeliten in der waster- Hirten zahllose Rinder züchteten, wogt jetzt bronkiges, bitteres j und darum fischleeren Wüste in der Erinnerung an die Fische Wasier, und wo einst rührige Bürger in glänzenden und gewerb-! schwelgen, welche sie in Aegypten „umsonst" (nsn) verzehrten, fleißigen Städten Reichthümer sammelten, trocknen jetzt arme j— In der siebenten Lieferung hebt die ausführliche Beschrei- Fischer ihre Netze vor ärmlichen Hütten." — Am wichtigsten; bung des alten „Memphis und der Pyramiden", mit der sind in Gosen die Trümmer der Residenzstadt Tanis (j£S), die1 elften von Kairo an. Wir haben an dieser Stelle keine Berauch von den Aegyptern die Ramsesstadt, wie von der Bibel! anlastung, unsre Leser näher in die Behandlung dieser begenannt wurde. Hier residirte der Pharao der Bedrückung,' rühmten und großartigen Oertlichkeiten einzuführen, aber Ramses II., und sein Urenkel, der Pharao des Auszugs, bemerken doch mit Vergnügen, daß das Werk auch in diesen Menephta. Beider Portraits sind noch vorhanden und zeigen Theilen allen gerechten Anforderungen entspricht. Die bildeinen semitischen Typus. Im Berliner Museum wird ein lichen Darstellungen sind erschöpfend und so vortrefflich — selbst Ziegelstein aus Gosen aufbewahrt, der mit Stroh vermischt die kleineren und unbedeutenderen — ausgeführt, daß sie sich ist und den Namen des Ramses trägt, eine Illustration zu den besten und sorgfältigst gearbeiteten Werken der Kunst in 2 Mos. 5, 7. 8, die nichts zu wünschen übrig läßt. Ramses II. diesem Zweige anschließen. Nicht minder weiß der Verfaffer trug seine Waffen zumeist gegen semitische Völker, und es ist der Beschreibung die Leser dauernd zu fesseln. Es mag daher nichts erklärlicher, als daß er in der Heimath semitische immerhin sein, daß das Jneinandergreifen des Uraltehemaligen Stämme, die er im Rücken ließ, mit Strenge behandelte. Es und des Gegenwärtigen bisweilen die Vorstellungen der Leser verschaffte uns einige Befriedigung, hier in diesem neuen Werke verwirrt und beides nicht genug auseinanderhält. Dagegen vielfachen Abbildungen, besonders aus den Grabmonumenten bringt dieses Verfahren so vielen Reiz mit sich und versetzt von Theben zu begegnen, die wir bereits in unsrem Bibelden Leser so unmittelbar an die Plätze und Merkwürdigkeiten, werke zur Erläuterung der biblischen Texte geliefert haben, wie sie eben gegenwärtig beschaffen und örtlich untereinander- Die Trümmer der Ramsesstadt und ihre großartigen Prachtgemischt sind, daß wir dem kenntnißreichen und geschmackvollen bauten sind nicht mehr so umfänglich, wie die anderer ägyp- > Führer willig folgen. So erwartet man, nachdem die letzte tischen Städte, und von keinem einzigen Bauwerk läßt sich Lieferung beschaut und gelesen worden, immer mit Spannung noch der Grundplan erkennen. Sie sind dermaßen unter- und das Eintreffen der folgenden, um sich durch die Kunst der übereinander geworfen, daß man an eine riesige Zerstörungs- Darsteller wie des Beschreibers ergötzen und belehren zu macht denken sollte. „Wer könnte sie betrachten", ruft Ebers lasten.-Auch von einem anderen guten Buche haben aus, „ohne an die Zwangsarbeiten der Juden zu denken! wir die Fortsetzung und den Schluß erhalten, nämlich die Vielleicht ist die Mauer, auf der ich in der Ramsesstadt Tanis fünfte und sechste Lieferung von: Die Geschichte des jüdischen so manche Stunde gesesten, das Werk ihrer Hände. Vielleicht hat die geängstigte Mutter des Mose auf dastelbe Wasser, welches ich gestern durchkreuzte, den Binsenkorb mit ihrem Knäblein gesetzt, und daß der Pharao, vor dem Mose seine Wunder gethan, zu Tanis residirt habe, wird ausdrücklich von dem Psalmiften bezeugt. Von hier aus erging der Ruf zum Aufbruch an die geknechteten Schaaren, von hier aus brach Menephtah auf mit Rosten und Wagen, um die Flüchtlinge zu verfolgen. Auch das Bild des wankelmüthigen Königs, der Volkes und seiner Literatur vom babylonischen Exils bis auf die Gegenwart. Uebersichtlich dargestellt von Dr. S. Bäck, Rabbiner. Lista, Scheibe!. 1878. Wir können uns auch bezüglich dieser Schlußlieferungen auf das Urtheil unsres Referenten aus Brünn S. 712 vor. I. beziehen und erachten das Werk für gebildete Leser und die Schuljugend der höheren Elasten sehr nützlich und empfehlenswerth. Der Verfaffer hat es verstanden, alles Wichtige und Charakteristische aus der politischen, religiösen, culturhistorischen und literarischen Gein der Angst Zusagen ertheilt, die er zurücknimmt, sobald er schichte der Juden herauszuheben, in eine leicht faßliche Darsich gesichert wähnt, vermögen wir dem Leser zu zeigen. Eine stellung zu bringen und dabei Liebe und Anhänglichkeit zu andere Darstellung destelben Fürsten mit noch weicheren Zügen wecken, ohne phrasenhaften Pomp zu verwenden. Herr Bäck wird im Museum zu Bulak aufbewahrt. Mit dem Auszuge hat auch nicht gescheut, seine Geschichtserzählung bis zur der Juden hört die allgemein menschliche Bedeutung der Geneuesten Zeit fortzuführen und hierbei jene Klippen zu verschichte von Tanis auf; für Aegypten blieb die volkreiche Stadt meiden, an welchen Grätz in der Behandlung der neueren