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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1878-09-17 · Heft 38 (17.9.1878) · p. Seite 601

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
42 (1878)
Issue
Heft 38 (17.9.1878)
Date
1878-09-17
Page
Seite 601 (sequence 9)
Language
German
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601 chapitre de la Genese in der Revue des questions liistoriques, 46. Lieferung vom 1. April 1878, aufmerksam. Hypothesen nicht zugeneigt, sucht der Verfasser an der Hand der Linguistik und der Keilinschriften, soweit dieselben mit einer gewissen Sicherheit entziffert ffnd, die Schwierigkeiten der, Völkertafel im 10. Capitel des 1. Buches Moses zu beseitigen, > die Völkernamen richtig zu erklären, ihre Verwandtschaften und! Verbindungen zu ordnen. Selbstverständlich muß noch manche Frage unbeantwortet bleiben. Vieles hängt hier von einer i genaueren geographischen Kenntniß ab. Jedenfalls ist die! Abhandlung eine Station auf der weiteren Erforschung dieses j historischen Gegenstandes. — Wie wir hören, hat der berühmte Versaffer des „Deutschen Gaunerthums", L>r. jur. F. Cb. B. Ave-Lall emant in Lübeck, nach mehrjähriger Arbeit und eingehenden Studien einen großen Roman vollendet, der unter dem Titel: „Jada" noch zum bevorstehenden Herbst — Dresden, Wilh elm Baensch — erscheinen soll. Mit diesem Roman bleibt der Verfaffer auf dem von ihm beherrschten Boden criminalistischer und staatswiffenschaftlicher Forschung: nur war der Gegenstand seiner neuen Arbeit, nämlich die | Charakteristik der heutigen Bewegungen auf dem Gebiete der Kirche und des Staates, vom Standpunkte einer positiven, durch das Princip allgemeiner Menschenliebe veredelten Weltanschauung für eine im großen Stil gehaltene künstlerisches Behandlung — gegenüber der früheren wiffenschaftlichen — eminent geeignet. Da alle bedeutungsvollen Fragen der Cultur-Zeitgeschichte: der Kampf gegen den Ultramontanismus, die Berechtigung des Judenthums als eines Momentes der modernen Entwicklung rc. in das Thema Hineinspielen, so darf man dem Erscheinen des Werkes mit Recht spannungsvoll entgegensehen. — „Ich, Gott, bin es, der euch tröstet." Predigt, gehalten am Sabbath, den 31. August 1878. Von I>r. Julius Fürst, Prediger der israelitischen Gemeinde Mainz. Mainz, I. Diemer, 1878. Es ist dies eine an Inhalt und Form vortreffliche Predigt über Jes. 51, 12 , deren Schluß der Feier des Sedantagcs gewidmet ist. Der Reinertrag ist zum Besten der Beschädigten in Haimbach bestimmt. — Wir werden von Herrn A. M. Luncz in J erusalem ersucht, folgende „Subscriptio'nseinladung" abdrucken zu laffen, und erfüllen dies Verlangen um der Sache willen. Dieselbe lautet: „Nachdem der erste Theil meines Werkes „Netiboth Zion wejerouscholaim" von der jüdischen Presse Deutschlands, Frankreichs, Rußlands, Italiens, Englands und Amerikas sehr günstig ausgenommen worden, habe ich es mir zur Pflicht gemacht, das einmal gewonnene Vertrauen der jüdischen Leserwelt durch um so umfangreichere Studien und Vorbereitungen für die Fortsetzung meines Werkes auch fernerhin zu verdienen. Ich bin jetzt in den Stand gesetzt, dem Publicum eine so detaillirte Beschreibung des jüdischen Jerusalem zu j bieten, wie sie in solchem Umfang und solcher Genauigkeit noch! in keinem Buche in irgend einer Sprache zu finden ist; man j wird dadurch zum ersten Male die Israeliten Jerusalems nicht i nur so kennen lernen, wie sie sich äußerlich dem fremden Bej obachter darstellen, sondern man wird einen Blick in ihr inneres! Leben, in Familie, Gemeinde und in die freiwilligen Vereine i erlangen. Auch darf ich hoffen, meinen Leserkreis bedeutend zu vermehren, indem ich nunmehr das Werk nicht nur in hebräischer Sprache, sondern gleichzeitig auch deutsch und englisch erscheinen laffe. Um die Größe der Auflage bestimmen zu können und um die nöthigen Mittel für Druckkosten rc. zur Verfügung zu haben, sehe ich mich genöthigt, zur Subscription auf mein Werk ergebenst einzuladen. Indem ich mich noch auf die beigefügten wohlwollenden Empfehlungen des hiesigen Kaiserlich Deutschen Consuls, Herrn Baron von Münchhausen, so wie des amerikanischen Consuls, Colonel I. G. Willson, berufe, sehe ich zahlreichen Unterschriften, resp. Rimeffen des halben SubscriprionsPreises j entgegen. j A. M. Luncz in Jerusalem.! Der Abonnementspreis für die drei Bände hebräisch ist 0 Mark, deutsch 12 Mark, englisch 12 Mark. Wer auf das Werk in zwei oder drei Sprachen abonnirt, erhält 25 Procent Rabatt. Sammler erhalten 10—15 Procent Commission, je nach der Höhe ihrer Bestellung." — Ieuilleton. Aus-em Volksleben mit feinen Lichtnrib Schattenseiten., vn. Tcteles contra Butterfaß. Wien, im August. Die Herren David Teteles aus Lemberg und Moriz Butterfaß aus Tarnow befinden sich vor dem Strafrichter des ersten Bezirkes, 1>r. Beißer. Teteles und Butterfaß, Hutmachergehilfen bei einem in der Großen Schiffgaffe etablirten Exporteur von Erzeugniffen der Hutindustrie geriethen einst in Streit über die Frage, ob die Braut des Herrn Teteles die für eine Hutmachersgattin nöthige Bildung besitze oder nicht. Teteles, den die Opposition seines Collegen Butterfaß ärgerte, machte dem Streite dadurch ein Ende, daß er seinem Gegner eine schallende Ohrfeige versetzte. Butterfaß steckte die Ohrfeige ein, eilte aber schnurstracks zum Polizei-Bezirksarzt, ließ sich ein Parere ausstellen, bezeichnete eine Hauptabschürfung als die Folge der von Teteles erlittenen Mißhandlung und erstattete nunmehr Wider denselben bei einem Polizei-Commiffär die Anzeige. Aus sein 38

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