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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1878-09-10 · Heft 37 (10.9.1878) · p. Seite 586

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
42 (1878)
Issue
Heft 37 (10.9.1878)
Date
1878-09-10
Page
Seite 586 (sequence 10)
Language
German
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586 sollen, während, wie das oben gedachte Blatt mittheilt, gleiche Vom 30. August datirt erhalten wir die erste Nr. zweier Unternehmungen in Kleinasien noch im weiten Felde stehen. neuer Wochenschriften aus London, eine in hebräischer Sprache _ C"Cr; und eine deutsche in hebräischer Quadratschrist beide redigirt von Rev. N. Levy und er- Bonn, 1. Sept.^ (Notizen.) Von Berlin schreibt ^^nend bei Abrahams L Distillator. Den Hauptinhalt macht man: Im einundachtzigsten Jahre verstarb in der Nacht zum > Politik aus, dann folgen Nachrichten und Aufsätze, jüdische 2S. d. M. hier der frühere Inhaber eines der ältesten, aus Angelegenheiten betreffend, namentlich England und Rußland, dem vorigen Jahrhundert stammenden Berliner Bankgeschäfte, - gür bie ausführliche Lebensbeschreibung, die in dem hebräider Firma L. M. Bamberger, Herr Michael Lev in Bam- Blatte dem T)r. Philippson gewidmet ist, wissen wir der berger nach kurzen Leiden. Derselbe ist an derselben Stelle, Redaction besten Dank. — in dem Hause Königstraße 56/57 gestorben, wo in dem Jahre n Frankfurt am Main, 30. Juli. (Literarische seine Wiege stand. Vom Jahre 1820 bis 1870 war Notizen.) Wer ist Goethe's „Mephistopheles"? er ältester Chef der genannten /sirma, und nach dieser Zeit ^eber ben Ursprung und die Bedeutung des Namens Mewidmete er stch ausschließlich der Verwaltung vieler milder »der Mephistopheles, den der Teufel in der Stiftungen, deren Curator er war, wie denn überhaupt ein Faustsage führt, ist meines Wissens noch nichts Sicheres eraußerordentlich wohlthätiger Mann m tbm gestorben ist. In mitteIt worden. In neuerer Zeit hat Zark in den Jabrsclnen Alußestunden pflegte er mit Vorliebe numismatische Ochern für deutsche Theologie, herausgegeben von Dillmann Studien. u. a. Jahrg. 1877 S. 118 die Vermuthung ausgesprochen, B onn, 1. September. (Li terarische Notizen.) Auch daß diese Bezeichnung aus dem Hebräischen herstamme, ohne der „Israelische Kalender aus das Jahr 5639" aus H am-' daß es ihm geglückt wäre, ein ihr entsprechendes Wort in bürg, im Verlage von M. Philipsen, ist erschienen. Außer demselben ausfindig zu machen. In derselben Zeitschrift wird den Kalendarium nebst Zubehör und einem amtlichem Verzeichdann S. 494 dargelegt, daß Mephistopheles aus zwei niß aller in Hamburg bestehenden jüdischen Institute und Derhebräischen Wörtern: Mephir und tophel,, zusammengesetzt sei, eine — bekanntlich eine sehr zahlreiche und gutdotirte Menge — und zwar bedeute das erste in Nahum 2, 2 „Zerstreuer, Verenthält das gut ausgestattete Heftchen einen Vortrag von Proderber" und diene letzteres in Job 13,4 zur Bezeichnung des sessor Reuß über Süßkind von Trimberg aus dem Jahre 1842. Lügners. Für die Richtigkeit dieser Erklärung soll die folgende Derselbe ist jedoch von keiner Bedeutung,' da die darin an- Stelle in dem Goethe'schen Faust sprechen: gegebenen Personalien seitdem der Kritik, wenn nicht verdächtig, doch als unzulänglich begründet erschienen find. Ein Verzeichniß jüdischer Hotels in Deutschland, Oesterreich rc. wird Vielen angenehm sein. Der Herausgeber hat sich viele Mühe gegeben, es zusammenzubringen. — Mit aufrichtigem Vergnügen zeigen wir den Empfang der zweiten Lieferung des Bei euch, ihr Herren, kann man das Wesen Gewöhnlich aus dem Namen lesen. Wo es sich allzudeutlich weist, Wenn man Euch Fliegengott, Verderber, Lügner heißt. In diesem Belege wird man indeß nur eine Scheinstütze Lvwn “pT von Dr. Alexander Ko Hut Oberrabbiner zu für diese Erklärung zu finden vermögen. Wenn es hier schon Fünskirchen) an, die von -sax bis x-: v x reicht. Hoffen wir, daß Goethe durchaus auf typische Bezeichnungen des Teufels, wie die weitere Fortsetzung dem verdienten Herausgeber ebenso rasch Fliegengott (d. i. Baal Zebub) u. dgl. abgesehen haben soll, gelingt, und wir können der talmudischen Wiffenschaft Glück so wird man doch nicht annehmen können, daß er auf solche wünschen, die für ihr lexikographisches Gebiet in wenigen ungewöhnliche und in diesen Sinne gar nicht gebräuchliche Jahren eine neue Bearbeitung des Burtors von B. Fischer, Wörter wie nuiphir und tophel verfallen sei. Den „Verderbes das Wörterbuch von Pros. Levy und diese treffliche Bearbeilernte er aus 2. B. M. 12, 23 kennen, wie denn dieser in tung des Aruch erstehen sah. Mögen deshalb noch recht Viele einem alten jüdischen Gebete bereits zum „verderbenden S a- Herrn Kohut ihre thatkrüftige Förderung gewähren. Man hat tan geworden' ist (Beracliot 16 b) und „Lügner" schreibt sich wegen Ankaufs von Exemplaren an den Herrn Verfaffer sich wohl aus 1. Kön. 22, 22. 23 her. Am Wenigsten selbst zu wenden. — Tie Abhandlung im Feuilleton Nr. 8, ist hinsichtlich letzterer Bezeichnung an tophel zu denken, 9 und 11 d. I. von Rabbiner I)r. Tob ias Cohn ist jetzt das offenbar erst durch Hinzunahme des Objectes scheker zu in der Zeitschrift des „Vereins für die Geschichte Potsdams", der Bedeutung „Lügner" kommen kann. Neue Folge, II. Theil S. 317—328 unter der Aufschrift: Wie wir sehen, hat „Mephistopheles" wieder einmal „Der Zwangsankauf von Porzellan in der jüdischen Gemeinde einen Faust, der das Räthsel — freilich nicht des Weltseins, zu Potsdam unter Friedrich dem Großen" etwas erweitert sondern des dem Teufel beigelegten Namens — zu ergründen abgedruckt worden. — suchte, in die Irre geführt. Wir muffen aber deshalb noch

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