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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1878-08-27 · Heft 35 (27.8.1878) · p. Seite 556

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
42 (1878)
Issue
Heft 35 (27.8.1878)
Date
1878-08-27
Page
Seite 556 (sequence 12)
Language
German
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556 Schulgebete und „zur häuslichen und öffentlichen Gottes- > alten Inschrift wird durch die Bemerkung Euchels bestätigt. Verehrung," in der letzteren Rubrik, sowie auch hier und da bei den Sprüchen, ist der hebräische Text hinzugefügt. Der Nutzen eines solchen Schulbuches für ein geordnetes Schulwesen leuchtet ein, und der Verfaffer hat im Ganzen eine glückliche daß Mendelssohn 57 Jahre und 5 Monate alt geworden; während aus Grund der irrigen Angabe noch Kayserling schreibt, daß er im 57. Jahre seines Alters gestorben sei. Es muß daher der gedachte Jrrthum verbeffert werden, wenn auch Auswahl aus dem vorliegenden großen Material zu treffen! dadurch die oft gehörte Phrase, daß dasselbe Jahr Lesssng, gewußt. Es wird daher in dieser Schrift dem Lehrer die! Reimarus und Mendelssohn ans Licht der Welt treten sah, Gelegenheit geboten, für den Religions- und den Gesang-i aufhören muß. — Encore la question des cimetieres. Apunterricht auf's Bequemste den nöthigen Stoff zur Hand zu! pendice a l'etude sur le droit social, applique a la question haben. Bei zu erwartenden neuen Auflagen wird der Verfasser nicht verfehlen, hier und da noch eine bessernde Hand anzulegen. So scheinen uns z. B. unter den Sprüchen für des cimetieres, au point de vue du judaisme par L. Kahn. Bruxelles. Yanderau wera. 1878. Herr L. Kahn, der Vorsteher einer bekannten Handelsschule, hat sich in den letzten das erste Schuljahr einige nicht ganz passend, z. B. Nr. 2, 3,! Jahren als ein rüstiger Vorkämpfer für die Sache des Judendie durch leichter verständliche zu ersetzen wären. — Herr Dr. j thums und der Religionsfreiheit bewährt. Bei dem Still- A. J elli nek setzt seine verdienstvollen bibliographischen Arbeiten ' schweigen, das gegenwärtig auf der Begräbnißfrage der israefort, indem er soeben wieder erscheinen ließ: > litischen Gemeinde Brüssel ruht, hält er es für eine Pflicht, mnJSn C'wTin rijiS' ■SiDD-a'" p I die gerechte Forderung, das polizeiliche Gebot der Schließung des jüdischen Friedhofes aufgehoben zu sehen, immer wieder zur Sprache zu bringen. Der jetzige Zustand sei ebenso demüthigend für die jüdische Gemeinde, wie für die belgische Verfassung, welche die Freiheit der Ausübung aller Culte verbürgt. Er bekämpft zuerst die auch in d. Bl. besprochene Rede des Bürgermeisters Anspach, und zeigt, wie sehr ihr alle Beweiskraft fehlt. Hierauf bespricht er die Nothwendigkeit u-s-'- ™ tr1?-! ‘rTp'apntya mir, rusra Sowie ferner: .z-riu n^-saa nnrisan “iran n:*a* -is*® aiaj-.p .■na^nm rnsran •bbz'i ■»m b'; rrssnr, n*n>vn Z'SIT, TTDu Es wird uns hier ein wahrer bibliographischer Schatz geboten, den man so recht zu würdigen wissen wird, wenn man z. B. auf die betr. Stellen in der Bihliotheca judaica von Fürst blickt.- Vergrößert wird. des Bestandes des Judenthums und seiner Mission innerhalb das Verdienst des Herausgebers durch die mannichfachen Be-, der bestehenden Kirchen und der sich bekämpfenden religiösen merkungen, welche er den einzelnen Nummern hinzufügt. Das > Anschauungen, besonders von Seiten des Atheismus und Maerste Verzeichniß enthält 157 Nummern, das zweite 212. Ein terialismus, welche letztere ihre Hauptstütze in den unbegrünalphabetarisches Verzeichniß der Verfasser erleichtert das Auffinden. deten wissenschaftlichen Hypothesen und in der weitverbreiteten Je sparsamer im Ganzen die Arbeiten auf diesem Felde sind, desto Halbbildung sinden. Er läßt sich dem gegenüber über die bereitwilligerhaben wir das Verdienst des Br.Jellinekanzuerkennen, mosaischen Gesetze und die Lehren des Judenthums aus und Bonn, 18. August. (Literarische Notizen.) Ter zieht daraus den Schluß, daß deshalb um so weniger dem verstorbene F. Lebrecht hatte eine kleine Schrift verfaßt, die Judenthume wesentliche Mittel seiner Existenz, zu denen der er seinem Freunde I)r. A. Berliner übergab, um sie, falls er Friedhof gehöre, nicht entzogen werden dürften. Nunmehr im August 1878 nicht mehr lebte, zu veröffentlichen. Dieselbe berichtet er ausführlich über die Vorgänge in St. Gallen, ist jetzt erschienen: „Zum 15«'. Geburtstage Moses Mendels- Zürich,' Düsseldorf und Wien, wo die beabsichtigte Schließung sohn's. Berlin 1878. Mayer und Müller." Der eigentliche j der jüdischen Friedhöfe wieder aufgegeben wurde. So bleibe Inhalt des Schriftchens ist, zu erweisen, daß bis jetzt irr-'nur Brüssel übrig, wo das Belieben des Bürgermeisters die th üml ich der 12. Ellul 5-189, d. i. der 6. Sept. 1729 als gesetzliche Bestimmung beseitigt habe. Die Quelle dieses eigenderGeburtstagMosesMendelssohn's angegeben wurde, thümlichen Vorganges findet der Verfasser in dem schroffen wie dies in allen Biographien Mendelssohn's, auch in der Gegensatz der beiden in Belgien um die Macht ringenden Kaiserling's, geschehen ist. Tie alte Grabinschrift gab viel- Parteien der katholischen Kirche und der Freidenker, zwischen mehr n"2nr;, also 1728, als das Geburtsjahr an. Demwelchen jede besonnene, gemäßigte, der wahren Freiheit hulungeachtet las man schon in dem drei Tage nach Mendelsdigende Mittelpartei fehlt. Wir können Herrn Kahn um so sohn's Tode erschienenen Nekrolog von Nikolai und in der weniger unsere Anerkennung versagen, als er sich in den hebräischen Biographie von Euchel das Jahr 1729 angegeben; meisten Punkten mit uns und den in diesem Blatte vertretenen auch wurde die hundertjährige Geburtstagsfeier am 12. Ellul, Ansichten in Uebereinstimmung besindet und sowohl sein Eifer d. i. 10. Sept. 1829 abgehalten. Allerdings hat man auf als seine Formengewandtheit alles Lob verdienen. Mögen dem neuen Leichensteine die Jahreszahl a"£n aus obigem seine Anstrengungen und Opfer mit einem günstigen Erfolge Jrrthume heraus angegeben. Allein die Zuverlässigkeit der j gekrönt werden'. __

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