Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 35 (27.8.1878)
- Date
- 1878-08-27
- Page
- Seite 554 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3224737-3227177-3227213--36505-3306555- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
554 eigenen Kundgebungen geschehen zu lasten. Beweist sie doch hierdurch auch ihre Niederlage und Ohnmacht, und zwar in | dem Lande, in welchem sie noch vor Kurzem den Hort des Romanismus zu besitzen vorgab. wird selbstverständlich bei diesem einen Schienenweg nicht bleiben, er wird nach verschiedenen Richtungen die Fortsetzung finden. Die Erleichterung, die h. Stadt zu besuchen, ist nun in der Thal das secundäre Moment. Die Hauptsache ist. Paris, 15. Aug. Von der am 12. d. eröffnten Generaldaß sich durch Eisenbahnen ganz neue Aussichten für das invexsammlung der Alliance isr. univ. haben wir bis jetzt nur' dustrielle und landwirthschaftliche Leben des Landes und seiner über die Eröffnungsfeier nach den Arch. isr. zu berichten. Der Hauptstadt eröffnen und die Cultur den Bewohnern viel näher Saal war stark gefüllt, besonders von Damen. Cremieux präsidirte, und Leven, der Sekretär des Comite's» las einen klaren auf den Leib rückt, wird erhöht und Sicherung des Lebens und des Eigenthums bald das barbarisch'e Beduinenwesen weit thatsächlichen Bericht vor. Er bezeichnete Rußland, Marokko zurückgedrängt werden, welches bis jetzt die Existenz in Pa> l lästina so überaus unsicher machte. Bald wird auch das Land jenseits des Jordans zugänglich werden. Mit dieser Umgestaltung aller Verhältniffe wird auch für die jüdische Bevöl- und Persien als die Staaten, in welchen der Alliance eine Wirksamkeit noch nicht möglich gewesen. In Persien gäbe es noch keine einzige israelitische Schule; doch scheine auch für diesen Staat jetzt mehr Aussicht zu eröffnen. Leonce Lehmanni kerung des h. Landes eine neue Aera beginnen. las den Bericht über die finanzielle Lage. Die Einnahmen be-;- - liefen sich im Jahre 1877 auf l 43,00o Fr., wovon 89,000 Fr. Bonn, 18. August. (Notizen.) Man meldet aus die Beiträge von 21,000 Mitgliedern der Alliance betragen. Ber im Canton Waadt den Tod des Mediciners l)r. Her- Der Reservefond besteht in 116,000 Frcs. außer der Million,! mann Lebert, mit welchem eine hervorragende wiffenschastwelche Baron Hirsch den Schulen im Orient gewidmet hat. i liche Eapacität aus dem Leben geschieden ist. In seiner Jedenfalls müßten die Mittel der Alliance vermehrt werden.! Jugend durch die ihm seiner Religion wegen entgegengestellten Nach einigen weiteren Reden begann Cremieux eine mit Bei fall überschüttete Ansprache, welche insonders eine Auslegung Hemmniste aus seinem Vaterlande nach der Schweiz getrieben l Lebert war Jude), hatte er die Tochter begüterter Eltern in des ersten der Zehn-Gebote zum Inhalt hatte. Am Abend! Ber geheirathet, lebte daselbst von 1836 bis 1842 und ging fand eine Versammlung aller Delegirten und Comitc-Mitglieder j dann nach Paris, 1852 aber als Profeffor an die Universität statt, in welcher das Bureaux constituirt und die verschiedenen j Zürich, endlich 1859 nach seiner Vaterstadt Breslau. Hier Commissionen ernannt wurden. — Jüngst wurde der Preis, genannt ,,La Ville de Falaise", einem Herrn Alfred Mayer ertheilt, welcher am 18. März 1871 alles Mögliche gethan, um die Generäle Lecomte und Clement Thomas beim Ausbruch der Commune) zu reiten, und die Ermordung von acht Officieren und fünf Gensdarmen verhindert hat. Großbritannien. London, 12. Äug. (Privatmitth.) Schreiber dieses erfreute es, in dem Leitartikel Nr. 3<>, in welchem Sie die englisch-türkische Convention vom 4. Juni gleich nach deren Bekanntwerden besprachen, als eine weitere Folge derselben die Wirkungen beschrieben zu sehen, die sich auch für Palästina ergeben würden. Sie sagten: „Eisenbahnen von Jaffa nach wirkte er ungemein fruchtbringend als Univerfitäts-Profeffor; auch war er schriftstellerisch vielseitig thätig, bis er sich aus Gesundheitsrücksichten 1875 in Montreux niederließ, wo er eine große Rührigkeit in der consultativen Praxis entfaltete. Den Sommer brachte er meist zur Erholung bei seinen Verwandten in Ber zu, wo ihn nun der Tod ganz unerwartet ereilte. Geboren war Lebert am 9. Juni 1813, sein „Traite pratique des maladies scrofuleuses et tuberculeuses“. Paris, 1849, wurde preisgekrönt, seine „Allgemeine Pathologie", Tübingen, 1865, sowie die „Grundzüge der ärztlichen Praxis", ebendaselbst 1868, haben vielfache Auflagen in kurzer Zeit erlebt. Von der ostsriesischen Insel Norderney wird unterm 9. d. M. berichtet: Das alltäglich auf „hübsche Wellen" und „schönes Bad" concentrirte Jntereste der Badegäste war heute von einer hier nicht oft vorkommenden öffentlichen Feier in Jerusalem, von Jerusalem nach Damaskus und dem Süden, Anspruch genommen. Es wurde der durch ausdauerndes Be- Straßen, welche Jerusalem mit Suez verbinden, werden entstehen." Die Erfüllung folgt hier der Voraussetzung auf dem Fuße. Denn in diesen Tagen erhielt eine zumeist aus Engländern bestehende Gesellschaft einen Ferman des Sultans zum Bau einer Eisenbahn von Jaffa nach Jerusalem. Allerdings war eine solche Eisenbahn schon mehrmals projectirt, auch das Terrain schon untersucht; aber die Verwirklichung konnte doch erst eintreten, wenn sich diese Eisenbahn an eine Wiederbelebung mühen der Herren Bargebour in Harburg und Dr. Rosin in Breslau zur Vollendung gebrachte Tempel für israelitische Curgäste festlich eingeweiht. Vor dem kleinen, aus Rohziegeln zierlich ausgeführten, mit grünem Laubgewinde geschmückten Gebäude erwartete eine zahlreiche Versammlung die Ehrengäste, nach deren Erscheinen Herr Bargebour die Feier mit einer kurzen Ansprache und Ueberreichung des Tempelschlüstels an den Landrath eröffnete. Letzterer reichte den auf einem Kiffen Kleinasiens und Syriens anzuschließen vermochte. Denn es ruhenden Schlüffe! dem Landdrost, welcher mit den Worten: