Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 34 (20.8.1878)
- Date
- 1878-08-20
- Page
- Seite 535 (sequence 8)
- Language
- German
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demande toutefois k Lord Salisbury, s'il entend presenter tiaires de Russie souhaitent d’autant plus que ces fronä cet egard une motion speciale. tieres ne deviennent point des barrieres religieuses. M. le Second Pl enipotentiaire de la Grande | Le President resume la discussion en disant qu’il Bretagne se reserve de reYenir sur ce point a propos sera inscrit au Protocole que Tunanimite du Congres s’est de Farticle 22 du Traite de San Stefano. ralliee ä la proposition francaise, et que la plupart des Le f'umte Schouvalow ajoute que le desir de Plenipotentiaires. ont forme des voeux pour l'extension de Lord Salisbury de voir etendre la liberte religieuse autant la liberte des cuites. Ce point sera compris d’aiileurs uans que possible en Europe et en Asie lui semble tres justifie.! la discussion de Fartkle XXil du Traite de San Scefano. S. E. desirerait qu'il tut fait mention au protocole de son Hiermit war die Religionsfreiheit und vie politische Gleichadhesion au voeu de iM. le Plenipotentiaire d’Angleterre. stellung aller Confessionen m Bulgarien beschlossen und zugleich et fait obssrver que le Congres ayant cherche a efiacer durch die Erklärung der türkischen Bevollmächtigten constatirt, les fron tieres ethnographiques et a les remplacer par des daß dieselben Grundsätze von der Türkei angenommen und front ieres coininerciales et strategiques, les Plenipotenausgesührt werden. «Fortsetzung folgt.) ^Jseikuucjduc Deutschland. Bonn, 12. Aug. «,Privatmitth.) Als wir in Nr. 28 bis 31 unsere Artikel über den hundertjährigen Geburtstag von Lesstng's „Nathan der Weise" veröffentlichten, fetzten wir voraus, daß auch andere jüdische Blätter dem angeregten Gedanken ihre Aufmerksamkeit zuwenden würden; wir setzten auch « voraus, daß dies nicht überall mit dem Hinweis auf unfern Vorgang geschehen werde, denn von dieser Ehrlichkeit haben uns Eollegen nur selten einen Beweis geliefert. Was wir aber nicht voraussetzten, war, daß ein jüdisches Blatt so weit gehen werde, sich in öffentlichen Blättern auch die Priorität zuschreibeu zu lassen! Es zeugt dies von einer Vorstellung vom Eigenthumsrecht, die noch über den Communismus hinausgeht! Daß übrigens ein Blatt, welches die Orgel als einen Grund ansieht, die Juden, welche dieses Instrument beim Gottesdienste dulden, aus dem Judenthume auszustoßen (!), den „Nathan der Weise" verherrlicht, ist — eine wahre Consequenz! Berlin, 8. Äug. (Privatmitth. i Daß die Verhandlungen über einen Ausgleich zwischen dem Staat und der röi mischen Curie weit vorgeschritten stnd, kann man bei der sonstigen Geheimhaltung schon aus dem einfachen Umstande schließen, daß der päpstliche Nuntius von München zum Fürsten Bismarck nach Kisstngen gegangen und lange Besprechungen mit diesem gehabt hat. Solche Herren kommen nicht zusammen, wenn nicht bereits zuvor die Gründzüge der Friedensprälimenarien auf schriftlichem Wege festgestellt waren. Das Dementi einer vergeblichen Zusammenkunft der maßgebenden Staatsmänner wird möglichst vermieden. Die Angelegenheit muß daher in diesem Augenblicke schon recht weit gediehen sein. Was uns betrifft, so können wir das Ende des sog. x-c&t/ld&teu. Kulturkampfes, sobald der Staat seine wesentlichen Prärogative nicht aufgiebt, wir meinen damit, die Schulen für stch bebält und die Oberaufsicht auch über die Geistlichkeit nicht aufgiebt, nur mit Befriedigung begrüßen. Man wird sich erinnern, daß es die Presse der Hetzcapläne war, welche die Juden mit Gewalt in diesen Kampf, der ste zwar als Staatsbürger interesfirte, als Juden aber gar nichts anging , hineinzerrte, die Behauptung aus der Luft griff, die Juden feien Urheber oder doch Mitträger des Kampfes, und i auf ihrer ganzen Linie den erbittersten Feldzug gegen sie er- ' öffnete. Wir hatten uns nur unsrer Haut zu wehren i und dem Ordnungssinne der katholischen Masse zu danken, daß! die Absichten jener Wortführer nicht in Erfüllung gingen, i Sollte nun mit dem Frieden zwischen Staat und Kirche die j ultramontane Presse ihre Hetzereien gegen uns ausgeben, so wäre dies willkommen zu heißen. Wir Juden werden, wie wir dies immer zu thun pflegen, gern vergeffen, was vorgegangen ist. Jndeß dürfen wir nicht hoffen, daß dies sofort geschehen werde. Denn wenn jener Hetzpresie ein großer Theil ihres Stoffes, von dem sie lebt, entzogen ist, wird sie den übrigen Theil, wozu wir gehören, um so sorgfältiger pflegen. Jndeß wird für einen großen Theil derselben die Stunde des Entschlafens gekonunen sein, und ihre Wirksamkeit wird sich mit jedem Schritte der Beruhigung abschwächen. In der letzten Zeit haben dies einige dieser Blätter schon erfahren. So ist; in Frankfurt a. Main „die katholische Stimme" von 26,000 Abonnenten auf 5000 heruntergegangen und man will dort nun den Versuch machen, eine große „Katholische Zeitung"! zu gründen, welche mit der äußersten Heftigkeit auftreten soll. Ob dies mehr ziehen und länger Vorhalten werde, muß ab- > gewartet werden. — Von den sieben jüdischen Mitgliedern .des aufgelösten Reichstages sind vier, Laster, Bamberger Wolfsson und Sonnemann wiedergewählt worden, einer, Dr