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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1878-08-20 · Heft 34 (20.8.1878) · p. Seite 533

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
42 (1878)
Issue
Heft 34 (20.8.1878)
Date
1878-08-20
Page
Seite 533 (sequence 6)
Language
German
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533 so folgt Hungersnoth aus Krieg und Dürre; erhebt man die I Proclamirung dieser Grundsätze aus dem Munde von ganz Challah (Teighebe) nicht, so entsteht eine Alles verderbende! Europa, als auch speciell für die ganze Zukunft unserer Hungersnoth; die Pest ist die Strafe für Ueberhandnehmen! Glaubensgenossen in den orientalischen Staaten, über welche der Sünden, welche die h. Schrift mit der Todesstrafe belegt,! der Congreß berathen und beschlossen bat, erscheint es uns ohne ste dem menschlichen Gericht zu überweisen, sowie auch nothwendig, die betreffenden Stellen der Protocolle vollauf Uebertretung des Erlaßjahres. Krieg kommt wegen Beuständig und im ftanzöstschen Originaltexte, den gegenwärtig gung des Rechts und falsche Auslegung der heiligen Schrift; amtlich der „Deutsche Reichs-Anzeiger" veröffentlicht, hier Meineid bringt reißende Thiere in das Land u. s. w. Das Paradies (pp p) und die Hölle (L2N^) als Bestimmungsorte wiederzugeben. Es kommt hinzu, daß aus Rumänien die Besorgniffe immer lauter werden, daß dieser Staat nicht gefür die Guten und für die Bösen werden wiederholt namhaft' neigt sei, die desfallstgen Beschlüße des Congreffes auch hingemacht. Doch müssen Wohl die herrlichen Sätze dieses Abj sichtlich der Juden zur Ausführung zu bringen, und es ist schnittes angeführt werden: „Jede Liebe, die von etwas Aeußerem | vorauszusehen, daß selbst bei der Annahme des Princips Seitens abhängt, vergeht, wenn diese Ursache aufhört, eine Liebe aber, > Rumäniens so oft Verletzungen deffelben Vorkommen werden, die von nichts Aeußerem abhängt, vergeht niemals" — welche i daß Beschwerden nicht ausbleiben können. Diese müssen sich Wahrheit, welche tiefe und zarte Empfindung! Ferner: ,Zeder! jedenfalls auf den Text der Protocolle berufen, noch dazu, da Streit, der um Gotteswillen (c*a?7 22^) geführt wird (d. h. j in den letzteren die wahre und richtige Auslegung der bcaus reinen, die Erkenntniß der Wahrheit und des Rechts! treffenden Worte im Vertrage selbst gegeben. Wir haben uns betreffenden Motiven), der besteht schließlich (d. h. führt zu deshalb der Mühe unterzogen, die sämmtlichen Protocolle genau dauernden Resultaten); wird er nicht um Gottes willen gedurchzugehen, um alle die Stellen auszuziehen, welche für führt (d. h. aus selbstischen und äußeren Triebfedern), so be-junfern Zweck von Bedeutung sind. steht er schließlich nicht (d. h. er führt zu keiner befriedigenden Die erste Frage wird die Kraft betreffen, welche den und dauernden Lösung). — Gewiffermaßen als Resultate des Beschlüßen des Congreßes innewohnt, wenn sie nicht ein- Ganzen werden zwei Sätze an den Schluß gestellt. Ben Bag stimmig gefaßt sind. Hierüber sprach sich Fürst Bismarck Bag *) sagt, daß man die Gesetzeslehre von allen Seiten in in der ersten Sitzung vom 13. Juni folgendermaßen aus und Betracht ziehen müße, denn in ihr sei Alles enthalten und erhielt die Zustimmung der übrigen Congreßmitglieder. Alles zu erblicken, und bis in's späteste Alter Weiche man Son Altesse considere comme un principe incontestable nicht von ihr ab — und Ben He He spricht: 'Rach Verhältque la ininorite du Congres ne pourra pas etre tenue de niß der Mühe wird auch der Lohn erfolgen. Es mündete also se soumettre a un Tote de majorite. -Mais il abandonne die spätere Zeit, in welche dieser letzte Abschnitt hineinreicht, j a l’appreciation de iDI. ses collegues de decider sil ne in die beiden Hauptprincipien: Gesetzesstudium und Bergeltungsserait pas utile dans l’interet des travaux que les resoluanschauung. (Schluß folgt.) tions de la majorite concernant la procedure, sans toucher au fond, pussent etre regardees comme decisions du Congres toutes les fois que la ininorite ne croirait pas devoir faire enregistrer une protestation formelle. Im Protocoll Nr. 5 über die Sitzung vom 24. Juni finden sich die Verhandlungen über Bulgarien. ^1. "Waddington donne lecture de deux articles 2Bir haben in Nr. 32 aus den Protokollen des Berliner additionnels proposes par les Plenipotentiaires de France Congreßes, wie sie in deutschen Blättern übersetzt veröffentlicht et dont voici le texte: wurden, mehrere Stellen mitgetheilt, die sich auf die Religionsper Article. freiheit und bürgerliche Gleichstellung beziehen. Bei der großen > „Tous les sujets Bulgares, quelle que soit leur reli- 38ichtigkeit, welche die Bestimmungen des Congreßes haben, gion, jouiront d une complete egalite de droits. 11s poursowohl als allgemeiner Ausdruck der Ansichten Europas, als | ront concourir ä, tous les emplois publies, fonctions et - I honneurs, et la difference de croyance ne pourra leur 1) 22 22 *{2 kommt noch an anderen Talmudstellen unv zwar! etre opposee comme un motif d’exclusion. mit dem Vornamen ^ochanan vor. Einige meinen, daß er und, 1,'exereice et la pratique exterieure de tous les cultes 8N fcttt *?2 Profelyten waren, die man durch Beranderung des Na- H mens (52 an Zahlenwerth) habe unterscheiden wollen. Das77 T>6ront entierernent libres et ancune entrave ne pourra beziehe sich auf das “, durch welches die ursprünglichen Namen > etre apportee soit ä 1 Organisation hierarchique des ditfe- 2[bTam ö unfe ©arai s dcdent^hier viel wie oornrnunions, soit k leurs rapports avec leurs rhefs „Sohn Abraham s und «arah s , also Proselyl. So eine Note nn ' Machsor Vitrh. j spirituels." Die Protocolle des berliner Longrefles im Originaltexte.

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