Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 33 (13.8.1878)
- Date
- 1878-08-13
- Page
- Seite 520 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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520 a. in der Provinz Westfalen unter Hinzurechnung eines Gej Ich nehme aus diesen Ergebnissen wiederholt Veranschenks von 300 M. von einem Ungenannten, einer Zu-1 laflung, die anerkennenswerthen Bestrebungen der Stiftung Wendung des Bankiers Herrn Sam. Rothschild in Berlin zur Unterstützung zu empfehlen, insbesondere fordere ich die von 375 M. und fernerer Gaben mehrer auswärtigen Wohlj Synagogen-Gemeinden, resp. die jüdischen Glaubensgenossen thäter acl 5)3 M. 15 Pf., überhaupt . in der Rheinprovinz einschließlich einer 18911 M. 71 Pf. Zuwendung des verstorbenen Rentners Herrn I. I. Eltzbacher aä 600 M. in Cöln «483 „ 25 „ Ueberhaupt 27394 M. 96 Pf. Hierzu treten 1) der Bestand aus 1874 mit 2857,26 2) Defecte. -,07 3) vom Grund-Eigenthum . 3967,50 4) an Zinsen von Capitalien 10204,85 5) Hebungen aus der Königl. Regierungs-Haupteaste 19550,— 6) an Schulgeldern . . . 7» an Zuschüssen von Zog- 1746,— lingen. 8) an erstatteten Ausbildungskosten der Lehrer 722,- 9) aus dem Judenschaftsfonds des ehemaligen Herzogthums Westfalen von der Königl. Regierung zu Arnsberg 120,— — 39695 „ 20 „ Zusammen 670>8<) ,, 22 „ Die Ausgabe beträgt 1) an Resten. 229,58 2) an Besoldungen . . . 26192,50 3) an persönlichen Ausgaben 5432,— 4) zu Unterrichtsmitteln 5) zur Unterhaltung der 552,25 Utensilien .... 172,86 6 an Kosten der Verpflegung 9689,25 7) Für Heizung .... 540,38 8) zu Bauten. 797,44 9) an Abgaben und Lasten 6954,88 10 Pensionsfonds . . . 11, Insgemein, einschließlich 975,10 der zur Deckung der aus dem Stiftungsgebäude ruhenden Schulden aufgenommenen und versilberten Capitalien . 15543,98 der Provinz zur allseitigen Betheiligung und Spendung von Beiträgen aus. Münster, den 9. Juli 1878. Der Ober-Prästdent der Provinz Westfalen. Wir theilen aus dem Berichte noch einige Notizen mit. Nach dem Abgang des I)r. Zirndorf aus dem Amte des Seminardirectors ist dieses dem langjährigen ersten Lehrer der Anstalt, Dr. Steinberg, übertragen worden. Das königl. Provinzial-Schul-Collegium hat die sämmtlichen jüdischen Gemeinden Westfalens und Rheinlands aufgefordert, einen bestimmten jährlichen Beitrag für die Anstalt auf ihr Budget zu übernehmen. Diese Aufforderung blieb nicht ohne Erfolg, doch viele Gemeinden haben ihr nicht entsprochen. Es find! letzt vier ordentliche Lehrer jüdischer Religion angestellt und außerdem wirken noch ein Musik-, ein Zeichen- und ein Turnlehrer. Die Zahl der Seminaristen ist gegenwärtig 14. Nachdem der Staat einen verhältnißmäßig beträchtlichen Zuschuß dem Seminar bewilligt hat, ist natürlich die behördliche Aufsicht eine stärkere geworden. Der Lehrplan wurde vom Herrn Unterrichtsminister eingefordert und 1876 genehmigt. Die Aufnahmeprüfung geschieht in Gegenwart des Provinzial- Schulraths. Die Entlasiungsprüfungen bestehen zuvörderst in den Disciplinen der Religionsschule, dann in der staatlichen Prüfung als Elementarlehrer. Außerdem sinden außerordentliche Revisionen Seitens der Behörde statt. Es sind also die Garantien eines geregelten Seminarunterrichts vorhanden. Breslau, 11. Juli. Der „Lemberg. Jsr." theilt von hier mit: Das älteste und bedeutendste der hier erscheinenden Tageblätter, die „Schlesische Zeitung", welche den Ideen der Reaction sich gewidmet hat, geht seit einiger Zeit mit großer Energie auch den Juden zu Leibe, wie denn das Hep-Hep- Rufen mit Vorliebe in den Kreisen der conservativen Politiker getrieben wird. Die Judenschast Breslaus aber war von der orthodoxen i Kundgebung ihrer christlichen Mitbürger ganz und gar nicht | erbaut, vielmehr machten einige Anonyme in der „Breslauer! Zeitung" ihrer gerechten Entrüstung Luft, indem sie die jüdischen i Leser der „Schlesischen Zeitung" aus die betreffende Stelle I aufmerksam machten, und sie aufforderten, ihr Abonnement fallen zu lasten. Diese Demonstration hatte eine zweite bedeutendere zur Folge. Die jüdischen Gelehrten Breslaus, darunter fast alle jüdischen Profestoren der hiesigen Universität, . . ließen eine gedruckte Einladung zu einer Besprechung in dieser 6 <080 M. 22 Pf. | Angelegenheit circuliren, und erreichten in einer stark besuchten Geht auf. Versammlung die Annahme des Beschluffes, die „Schlesische