Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 29 (16.7.1878)
- Date
- 1878-07-16
- Page
- Seite 459 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3224737-3227177-3227207--36404-3306448- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
459 Wie das Gerücht verlautet, hat der Rabbiner freiwillig! Bonn, 7. Juni. (Notizen) Herr Jakob ^ippmann sein Entlassungsgesuch eingereicht.! zu Aachen hat der Alliance für die jüdisch - türkischen In Kalisch ist der Kriegszustand erklärt worden.! Flüchtlinge 3000 M. übersandt. — l)r. W olfson in Ham-!burg, Mitglied des aufgelösten Reichstages, hat von den Rumänien. > Hamburger Juristen in Anerkennung seiner Leistungen als Galatz, 27. Juni. (Privatmitth.) Die Nachrichten, daß | Referent über die Justizgesetze eine kostbare Ausgabe derselben die Mitglieder des Kongresses zu Berlin die Versicherung ge-! in einem vorzüglichen Einbande zum Geschenk erhalten. Der geben haben, die Gleichberechtigung und Religionsfreiheit der Uleberreichung folgte ein Festmahl. — Am 2. d., schreibt man Juden von Rumänien zu verlangen, haben eine große Aufuns vonCob lenz, traf unser nunmehriger Rabbiner, I)r L ewin, regung verursacht, und die rumänischen Blätter ergehen sich in I festlich empfangen, hier zum Antritt seiner Funktionen ein. — Schmähungen und Drohungen, in schändlichen Verleumdungen} Bonn, 7. Juli. (Literarische Notizen) Die der jüdischen Bevölkerung, wobei sie sich stellen, als ob die! milden Gaben der geoffenbarten Lehre. Festpredigt am Offenletztere in Rumänien niemals die kleinste Anfechtung erlitten! barungsfefte :c. nebst einem Anhang (!) Gebet für Se. Majestät hätte. Sie sprechen dem Congreß das Recht ab, diese Ver-!den Kaiser von Dr. Leimd örfer, Rabbiner. Nordhausen, hältnisie, die nur innere seien, auch nur zu berühren, als ob j Dimmer, 187s. lieber Spr. 3, 10 werden die Wirkungen Rumänien als Staat nicht eine Schöpfung der europäischen! der treuen Anhänglichkeit an Gesetz und Lehre auseinander- Großmächte wäre und jetzt von ihnen die Unabhängigkeit forderte, welches Zugeständniß doch nur unter gewisien Bedingungen und Voraussetzungen gemacht werden kann. Die Herren Rumänen glauben verlangen zu dürfen, jedoch nichts zugestehen zu müsicn! Die Religionsfreiheit der Juden soll in Rumänien niemals angetastet worden sein'. Versagt man ihnen nicht zu Galatz bereits seit zehn Jahren die Erbauung eines Tempels, zu welchem das Grundstück längst angekauft ist? Verbot nicht jüngst der Bürgermeister von Jassy den Juden, ihr Vieh zu schlachten:'! Man will Europa weis machen, daß die Juden in Rumänien in keiner Weise benachtheiligt und geschädigt werden. Aber Europa tveiß, welchen Beschränkungen und Ausgesetzt. Es versteht sich, nicht in langem Leben, Reichthum und Ehre an sich, sondern in den Tugenden, durch welche diese erworben werden, sindet der Redner die Duellen des Heils. Jndeß hatte sich dieser durch die Wahl des Textes immer doch nur einen beschränkteren Kreis für die Betrachtung seines großen Gegenstandes gewählt. Das Gebet spricht sich in recht warmen, tief empfundenen Tönen aus. — „Deutsche Gebete zum Gebrauch für den Israelitischen Schülergottesdienst. Gesammelt und herausgegeben von I. Grunwald, Prediger und Religionslehrer an der Svnagogen-Gemeinde zu Leobschütz, Witke, l 87S. Das an sich zweckmäßige und ansprechende Büchlein (S. 17.) entspricht insofern nicht ganz dem Titel, schließungen auch in gewerblicher Beziehung die Juden in diesem j als es nur einige Morgengebete, ein Tisch-, ein Abend-Ge- Lande unterworfen sind, wie oft sie aus ganzen Bezirken plötz-! bet und einen Schülergottesdienst am Sabbathnachmittag und lich vertrieben worden, wie oft hoher und niedriger Pöbel! hierzu 6 Nummern Sabbathlieder enthält. Diese Gebete und gegen sie losgclaffen wird, ohne daß bei den Gerichtshöfen j Lieder sind aus dem Geiger'schen Siddur und dem Gebetbuch Recht zu finden ist. Jndeß lohnt es sich kaum der Mühe, j der Berliner Reformgemeinde entnommen und vom Herausdies Alles ins Gedächtniß zurückzurusen, denn die Thatsachen! geber dem Zwecke gemäß überarbeitet. Bei den leider obsind constatirt, und das Leugnen von rumänischer Seite wird! waltenden Verhältnissen, wo es einer großen Zahl jüdischer so unbedingt fortgesetzt, das; cs nur bei denen verfangen kann, , Schüler und Schülerinnen unmöglich gemacht ist, den öffentdie selbst gern lügen, sobald es die Juden betrifft. Tahcr^ lichcn Gottesdienst am Sabbathmorgen zu besuchen, wäre es ich gestehe cs offen, hat die Nachricht, welche die 3!. Fr. Pr. dringend wünschenswerth, daß dieses, übrigens auch schon an zu Wien brachte, die Vertreter der wollten mit den! einigen anderen Orten gegebene Beispiel eines besonderen serbischen und rumänischen Ministern in Berlin ein Abkommen! Gottesdienstes für die Schüler am Sabbathnachmittag nachgcsinden, hier sehr verstinnnt, und mit Recht sagte Ihr Blatt,! ahmt werde, wozu dann das vorliegende Büchlein vassend zu daß ein solches, selbst schriftliches Abkommen nichts als ein : verwenden wäre. Es setzt voraus, daß damit auch eine Predigt leeres Stück Papier wäre. Zum Glück wissen wir bereits,! oder sagen wir wenigstens eine Ansprache verbunden wird, daß diese Nachricht eine erfundene ist. Bemerken will ich noch,! Bei einer zweiten Auslage könnte die Austvahl der Lieder daß es an Entgegnungen wider die rumänischen Blätter nicht fehlt, und wir freuen uns, daß es gerade ein in Bukarest erscheinendes deutsches Blatt ist, welches unsere Vertheidigung wacker führt. Es ist dies die Epoche, und ich verweise nur aus deren -Nummer vom 20. Juni, um zu zeigen, daß geschieht, was möglich ist. etwas vermannigfaltigt werden, da die gegebenen zu einförmig und ohne jeden Bezug auf die Jugend find. - Wir erhalten aus Chicago die Probenummer eines neuen Blattes ,,üio Jewish Advance,“ das auch einige Spalten jeder Nummer in deutscher Sprache bringen will. Tie vorliegende Nunnncr erweist, daß das Blatt nicht jene Blaffe von Allotria zu-