Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 41 (1877)
- Issue
- Heft 40 (2.10.1877)
- Date
- 1877-10-02
- Page
- Seite 633 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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633 zu Beelitz, zu Karlstadt, Oberrabbiner vr. Klein und die Gemeinde zu Papa, die Gemeinde zu Szegedin, Rabbiner vr. Kisch und die Gemeinde zu Zürich. Neben den Gemeinde» haben wir noch hochachtbare Vereine hervorzuheben. Von der Allianz« israelite universelle: Paris, 10. September 1877. Geehrter Herr! Wie wir erfahren, feiern Sie am 12. dieses Monats das Jubiläum Ihrer literarischen Thätigkeit. Das Comits preist die Fruchtbarkeit Ihrer Arbeiten und die Dienste, welche Sie der jüdischen Sache durch die „Allgemeine Zeitung des Judenthums" geleistet haben, welche Sie feit vierzig Jahren redigiren und welches das älteste israelitische Journal unter den jetzt existirenden ist. ES schließt sich Ihren zahlreichen Freunden an, um Ihnen seine herzlichen Wünsche und Gratulationen auszufprechen. Genehmigen Sie, geehrter Herr, die Versicherung unserer Hochachtung. Im Namen des Central-ComitLs. Der Präsident: Ad. CrLmieux. Isidor Loeb, Secretar. Bon der israelitischen Allianz in Wien: Hochgeehrter Herr! Die „Israelitische Allianz zu Wien", deren Aufgabe es ist, für die Rechtsgleichheit und für die Freiheit ihrer Glaubensgenossen zu wirken, den Unterricht und die Bildung derjenigen von ihnen zu fördern, die sich der Segnungen einer entwickelten Cultur noch nicht erfreuen, und endlich wissenschaftliche Leistungen des Judenchums zu unterstützen, findet in diesem dreifachen Wirkungskreise dreifach die Veranlassung, Ihnen zu Ihrem fünfzigjährigen Schriststellerjubilaum ihren Gruß und chre Glückwünsche zu senden. Wir feiern in Ihnen einen muthigen und beharrlichen Vorkämpfer für die Rechte der Juden, der stets durch Wort und Schrift auf die Vereinigung und Verbrüderung Aller hingewirkt und dadurch es möglich machte, daß in den Wall ererbter und böswilliger Vorurcheile, in die Mauer schmachvoller Ausnahmegesetze eine Bresche nach der andern gelegt wurde. Wir feiern in Ihnen den eifrigen Förderer jüdischer Volkserziehung, denn für die Bildung und Aufklärung unserer Glaubensgenossen find Sie nicht nur auf dem Wege der Publizistik rastlos thätig gewesen, sondern Sie haben auch durch die Verbreitung Ihrer verdienstvollen Werke unmittelbaren Einfluß auf die jüdische Volksbildung geübt. Ueberlaffen wir es Anderen auszusprechen, was Sie der jüdischen Wissenschaft bedeuten, so ist es doch auch unsre Pflicht hervorzuheben, wie sie diese Wissenschaft durch die Gründung des „Israelitischen Literatur-Vereins" gefördert haben. Ihr ganzes Leben war dem Wohle Ihrer Glaubengenoflen geweiht, mit heiliger Begeisterung haben Sie für alle Interessen derselben gekämpft. Mit inniger Genugthuung, mit wahrer Freude dürfen Sie auf die Erfolge blicken, von denen Ihre Begebungen gekrönt worden sind. Und so bleibt unS nur der Wunsch auszusprechen, daß es der gütigen Vorsehung gefallen möge, Sie noch lange Ihrem so vielseitigen, edlen Wirkungskreise zum Wohle des Judenihums und zum Wohle der Menschheit zu erhalten, und daß Sie selbst noch das Prophetenwort erfüllt sehen mögen, daß die Erde voll der Gotteserkenntniß sei. Als Ausdruck dieser von uns kundgegebenen Gefühle beehren wir uns. Sie zu unserem Ehrenmitgliede zu ernennen, die wir mit dem Ausdruck unserer vorzüglichsten Hochachtung zeichnen Der Vorstand der israelitischen Allianz zu Wien: Joseph Ritter von Wertheimer, Präses, vr. Ignaz Kuranda, Präses-Stellvertreter, vr. Jellinek. H. Baumgarten. Moritz Dubs. Beruh. Singer. S. Gottlieb. B. Gutmann. vr. Weiß, Secretär. Vom Bet-hamidrasch-Verein zu Wien: Hochgeehrter Herr Doctor! Ein halbes Jahrhundert steht Ihre Feder im heiligen Dienste unseres Volkes, verbreitet Bildung und Aufklärung in die fernsten Lander, vertheidigt dessen Ehre und Recht gegen zahllose Widersacher und fördert die jüdische Wissenschaft und das jüdische Schriftthum. Kein zweiter Schriftsteller der Judenheit in der Gegenwart kann sich gleich Ihnen eurer so langen ununterbrochenen Thätigkeit, Keiner solcher Vielseitigkeit, Keiner solcher zahl- und segensreicher Erfolge rühmen. Ihr Auge überschaute unermüdlich das langgestreckte Gebiet der jüdischen politischen, socialen und geistigen Interessen in allen Welttheileu, uud Ihre Feder beleuchtete sie Woche um Woche in klarer und volkschümlicher Darstellung. Die griechisch-römische und die altbiblische, die philosophische und die politische Literatur nennen Ihren Namen rühm - und ehrenvoll! Wir handeln daher nur im Geiste des Instituts, an dessen Spitze wir stehen, und folgen nur dem Drange unseres jüdischen Herzens, wenn wir uns den Tausenden in Israel anschließen, um Ihnen zum 12. September 1877 unsere Anerkennung und Verehrung auszudrücken und um Ihnen zu dem seltenen Feste, welches Sie und Ihre werthe Familie begehen, unsere feierlichsten Glückwünsche darzubringen. Mögen sie noch lange in ungettübter Geistesftische und mit ungeschwächter Körperkraft zum Besten unseres Volkes und zu Ihrem eigenen Ruhme thätig fein! Wien, September 1877. Der Vorstand des Bet Ha-Midrafch-Vereins: vr. Jellinek. S. Apfel. E. Baumgarten. Arminio Cohn.