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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1877-05-01 · Heft 18 (1.5.1877) · p. Seite 282

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
41 (1877)
Issue
Heft 18 (1.5.1877)
Date
1877-05-01
Page
Seite 282 (sequence 6)
Language
German
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282 wahrscheinlich, daß vie Juden *). welche als Biehhirten in Gosen l umbilden, so sorgte doch von der anderen Seite der Zustrom aus einzogen und uns später ebendaselbst als Städtebewohner begegdem gewaltigen Nachbarerdtheile dafür, daß die semitischen Innen , bei der Bewirihschastung des Landes, welches ihnen zum saffen dieses Theils des Pharaonenreichs der Egyptisirung nicht Wohnsitz angewiesen worden war, mir helfen mußten. Jedenvollkommen verfielen. So ist es auch in spaterer Zeit und im falls stand zur Zeit des Auszugs die Fruchtbarkeit von Gosen I Osten und Norden der Landschaft Gosen bis heute geblieben in höchster Blüthe. Einige in jenen Tagen abgefaßte Berichte Die europäischen Kaufleute vertreten die Phönizier, die Beduinen egyptischer Beamten, welche sich auf Papyrusrollen erhalten haben, I auf den uncultivirten Flachen die semitischen Wanderstämme und schildern mit lebhaften Farben die Reize jener Landschaft, in der die eigenartigen Bewohner der Menzalegegend die Rinberhirten das Leben „süß" war und der Boden überreiche Gaben jeder! der alten Zeit." — Art spendete. In einem zu Lehden conservirten Papyrus be-! Weiterhin interessirt uns. was Bädeker aus demselben egyprichtet der Schreiber Keniamen seinem Vorgesetzten Hui, der zu! lologischeu Gesichtspunkte über den Auszug aus Egypten den hohen Beamten des Pharao der Bedrückung (Ramses II)! (S. 503) sagt. In einer Anmerkung giebt er auch die jüngste gehörte. Folgendes: „Darum hörte ich die Botschaft des Auges! Hypothese von Brugsch, die wir jedoch, da wir sie 1876 S. 102, (Beamtentitel) meines Herrn, lautend: „Gib Korn den egyptischen! 159 und 175 ausführlich besprachen und widerlegten, hier über- Soldaten und den Hebräern, welche Steine schleifen zum Bau! gehen. „Bis vor Kurzem gab es für die Kenntniß dieser Ereigder großen Borrathshäuser in der Stadt Ramses rc." Gewiß! uisie keine andere gleichzeitige Quelle wie die biblischen Bücher; jetzt sind vre Juden auch zum Bau neuer Canäle herangezogen worden,! aber ist es durch die aus dem alten Egypten aus uns gekommenen welche das dürre Land in Aecker verwandelten, die Mensch und I Denkmäler und Papyrusrollen und die Entzifferung der Hiero Vieh reichlich nährten und die Auswanderer mit Sehnsucht nach! glyphen möglich geworden, uns eine beglaubigte Vorstellung von den „Fleischtöpfen" Egyptens erfüllten. Pikhom, in dem vie! dem Zustauve Egyptens zur Zeit des Exodus zu bilden und die Juden Ziegel strichen, ist wie unten gesagt bei Abu SulemanI biblischen mit anderen gleichzeitigen Berichten zu vergleichen. Eine zu suchen, das zwischen Zakäyik und Tell el-Kebir südlich von der! Vergleichung des biblischen Berichtes mir den Denkmälern ergiebt, Eisenbahn lregeu bleibt und in deffen Nähe sich ein kleiner See I daß der erstere auf historischen Grundlagen steht. Die nüchterne befindet. Weiter hin bei dem Ruiuenhügel Rigäbe stehen lachen-! Liste der Stationen in der Wüste (4 Mos. 33) verdankt wahr artige Teiche, die in der Ueberschwemmungszeit nicht unbeträcht-! schemlich gleichzeitigen Aufzeichnungen ihren Ursprung. Die Juden liche Waffermengen enthalten und doch wohl unter den „Barka-! hatten sich nach Josephs Tode stark vermehrt und erfüllten mit bula" (rrisna) oder Teichen von Pithom gemeint sind, welche! anderen semitischen Elementen den gesammten Norvosten des Delta, ein Papyrus erwähnt. Als zweiter Schauplatz der Frohnarbeilen! während die ersten Pharaonen der 19. Dyn. in ununterbrochene wird Ramses genannt, das von Lepsius in der Trümmer statte! Kämpfe mit denjenigen Böllern verwickelt waren, deren Gebiet von Tell el-Maschüta wieder entdeckt worden ist. Die Umge-!an das nordöstliche Delta grenzte. Die Besorgniß, daß sich bungen dieser Orte waren reich bebaut, während damals wie I während der Abwesenheit des Königs und des Kerns der natronalheute ein anderer Theil von Gosen unbestellbar und höchstens | egyptischen Streit kraft die Juden zu den ihnen stammverwandten zu gewissen Jahreszeiten zur Viehweide geeignet gewesen sein kann. In dieser Ostmark des Reiches wohnte nur in den Städten eine vorwiegend egyptische Bevölkerung. Am Strande saßen Phönizier, auf den Wüstenflächen, welche hier das Fruchtland begrenzen und in daffelbe hineinragen, hausten damals wie noch heute zeltbewohnende Beduinen, während in den Marschen Feinoeu des Reichs schlagen möchten, lag nahe und wird in der Bibel geradezu vom Pharao ausgesprochen. Ramses II., deffen Namen der eine Schauplatz der jüdischen Frohnarbeiteu führte, ist rer Pharao der Bedrückung, sein Sohn Meuephta (der Menephles des Manerhon) der Pharao des Auszugs. Die Denkmäler lehren, daß beide die alte Hyksosstavt Tunis, welche der Menzalegegend Rinderhirten, über deren semitische Herkunft von ihren Vorgängern wegen der in ihr geübten semitischen Culte die Denkmäler keinen Zweifel laffen, ihre Heerde hüteten. So gemieden ward, wiederum mit prachtvollen Monumenten schmückten, war der an Asien grenzende Theil des nordöstlichen Egyptens, Tanis ist bas biblische Zaon, in dem „Mose seine Wunder that d. i. Gosen, von semitischen Elementen in ähnlicher Weise ervor Pharao."" „Nach Ramses II. Tode folgte ihm sein dreifüllt, wie die Ostmarken Deutschlands von slavischen. Mochte zehnter Sohn Menephta in reifem Mannesalter. Gleich am auch das stärkere Culturelement der Egypter die Fremden in Anfang seiner Regierung galt es schwere Kämpfe zu bestehen Gehorsam erhalten, und viele von ihnen anziehen und zu Egyptern | gegen die Libyer, welche sich mit streitbaren Inselbewohnern des Mittelmeeres verbündet und von der See her Egypten überfallen 1) Daß in diesem Buche an den Stellen, wo vom alten Israel in Egypten die Rede ist, oft „Juden" gesagt wird, ist um so weniger zu rechtfertigen, als sie nach den Egyptolozeu selbst auf den egyptischen Monumenten Apriu's hießen, womit auch 2 Mos. 3, 18. 5, 3 übereinstimmen, daß namtich die Egypter nur den Namen Jbrim kannten. | Redaction. hatten. Aber es gelang ihm, sie niederzuwerfen. Siegreich konnte er in Theben eiuzieheu, dort große Bauten aufführen laffen uuv den wiffenschaftlichen Arbeiten der Priester Vorschub leisten. Gleich seinem Vater, resivirte auch er, wie die Monumente lehren,

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