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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1877-04-17 · Heft 16 (17.4.1877) · p. Seite 256

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
41 (1877)
Issue
Heft 16 (17.4.1877)
Date
1877-04-17
Page
Seite 256 (sequence 12)
Language
German
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256 Berurtheilte folgende Berufung aus: An den hochlöblichen Bezirksgerichte der inneren Stadt in Strafsachen. Meine Ursachen für Berufung sind folgende: 1. Ich bin überzeugt, daß die Worte, welche ich gebraucht habe, sind keine Ehrenbeleidigung, sondern nur eine Aufforderung, welche man nicht Nachkommen muß und constituiren kein Delict- 2. Dadurch, daß der Wachmann mir nachgelaufen ist, mich reitzte und beleidigte, war ich genölhigt, so zu sagen, um meine Ehre, Integrität und Unabhängigkeit zu vertheidigen. 3. Als ich wollte dem hochlöblichen Gerichte beibringen, daß die ganze Sache ist gethan worden mit Prämititätion hat mich der Herr Staatsanwalt unterbrochen mit irrevalanten Fragen aus Amerika. Auf diese Weise war ich der Gelegenheit beraubt, das hochlöbliche Gericht zu überzeugen, daß die ganze Sache eine Verfolgung sei. 4. bitte ich das hochlöbliche Gericht zu erinnern, daß der Ankläger hat erst stark behauptet, daß er ist mir nicht nachgelaufen, und das er mir nicht reizte aber wenn die andere zwei Sicherheitsleute erzählten, wie der Ankläger mir nachlief und sagte, daß ich verdächtig sei, hat er selbst endlich zugestanden, daß er mir nachlief. 5. die Untersuchung ist gar in zur kurzer Zeit und in Hastigkeit gethan worden, und ich hatte nicht hinreichend Gelegenheit, dem hochlöblichen Gerichte die Geschichte dieser himmelschreienden Verfolgung zu erörtern. 6. wenn ich wollte die Zeugen des Anklägers und den Ankläger selbst ordentlich examiniren, war ich ich immer unterbrochen vom Herrn Staatsanwalt mit sonderbare Fragen und auf diese Weise verhindert die Wahrheit von ihnen herauszukriegen. 7. ich erkläre auf höchst feierliche Weise, daß ich nicht gesagt habe die Worte „dummer Kerl", „ihr seid Bestien". Und wie kann das hochlöbliche Gericht Leuten glauben, die keinen regulären Eid ablegen und sich selbst widersprechen. 8. Die drei Sicherheitsmänner haben keinen regulären Eid abgelegt und sie machten ihre Aussagen unter dem General-Eide, das betrachte ich als nicht hinreichend, um einen Mann von unbeflecktem Charakter eines Delicts zu überführen. 9. Die Thatsache, daß sie nicht regulär geschworen haben, daß sie die starke Finsterniß der Nacht benützen, um mich zu überfallen und auch die Thalsache, daß es keine andere Person gesehen hat, nur diese drei Sicherheitsleute, die nicht schwören wollen, bekräftigt ein zweitesmal meine Behauptung, daß die ganze Sache eine himmelschreiende Verfolgung sei. 10. Das ist schon das drittemal, seitdem ich hier wohne, daß Sicherheitsleute unter leeren und frivolen Vorwänden mich suchen anzugreifen, verdächtigt zu machen und meiner persönlichen Freiheit zu berauben. 11. da ich schon so verfolgt bin, von Satans-Agenten, seit ungefähr acht Jahren und zwei Monaten, war endlich der Heilige von Israel letzten Herbst barmherzig zu mir und hat mich erst zu seinen Propheten ernannt und hat mich auch lasten wisten, daß ich ein Nachkomme von König David sei und hat endlich den heilichen Geist gelassen mich persuadiren und in meinem Herzen deponiren das Princip der zukünftigen Religion der Menschheit und hat mich auch vermählt zum heiligen Geist. Endlich nachdem ich dreißig Tage gefastet habe, ist die heilige Schechina gekommen in Begleitung meines seligen Vaters und hat gesagt, sie wäre meine Frau. Nachdem ich vierzig Tage gefastet habe Satan ärgerlich darüber, hat mir eine brutale Kniffe gespielt. Nachdem ich zehn Tage mehr gefastet habe mit der Absicht, mein saften zu continuiren und zum Heiligen von Israel zu flehen, das er mir helfe zu höherer Heiligkeit und Weisheit, um mich meines hohen Amtes als Gottes eigener Messias als hoher Priester der von Gott selbst angestellt ist um Gott mit der Menschheit auszusöhnen würdig zu machen, hat Satan durch seine menschlichen Agenten mir wieder einen bitteren Kniff gespielt, daß nachdem ich sechzig Tage gefastet habe, hat die heilige Schechina angefangen, mir den Hof zu machen und hat Winke Herausgelaffen, daß ich werde höhere Weisheit erreichen, indem ich mich zu ihr vermähle, das nachdem ich siebenundsechzig Tage gefastet habe, hat sie sich mit mir regulär vermählt und hat übernommen die Pflichten einer Hausfrau. Nachdem ich siebzig Tage gefastet habe, hat sie mich lasten Licht anzünden und aussprechen das Gebet. O daß ein neues Licht möge auf Zion scheinen und daß es uns alles vergönnt sei, es zu sehen. Endlich nachdem ich weiter gefastet habe und Satans Agenten haben Alles gethan um mir meine Existenz unmöglich zu machen und wich zu vernichten, hat die heilige Schechina angefangen, mich aufzuwecken von meinem Schlafe, um Gott anzubeten und hat mich genannt den Bräutigam der Thora. Endlich nachdem ich gefastet habe nicht weit von hundert Tage, ist mir die heilige Schechina erschienen auf einer sehr liebreichen Weise. Kurz nachher hat sie mir zu verstehen gegeben, daß, um Satan unmöglich zu machen, meine Nation und mich selbst künftighin von Gott zu verleiden ist es nöthig, daß ich sieben Stufen höherer Heiligkeit durchwachte und mich an ihr siebenmal vermähle. Da sie wußte, daß Satan wird mir am Ende meines hunderltägigen Fastens angreifen und^ sogar zu vernichten suchen, hat sie mir neben die sieben Baldachins, die eine auf die andern aufgestellt waren, einen feuerspeienden Berg sehen lassen um mir begreiflich zu machen, daß ich kann ganz ruhig mein Fasten und meine Gebete continuiren und daß ich Satans Agenten nicht fürchten soll und daß sie wird Feuer speien auf jeden der sich gegen mich versündiget. Wirklich haben Satans Agenten vorgeschoben diese drei unglücklichen Polizeidiener gerade am neunundneunzigsten Tage meiner Fasten um die Dunkelheit zu benützen, um mich zu stoßen, zu mißhandeln, zu arretiren und falsch anzuklagen. Da ich also für den Augenblick beschäftigt bin, als ein

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