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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1877-01-09 · Heft 2 (9.1.1877) · p. Seite 30

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
41 (1877)
Issue
Heft 2 (9.1.1877)
Date
1877-01-09
Page
Seite 30 (sequence 14)
Language
German
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30 Aus der jüngsten Reise des deutschen Kaisers in Schlesien erzählt man, als derselbe in Pleß einfuhr, am Kriegerdenkmal stillhielt und Biele diesen Augenblick benutzten, Bittschriften anzubringen, befand sich unter den Leuten, die sich in dieser Absicht an den Wagen des Kaisers drängten, eine hochbetagte jüdische Frau aus Sorau; sie überreichte dem Kaiser ein Gedicht, — ein Gedicht, das sie als neunjähriges Mädchen, als der jetzige Kaiser von Deutschland vor circa 60 Jahren einmal als Prinz von Preußen nach Sorau kam und ihm die Schule entgegenzog, vortrug. Die alte Frau war extra aus Sorau nach Pleß gefahren, um den jungen Prinzen auch einmal als greisen Kaiser zu sehen und ihm das Gedicht zu überreichen. Der Kaiser unterhielt sich sehr huldvoll mit der Frau. Anzeigen. Hotel de Saxe in Berlin. Burgstraße 20 neben der Börse. R.0Stcl.Iir«Mlt a la Carte von Früh bis Abends. — T«lM© d’hote um 2 Uhr. Preis 2 Mark im Abonnement 1 Mark 50 Pf. AllNINtD zu soliden Preisen von 1 Mark 50 Pf. an. — Hötelwagen zu allen Hauptzügen aus den Bahnhöfen. — Es empfiehlt I. Cohn, (B. 57/1877.) Hotelier und Traiteur. Die hiesige jüdische Lehrerstelle ist vacant und wird ein fix. Gehalt von 900 Mark zugesichert. Durch Privatunterricht sind außerdem 300 Mark sicher zu erzielen und sollen Bewerber, welche Qualification an der Simultanfchule angestellt zu werden haben. bevorzugt werden. Mewe > Westpreußen), 28. December 1876. Vvr Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Herrmann Löwenffein. Zum ersten April 1877 ist die hiesige israelitische Religionslchrer- und Cantorftelle mit einem Jahresgehall von 1500 Mark anderweitig zu besetzen. Unverheirathere, gut qualificirte, möglichst musikalisch gebildete Bewerber, welche sich über ihre Leistungsfähigkeit seitheriger Thätigkeit und Führung genügend ausweisen können, belieben sich baldigst an den unterzeichn. Vorstand der Cultusgemeiade zu wenden. Weilburg a. d. Lahn, den 25. December 1876. D. Dreyfus. In der hiesigen Gemeinde ist baldmöglichst die Stelle eines Religionslehrers, Borbeters u. Schochet zu besetzen. Dieselbe trägt bei freier Station ca. 400 Reichsmark ein und ist eine so angenehme als leichte. Offerten erbittet Bruel i/Hl., im December 1876. (11. 04963.) Der Vorsteher: Julius Joel. Die israel. Gemeinde im Hamburger Amt, Cuxhaven, sucht zum 1. April 1877 einen Religionslehrer, Schächter und Borbeter. Gehalt bei freier Wohnung und Mitlagstisch incl. Schechita 450 Mark. Die Unterrichtsstunden werden nur am Sonntag beansprucht, mithin Gelegenheit zu Nebenverdienste geboten. Reflecianten wollen sich beim Vorsteher der Gemeinde, B I. Brady melden. Einen Candidaten mosaischer Religion suche ich von sofort als Hauslehrer für meine 4 Knaben von 6 bis 13 Jahren, die das hiesige Gymnasium besuchen. Hauptbedingung pädagogische Erziehung, Lateinisch, moderne Sprachen, Musik erwünscht. Bewerber, im Besitze guter Zeugnisse über bisherige Thätigkeit, bitte unter Angabe ihrer Bedingungen bei freier Station sich zu melden bei H I. Begrenz, Fabrikbesitzer in Fürsteuwalde bei Berlin. Es finden bei mir noch einige Knaben, welche hiesige Schulen besuchen, gute Pension. Herr Rabbiner Dr. Adler hier ist gern bereit nähere Auskunft zu geben. Cassel (Hessen). F. Kleeberg. In e. geb. Farnilie in Leipzig finden Pensionäre freundliche Aufnahme. Gelegenheit zur Erlernung mehrerer Sprachen geboten. Gefl. Offerten unter 8. 8. l an die Baumgärtner'sche Buchhandlung in Leipzig. Ein Lehrling kann in meine am Sonnabend und Feiertagen geschloffene Lederhandlung sofort bei freier Station eintreten. (B. 110.) Frankfurt a/Od. Isaac Joseph.

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