Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 40 (1876)
- Issue
- Heft 37 (12.9.1876)
- Date
- 1876-09-12
- Page
- Seite 593 (sequence 3)
- Language
- German
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593 werk steht und das Grabmal Absalom's genannt wird, so kann diesl er Kriegsmaschinen 3), und setzte große Säulen umher, und bilzu Josephus'Zeit noch nicht gestanden haben, und nicht von Juden dete auf den Säulen Rüstungen zum ewigen Andenken, und errichtet sein. Dasselbe wird in dem jüngsten Reisewerke (dem neben die Rüstungen eingehauene Schiffe, so daß es gesehen trefflichen Bädeker's „Palästina und Syrien" S. 232) folgenderwurde von Allen die auf dem Meere schiffeten. Dieses Grabmal, maßen geschildert: „Dieses Denkmal ist ein großer Würfel von s welches er zu Modin errichtete, stehet bis auf diesen Tag." — 6 M. ins Geviert und 6.5 M. Höhe, der aus der Felswand ausgehauen worden ist; es steht nach 3 Seiten frei in Felsen, von diesem, durch einen ausgehauenen Gang von 2,6 bis 2,9 M. Breite getrennt, steckt jedoch östlich lief im Schutt. Da der um- Hierüber berichtet Josephus (Antiq. Jml. 13, 6, G): „Simon aber erbaute dem Bater und den Brüdern aus weißem und polirtem Gestein ein großes Monument, und zwar auf einer großen und weithin sichtbaren Höhe. Säulenhallen umgeben es, gebende Felsen nicht hoch genug war, um das Ganze aus einem und Säulen, jede aus einem Steine, ein bewunderungswürdiges Stück zu fertigeu, wurde über dem massiven Unterbau ein viereckiger Aufsatz von großen Steinen aufgeführt. Darüber liegt Werk. Hierzu erbaute er auch sieben Pyramiden, jedem der Ellern und Brüder eine, ebenso schön wie groß, die noch bis eine Trommel und diese läuft in einen niedrigen Spitzthurm I heute erhalten sind." — Verbürgt hierdurch Josephus den Beaus, welcher sich ganz oben ein wenig auseinander breitet, wie stand des Mausoleums noch zur Zeit res Falles von Jerusalem, eine sich öffnende Blume. Das Ganze ist vom Schutt an gerechnet 14,6 M. hoch und hat ein fremdartiges Aussehen. An den Seiten des Felsenwürfels befinden sich je vier Halbsaulen mit stark vorspringenden Capitälen jonischer Ordnung, die an der Westfront am besten erhalten sind. Sie tragen mit sammt den Eckpilastern einen Fries und Architrav von dorischer Ordnung. Der eigentliche Eingang in das Innere des Gebäudes ist verschüttet, doch kann man durch ein Loch von Norden aus hineinkriechen." Eine schöne Abbildung des Bauwerks haben wir in also ungefähr zwei Jahrhunderte nach deffen Errichtung, so ergänzt er auch mit einigen Ausdrücken den Bericht des Makkabäerbuches, deffen Berfaffer ziemlich gleichzeitig mit den Makkabäischen Kämpfen lebte. Eine spätere Nachricht finden wir noch bei Eusebius und Hieronymus (st. 420), welche die Grabmäler selbst gesehen. (Onomasi. Art. Motlim). Später wurde man über die Lage von Modin durchaus zweifelhaft, und wollte es bei S6ba, eine halbe Stunde von Jerusalem, finden, was darum irrig ist, weil nach der oben angeführten Stelle das Denkmal unserem Bibelwerk B. II, S. 443 gegeben. Daffelbe stammt weithin vom Meere aus gesehen werden kann, was bei S6ba also aus der nachjüdischen römischen Zeit her, wie die Ornamente bezeugen. Zu wessen Andenken es errichtet worden, gerieth in gänzliche Vergessenheit, und als man das Denkmal Absaloms der Schrift nach im Königsthale (Thal Jehosaphat) suchte, glaubte man es in dem gedachten Grabmale zu finden Ueber vermeintlichen Grabstätten berühmter und verehrter Per sonen Grabgebäude zu errichten, wurde zur Sitte. So z. B. das Grabmal Mordechai's und Esther's Schrift keine Andeutung — zu Hamrdan unserem Bibelwerke B. III, S. 7 83), an welches Gebäude unmöglich ist. Vielmehr lag Modin nahe bei Lydda. Das Monument mußte also zerstört sein, weil sonst die Lage von Modin niemals zweifelhaft hätte werden können. Die Kämpfe gegen die Syrer waren noch nicht zu ihrem Ende gelangt. Schon im Jahre 166 v. d. g. Z., wenige Monate nach dem glücklichen Anfänge der Empörung, war der greise Bater Matthatias verstorben; 163 fiel Eleasar in dem Kampfe um wovon in der I Bethsur, als er durch einen kühnen Streich dem Bruder den (s. Abbildung in | Sieg verschaffen wollte, indem er unter den Bauch eines Elephanten, auf welchem er den König sitzen glaubte, kroch und ihn die locale Tradition seit undenklicher Zeit die Namen der Beiden I erstach, aber von dem fallenden Elephanten erdrückt wurde. Zwei knüpft. Jahre später (161) fiel auch Juva im verzweifelten Kampfe bei Gerade im Gegensatz ist uns ein jüdisches Grabmonument Elasa. Weniger glücklich endete Jonathan, der 144 sich von geschichtlich verbürgt, aber seine Reste sind verschwunden, wenigdem Syrer Tryphon überlisten ließ, und vertrauensvoll nach stens bis jetzt nichts davon wieder aufgefunden. Es ist dies das Ptolemais gekommen, von diesem hingerichlel wurde. Simon, Mausoleum der Makkabäer zu Modin, der Vaterstadt der letzte der fünf Söhne des Matthatias vollendete das Beder berühmten Hasmonaischen Familie. Im ersten Buche der freiungswerk und wurde Hoherpriester und Fürst des jüdischen Makkabäer 13, 25 heißt es: „Da sandte Simon hin und ließ Volkes. Die genannten Helden waren zu Modin bestattet wordie Gebeine Jonathan's, seines Bruders, holen, und begrub sie den, und jetzt, im Jahre 143, begann Simon den Bau des zu Modin, in der Stadt feiner Väter. Und es beklagte ihn ganz prächtigen Grabmonumentes. Den Namen des Baumeisters Israel mit großer Klage und betrauerte ihn lange Zeit. Und wissen wir nicht; daß es, wie so viele andere, noch spätere Grab- Simon führte ein Bauwerk auf über dem Grabmal seines Vaters und feiner B-ii-er, und iuu-I- -s hoch «°u Ansehen mit ge- « J1 TS, aber,--?,. Das „ v „ Wort bedeutet aber fpeciell Kriegsmaschinen, und da an dem Bau hauenen Sternen von hinten und von vorne. Und er stellte Abbildungen von Rüstungen und Schiffen befanden, um den darauf sieben Pyramiden, eine der anderen gegenüber, für seinen kriegerischen Charakter derer zu bezeichnen, die darunter ruhten. Vater, seine Mutier und seine vier Brüder. Und auf sie bildete! so waren auch Abbildungen von Kriegsmaschinen ganz am Platze. 37*