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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1876-03-21 · Heft 12 (21.3.1876) · p. Seite 185

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
40 (1876)
Issue
Heft 12 (21.3.1876)
Date
1876-03-21
Page
Seite 185 (sequence 5)
Language
German
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185 gaben nach Raschi: nt>5:, mit Dalech, die richtige. Im Samaritanischen heißt N2-57 Zauberer und der Samarit übers. Exod. 22, 17: Eine Zauberin sollst Du nicht leben lasten: -«o: Tnnr Nb. S. 93. s. v: nc752n, Magier, wird als Citat aus Baba bachra 58s angeführt: -22a 227777 N2752N, ein Magier, der ein Tcvtengräber war; wahrsch. behufs Nekromantie. Es ist merkwürdig, wie der Verfasser, ein so gründlicher Kenner des Talmud, diese Stelle mißverstanden! Bekanntlich beerdigen die Parsen, Gheber, ihre Todlen nicht, sondern geben sie den wilden Thieren preis. Deshalb schänden die Parsen öfters die Gräber, um die Leichen den Thieren vorzuwerfen. Im Talmud wird häufig über diese Gräberschändung der Ghebern, -rzr,, geklagt und auch namentlich, Iebamoth 631> erwähnt, daß als die Ghebern in Babylonien zur Herrschaft gelangten, so verboten sie den Juden die Beerdigung der Todten. In der obigen Stelle wird also auch erzählt, daß ein Magier die Gräber schändete und aufwühlte und er thal dies nicht wegen Nekromantie, sondern aus religiösem Fanatismus. S. 95 s. v. ton, Kanal, Teich, wäre auf die syrische Bedeutung des Worteshinzuweisen gewesen. Die Peschitto übers. Nehemias 2, 14: Ich ging an den Königsteich: Nnbm n-cn't. S. 217 s. v. 2-2 und S. 198 8. v. -p2 emendirl der Verfasser Genesis rabba. Ab. 87 in Beziehung auf Spr. 7, 11: NTtn N-r; 772—2 in 772—2. Allein das Substantiv 772*0 ist von dem Verb. herumirren abgeleitet, das wohl im hebräischen blos im Nifal, Exod. 14, 3; aber im Neuhebr. auch im Kal gebraucht wurde. Man muß demnach übers.: Sie schweift herum und ist unbändig. Vergl. Buxtorf Lex. ihal. col. 295, der zum Theil das Richtige bemerkt: S. 243: Trp-no, Schlag im Rücken. Das Wort hängt wahrscheinlich mit dem gr. xmaviui ~ dvuxQv zusammen und bedeutet eigentlich gegenüber. I. Schek 7, 25»>: n-b 2-“- 77777 b'rri;N*7 72 .rrp-r:= 77-b a-nrrpo:*:;n" ba-t spinin Wer herein kam, gab ihm einen Schlag auf's Herz, und wer hinaus ging, gab ihm einen Schlag auf den Rücken. Die Ableitung des Wortes np-no aus dem Griechischen ist gewiß höchst unwahrscheinlich. Allein das Wort ist rein semitisch und stammt vom Verb, pro, Ezech. 16, 40, stoßen, ab. Das 7 ist eingeschoben, wie dies so häufig der Fall ist. Es ist also npoo von pro mit eingescbobenem : abzuleiten und man muß also übers.: Wer herein kam, gab ihm einen Faustschlag is. Aruch s. v. pn-777) und wer hinaus ging, versetzte ihm einen Stoß. Nebenbei bemerken wir, daß wir das Citat am bezeichneten Orte nicht fanden! S. 258: NC'C’' -12 n. p, Name eines Amvra. Dieser Eigenname ist aber auch identisch mir dem Namen Jzales, dem Sohne von Monobaz, König von Adiabene. Es ist der Name N2-a- Jzares hier von Wichtigkeit, weil er mit der Sage von dessen Geburt zusammenhängt. (S. Josefus Alterth. XX, 2. 1). S. 293 s. v.: 72a, vermischen, kneten. „Uebertr. Levit. rab. Ab. 29: 1222 '12, in der vierten Stunde rührte Gott die Erbmasse zusammen, um den Menschen daraus zu bilden." Herr vr. Levy har hier übersehen, daß 72a im Syrischen bilden bedeute und daß die Peschitto, Genes. 2, 7 übers.: 'izm «-or anrrb ntön 7257. Obige Stelle muß demnach übersetzt werden, wie es auch aus dem Zusammenhang hervorgeht: In der vierten Stunde bildete Gott die Erdmaste u. s. w. S. 311 8. v. *7—775, Galearius, Knappe. Nas. 66 b: 1*77277 y—n2>m 777777722 t5ro 77577. Die Knappen zetteln den Krieg an und die Helden tragen die Siegespalme davon. Es ist diese Uebersetzung nicht ganz richtig. Es muß heißen: Die Knappen kämpfen im Kriege, d. h. setzen sich der Gefahr aus, und die Helden, Anführer, tragen den Sieg davon. Das Ztw. -poro stammt von **i5n, streiten, kämpfen, ab, das besonders im Samarit. häufig vorkömmt. Herr L. leitete dies aber ab vom Zeilw. -o, reizen; aber die Construction -p-isro 772777722 mit 2 läßt sich durchaus nicht damit vereinigen. S. 312 8. v.: «rc75. N. patr. ein Gothe. Thr. rab. 8. v. r’72. 61: -p-b n-bap n:n 'Nr:*; -777 77'7 “72N. Ein Gothe sagte zu ihm: ich habe diesen, Bar Kochba, erschlagen. Allein zur Zeit des Bar Kochba dienten die Gothen noch nicht unter den Römern und darum können hier die Gothen nicht gemeint sein. Wir haben in Frankel's Monatsschrift, 1860, S. 120, in unserem Artikel: „Die Seelen der Samaritaner", nachgewiesen, baß unter *«»7775, die Gorlhäer, welche Epiphanins als eine Secte der Samaritaner anführt, verstanden sind. Die Samaritaner spielten eine verrätherische Rolle im Kriege des Bar Kochba, wie dies aus der Erzählung des angeführten Midrasch, wo die Gonlhäer oder Gorthäer sich ferner rühmten, noch zwei jüdische Helden geiödtet zu haben, klar hervorgeht. Ebenso sind unter *p*n75, S. 316, nicht Gothen, sondern Samaritaner, Churäer, wie schon Menachem de Lonzano bemerkt, verstanden. S. 325: *pa*5 igr. xrjuög, Maulkorb. . . Uebertr. geflochtenes Behälmiß. Suc. 36 b: Die Jerusalemer pflegten ihre Feststräußer zu flechten 2777 ba 777-77252 mit goldenem Flechtwerk. Wir zweifeln sehr, daß diese Ableitung aus dem Griechischen richtig sei. Der Samaritaner kennt bereits dieses Wort und übers. Genes. 41, 42: man legte Josef eine goldene Kette um den Hals: 77TN22 br 277*7 -pro 777a-. Auch in der obigen Stelle muß übersetzt werden: mit goldenen Ketten. S. 409: N727*!, Gespräch (eigentl. gr. dt/.ruuu u. s. w. ähnlich dem dö.rjf.tf.iuToy). Wozu aber erst nach Griechenland hinüber zu streifen, wo die hebräische Etymologie so nahe liegt, wie dies längst Asulai und R. Solom. Syrileio erkannt haben! «27-7, womit im j. Talmud und Midrasch Erzählungen und Sagen eingeführt werden, ist ein Composit. aus «77-7 n*i, dies läßt uns sagen und erzählen. Daß diese kleinen Bemerkungen dem hohen Werlhe des so großartig angelegten Werkes keinen Abbruch rhun wollen, versteht sich von selbst. Es ist jedoch Pflicht der jüdischen Gelehrten, die sich so vielfach mit dem Talmudstudium beschäftigen, diesem tresslichen Wörterbuche alle Aufmerksamkeit zuzuwenden

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