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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1838-08-18 · Heft 99 (18.8.1838) · p. Seite 400

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
2 (1838)
Issue
Heft 99 (18.8.1838)
Date
1838-08-18
Page
Seite 400 (sequence 2)
Language
German
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400 Doch rciehaben — aus gewissen Gründen — bisher noch kein Wörtchen über die Posencc Zustände abdrucken lassen, und wollen daher vorläufig, unsrem Vorhaben getreu, auch jetzt darüber nichts sagen, um die schweren direkten oder indirekten Beschuldigungen in dieser Beziehung zu beseitigen oder zu rechtfertigen, nur das wichtige Eingangs aufgestellte Thema, das noch nirgends ausführlich genug behandelt wurde, näher ins Auge fassen, um so mehr als dasselbe auch für andere Gemeinden — denn auch in Berlin fängt der Rabbinen-Spuk an, sein ernstes Wesen zu treiben — ersprießlich sein könnte, und vielleicht ein Scherflein bei den oberen Behörden zur Entscheidung in dieser Angelegenheit abgeben möchte. — Zugleich werden wir einige Auszüge aus einem Gutachten eines der größten Rabbinen unserer Provinz — der die erste Stelle in talmudischer Gelehrsamkeit nach dem seligen E. einnahm — in Betreff einer Rabbinen-Wahl wörtlich mittheilen r und es möchte uns nur sehr lieb sein, wenn gelehrtere Männer als wir, ihre Ansichten hierüber in dieses vielgelesrne Blatt niederlegen möchten. Bei der Lösung unsrer Aufgabe haben wir uns folgende Fragen gestellt: ») Was heißt Rabbiner und welche Funktionen liegen demselben ob? b) Ist das Rabbinen-Amt an und für sich ein solches, das durch Erb-oder durch Wahlrecht auf die Candidaten übergeht? und wenn letzteres der Fall ist, o) Wie muß die Wahl vollzogen werden? und d) Ist jede jüdische Gemeinde nach den jüdischen Gesetzen verpflichtet, einen Rabbinen an ihre Spitze zu stellen? Zur Zeit als noch ein jüdischer Staat existirt hatte, fungirte in demselben ein Collegium, unter dem Namen Synhedrium, welches sowol über das Mein und Dein (“"i m:i»ö) als in peinlichen Angelegenheiten (riivtp zu entscheiden hatte, und auch in ritueller Hinsicht vollgültige Aussprüche that. Der Präses (nTff'rt ibn-i) derselben wurde (trais Nasi, Fürst) benannt' und der ihm zunächst im Range war ma a« Vorsteher des Gerichts, welcher jedochnur über das Eigenthumsrecht (msiaa •'2‘h) zu urtheilen hatte. Der Nasi hielt auch anfänglich selbst öffentliche Vorträge, welche jedoch später einem besonder« Gelehrten (van) übertragen worden. So finden wir “iaa inr n, aan tnu n, (Horiotl3, 2. Bergt. Ketubot 103. 2. Maimuui Svn. Cap. 1. § 3. Junz Dortr. S. 37 und 337). — Zn jeder Stadt war ein von dem großen Srnhedr. installirter Richter ('pra), der gelehrt , anspruchslos und bei der Gemeinde beliebt sein mußte *). (Fortsetzung folgt.) Die jüdisch-theologische Facultät. (Fortsetzung.) Transport 10,471 Thlr. 16 Gr. Fortsetzung der Sammlung zu Kö- . nigsberg, einges. durch Hrn. vr. Freistadt. 1546) Herr I. A. Lilienthal, Buchh. 1 » — - 47) - S> Mannheim, Commis 1 - —. e 48) - M. Löwinsohn, Commis 1 - — » 49) - Dr. med. L. Hirschfeld. . 3 - — - 50) t Dr. med. I. Hirschfeld . 3 - — - 51) - M. Jaraslawki, Kfm. aus Drengfurth ....... 1 - — - 52) » K. L. Banglaß, Kfm. aus Wormditt. 3« —; 53) s N. M. Marcuse, Kaufm. aus Wehlau. 5 - — - Sammlung zu Woldenberg, einges. durch Herrn B. Behrend. 1554) Herr Abr. Bergen, ...... 5 - — - 55) - Dr. Lubarsch. 3 s — s 56) - Meyer Rubenstein.... 2 - — - 57) » Selig Hirsch.. . 2 , — ( 58) s D. H. Daniel. 8 - — * S.zuFalkenburg in Pommern, rindurch Denselben. 1559) Herr H. Hgllow ....... 3 - — , 60) - H. R. Aaron. 2 - _ s 61) - I. Falkenhein ...... 2 - — - 62) « Jtzig Cohn. 1 $ — * 63) - A. Orbach .. 1 . _ , 64) , I. Pulvermacher, Lehrer. 8 . — - 65) - H. Kronheim. 1 s — * 66) t S. Bernhardt ...... 1 , — r 67) - I. Orbach in Neu-Wurow 1 - , — - S. zu Rastenburg in Preußen, einges. durch Herrn L. I. Levenstein. 1568) Herr L. I. Levenstekn. 10 - — - 69)Mad. Levenstein. 5* — - _ Latus 10,534 Thlr. 16 Gr. *) aan rein« V-a ■j'ama (n'an ina) tnaa »i'i^a «w!-mu n-naan nan (Trakt. Synh. 89, 2.)

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