Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1875-06-08 · Heft 24 (8.6.1875) · p. Seite 384

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
39 (1875)
Issue
Heft 24 (8.6.1875)
Date
1875-06-08
Page
Seite 384 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/3224737-3227014-3227039--33588-3303391
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

384 soll, gelegt wurde. Es geschah dies in Gegenwart vieler christl. Honoralionen, namentlich der Gesandten der Bereinigten Staaten und Italiens. Die Mitglieder des deutschen Musikclubs waren zugegen und hoben nicht wenig die Feier durch ihren vortrefflichen Gesang. Der durch die Munificenz des Herrn Henry Meiggs (Christ) geschenkte Begräbnißplatz liegt bei Baquijano, ungefähr zwei englische Meilen von Callao und fünf Meilen von Lima nahe an der Eisenbahn. Nachdem verschiedene Schriftstücke und Münzen in den Grundstein gelegt worden, thaten die Borstandsmitglieder, die Herren Charles Herzberg, Michael Badt (aus Exin in der Prov. Posen), N. Hurwitz und M. Bar die ersten Hammerschläge; der erstere sprach ein Gebet und eine Rede in deutscher Sprache, der zweite in spanischer, der dritte in englischer und der vierte in französischer Sprache — ein recht lebendiges Bild, wie in unserer Zeit Israel, immer einig in seinen religiösen Angelegenheiten, in seinen einzelnen Gliedern den Völkern angehört, in deren Mitte sie leben. Hiernach hielt Herr Jsaac Lawton eine längere Rede, in welcher er zuerst allgemeine Betrachtungen über das menschliche Leben anstellte, alsdann über die höchsten Grundsätze der israelitischen Religion und deren dereinstige Verwirklichung der ganzen Menschheit sprach. So ist auch in Peru, wie einst durch Erwerb eines Begräbnißplatzes seitens Abrahams in Kanaan, dem Juventhume eine friedliche Stätte erworben. e u i l l e t o n. Uebersicht über biblische Arbeiten. Weither College! Die Vollendung der Prachtbibel für Israeliten mit meiner Ueberfetzung und den Dorischen Kupfer- ^stichen (Stuttgart, Hallberger) veranlaßt Sie, mir in Ihrer gesichtest'Zuschrift vom 18. d. den Wunsch auszusprechen, daß '^ch'erstmal eine Uebersicht über meine zahlreichen biblischen Arbeiten ziisaüstNenstelleü ' und in diesem Blatte geben möchte, selbstverständlich n'ichk b'töß dtrdn Titel, sondern von einigen Bemerkungen 'Äbek^'ÄnhÄt'Äid'Zweck''begleitet. Sie meinen jedoch nicht die vieM AkchäMün^eü übbr' biblische Gegenstände in den von mir reÄgmen' Zeitschriften;; vielmeHv die selbstständig erschienenen Schriftetii'''Äch'^omme'Jhrer'Güfft)rderung nach; denn es scheint 'MiL'bHt 'tMngemessen/ ckÄch'eltieüi'^o langen Zeiträume sich dä8'bedjußt M lüächen,' 'müd'dadurch jüngern Säften'"die Altftlüpfungspüiikte' zu'^A>eü'^''W^ wÄche sie ihre ÄÄkÄetL'Arveiien ünd 'BestrÄüiiHew schließt mkW.'^iü'-langer ZMbLÜrtr rst"ds? Am kü.'SöpttzmbÄ''1^2^ MHfenKSchWich, ''atfiFÖÖr Jahretr) ’ 'inrlne'"Äste1 Schrifk,'"^und^ Kikst?A6Ärj 'bibkischötr'Inhalts, 'nämlich:Sttbatfify "und' Nahurir^m MÄrisch-derltschÄ Äekersetzun^ (Hüllet'FirsÄttich; RÄff.'"V8K7 )^.''-'^Die metrische'Fbrrrt; ^^' hiÄbsi gMählt,' wardurchaus "jambisch/- nrir''döcß ^'Achk'b'er<IÄ'MLni für 'Betsglud 'nicht'^dieftlbe ürar/' svüdrrrr'voÄ' 'icheMMerkMd'lrhhch-i 'Äifchew^ange des DrUMteOL' Iteffratmt also! cdJ metrifche'Mäß ^mrk'dÄ MÄl VeÄegiiti^ ddr vÄbunke«^ und halte ich noch heute, wenn einmal aus der heiligen Schrift metrisch übersetzt werden soll, diese Weise für die angemessenstes Aber ich muß mir doch über dieses Werkchen einiger nähere Erklärungen zu geben, theils, weil es den Anfang mein eil Bruder in Halle Medicin, und ich besuchte das Gymnasium der Franke'schen Stiftungen. Neben meinen Gymnasialstudien betrieb ich eifrig meine hebräischen Fächer, wozu damals in Halle unter Gesenius vielfache Anregung und Forderung vorhanden war. Mein Bruder befaß nun einen vorzüglichen Göuner in dem Prof. l>r. Kurt Sprengel, dem berühmten Botaniker und Geschichtsschreiber der Medicin. Dieser Mann war ein Muster der Humanitär, wie es in diesem Maße und in dieser Reinheit des Charakters zu allen Zeilen selten ist. Ein gründlicher Kenner vieler Sprachen, war er auch ein tüchtiger Hebraist und Arabist selbst mit dem Talmud nicht ganz unbekannt, wie er z. B. in seiner „Geschichte der Botanik" in den Abschnitten erwies, in welchen er die biblische und talmudische Botanik ausführlich behandelt hat. Dies war denn auch rer Anknüpfungspunkt für die Gunst, die er meinem Bruver und zum Theil auch mir zuwandte, eine Gunst, die er auch über die Universitätsjahre hinaus bethätigte; denn er war es, der durch ein Schreiben an den preußischen Minister Altenstein meinem Bruder das preußische Staatsbürgerrecht verschaffte, welches damals für einen ausländischen Juden fast unerreichbar war. Liebte es doch Sprengel sÄbff/^sleine Gespräche in hebräischer Sprache zu Hallen. Ich hätte dirrttäls bereits das poetische Fieber, an welchem die Jugend '^''leiden 'pflegt^ und in diesem Sinne schien es mir eine würdige ^Allfgirbö/'i>ie)^welche ich am höchsten schätzte, in metrischer 'Fdrm 'äufkÄetr ^r^laffew, die Propheten. So hatte ich die oben AenänMit PtofflÄet^'^Mch^ "den besten damaligen Hülfsmitteln, cht^slibÄs dLöfr Biktck! hMEs Baters bearbeitet. Der Ge- . 'HriÜMg SMiigeM^^ iü^diesdZ^it;- und mein Bruder kam auf Äit^'Ätdanken/^ie-^mf-^PWhRen/ sWl' abgeschrieben, Sprengel iM'Än Mch^klLiisÄÄl^eh^ntz'^zu^!8btzr»eichen. Er nahm . srists^Eischeii 'Länst-ahn'biMte,"t^etls, ich ttzipHorwurj 'öG! GabS'^us'Mk Mjln s^-etZbbsner Jünglinge Ä^ÄnMßikchkeit ^rchteN^kvnnie',' wenn' em 'nÄH 'ftKmdSWchaüftö Mch-'WsigAHeit-'fPbbch Bruder an, Kh^r-^ünMk^mÄ ffrtfc -Schrift''MSchaHt^rck ^nd^Me ^ihm l,"^isMnSSs HleMetziWguVM^^H« sehr, BMte^^M^de^^^'df^DWemlMit 'zu tMe^wa^.^ Mch E'K»K°MrqMechr^lPvlte -lidgb^<tt^; ''ist''die SmP "sticht" vhübDntÄW^ DainLks 'MrrlltÄiist^lSfletWüs^selbfi m LbÄ^Buchh^dlev'Rnff^prKhen^M-'sie äm

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.