Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 34 (1870)
- Issue
- Heft 48 (29.11.1870)
- Date
- 1870-11-29
- Page
- Seite 944 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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944 St. Louis, Mo; und Jsaac M. Wise aus Cincinnati, Ohio. Der Gegenstand ihrer Zusammenkunft ist ein Gebetbuch nach den Grundsätzen der Reform vorzubereiten. Das Fundament dazu war bei der letzten Versammlung dieser Herren, die im Juli in Cleveland stattsand, gelegt worden. Jetzt ist man dabei, die hervorragendsten Reformrabbiner dieser Stadt einzuladen, sich dieser jetzt tagenden Versammlung anzuschließen, mit ihnen gemeinschaftlich zu arbeiten, damit alle Verschiedenheiten unter der Reformpartei der jüdischen Geistlichkeit aufhören. Die Convention wird sich am 25. formell organisiren. Diese Conferenz findet in den Nebenzimmern der Synagoge der Gemeinde Ahawath Chesed statt. In unserem Nächsten werden wir nähere Details über die Organisation u. s. w. mittheilen, da uns bis zu diesem Augenblicke noch kein directer Bericht zugekommen ist. Wir hören, daß am 25. d. M. Rev. vr. M. Lilienthal aus Cincinnatt, Rev. Norden aus Chicago, und Rev. S. Tuska aus Memphis an der Conferenz sich betheiligten. Nachtrag zu dem literar. Wochenberichte. Gr. Becskerek, 14. Nov. tp-npn ■neo n«b« 11P2N bEon ■’bys “ibo; n:rt m-mei *ibo '121 mn «nrp '-i aian Two treatises on verbs containing feeble and double letters by R. Jehuda Hayug of Fez, translated into Hebrew from the original Arabic by R. Moses Gikatilia of Cordova; to which is added the treatise on punctuation by the same author translated by Aben Ezra: edited from Bodlejan Mss. with an English translation by John W. Nutt. London and Berlin (Asher & Comp.) 1870. 132 S. 'hebr. XV S. arab. XIII u. 146 S. engl. Die Geschichte des grammatischen Studiums der hebr. Sprache, die sich in die dunklen Anfänge der Maffora verliert, beginnt allmälig sich aufzuhellen. Die Schriften der ältesten jüdischen Grammatiker und Lexikographen, die Jahrhunderte lang in Bibliotheken vergraben lagen, werden endlich der unverdienten Bergeffenheit entriffen und nach und nach der Oeffentlichkeit übergeben. Es waltete ein eigenes Mißgeschick über diese Werke ob, die schnell von den jüngern Arbeiten verdrängt wurden und dadurch bis auf unsere Zeit unbekannt und unbeachtet blieben. Mit R. David Kimchi begann, möchte ich sagen, die Alleinherrschaft auf dem Gebiete der hebr. Grammatik und LexikographieDesien Arbeiten: Michlol und Schoroschim, fanden eine solche überraschende, allgemeine Anerkennung, daß sie buchstäblich alle stühern Lehrbücher und Versuche aus den Schulen und Lehrhäusern verdrängten. Schon Salomon b. Melech in seinem 1554 herausgegebenen Michlal Jost macht diese richtige Bemerkung im Nachworte seines Werkes: b22 12«BN>2 ^»rioi blb273 ,lb« B^EO ■>301 n^TOönn "nso bo a^bbia crvrnb nb^n nixicn ny mc d^b 1202 «npn mbnp b2 ibapi mxpa P'ipi2 122N« D**3108“lri *"1C0 b2 1N2D2 2y?22D Erst in den letzten Jahrzehenden begann man auf die Anfänge und Geschichte der hebr. Grammatik und Lexikographie mit besonderer Vorliebe zurückzugehen und wir verdanken diesem schönen Streben die Wörterbücher des Menachem b. Saruk, Dunasch b. Labrat, Machbereth, sowie die Streitschriften ihrer Schüler an 12^21 my-on, o:m an:« T’abn manor, das Sendschreiben des R. Jehuda b. Koreisch an die Gemeinde in Fez über das hebr. und chaldäische Sprachstudium; das Sefer ha-Rikmah von R. Jona b. Ganach u. dgl. Herr John W. Nutt hat nun die arabisch geschriebenen von R. M. Gikatllia und Aben Esra in's Hebräische übersetzten, grammatischen Arbeiten des R. Jehuda Chajug, „des Vaters der hebräischen Grammatik", wie ihn die Alten nennen, aus Handschriften der Bodlejama, mit einer englischen Uebersetzung, herausgegeben. Herr I. W. Nutt hat sich durch die treffliche, vollständige Ausgabe dieser drei Schriftchen ein bedeutendes Verdienst und den Dank der Freunde der hebr. Literatur erworben. L. Dukes hat wohl in seinen „Beiträgen" bereits einigs von Chajug veröffentlicht; aber durch die vollständige Herausgabe derselben läßt sich erst recht der grammatische Standpunct des Begründers der hebr. Grammatik würdigen. Mit Unrecht identistciren Pinsker, Likute Kadmonioch S. 165 und Graetz. Geschichte V 381, unsern Chajug mit dem gleichnamigen Schüler des Menachem b. Saruk. Herr S. G. Stern hat in den von ihm edirten „Streitschriften" der Schüler Menachems, LXXV, gründlich nachgewiesen, daß R. Jehuda b. David, der Schüler des Menachem b. Saruk, mit R. Jehuda b. David Chajug nicht identisch sei. Herr Prof. Magnus in Breslau