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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1870-08-09 · Heft 32 (9.8.1870) · p. Seite 632

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
34 (1870)
Issue
Heft 32 (9.8.1870)
Date
1870-08-09
Page
Seite 632 (sequence 8)
Language
German
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682 Anmerkungen. 1) Nicht ohne Bedeutung ist es, daß an allen bezüglichen Stellen das Wort «t* gebraucht wird, nicht npb (vgl. 4 Mos. 21, 25), da das erstere viel eher ein gewisses Besitzrecht involvirt als das letztere. 2) Geba mußte ein militärisch wichtiger Posten sein, den die Philister im binjaminitischen Lande immer wieder besetzten. (1 Sam. 13, 3. 2 Sam. 5, 25). Ebenso lagerten die Philister in der westlichen Ebene von Juda zwischen Socho und Aseka, als sie mit Goliath auftraten (1 Sam. 17, 1). 3) Wo das ansehnliche Reich von Zvbah speciell zu suchen, ist sehr ungewiß, jedenfalls begrenzte es aber den nordöstlichen Theil des ostjordanischen Israels. Es gehörte demnach zu den Staaten, welche Israel zu erobern gar keine Lust hatte, die jedoch stets ihre Hand nach Israel ausstreckten, um es zum Basallen zu machen. 4) 2 Mof. 17, 8 ff. 5 Mos. 25, 17 ff. 5) Ueber den Grund, warum nur diejenigen (300 Mann) zum Kampf zurückbehalten wurden, welche mit der Haud Waffer aus der Quelle schöpften, ist viel gestritten worden, s. unser Bibelwerk II S. 17 7. Uns scheint der Grund darin zu liegen, daß die Besonneneren und Ruhigeren zurückbehalten werden sollten, da es sich um einen Ueberfall aus dem Hinterhalte handelte, wozu die Ungeduldigen, Ungestümen nicht gut gebraucht werden konnten. 6) S. Rambam Hilch. Melachim I, I. mxa ob» -jbra arsb rn:*3b .ynsb ‘ina'aa nroa bN“va*> naas: '*cn -jba vby a-"an dto nasria Es ist daher ebenso folgerichtig wie charakteristisch, daß Maimonides das Kriegsrecht in dem Abschnitt über das Königthum behandelt. 7) Es bedarf keines Beweises, daß Samuel mit der gedachten Rede eine Warnung für das Volk aufstellt und auseinandersetzen wollte, was die Könige als unumschränkte Herren sich als Recht aneignen würden. Dies wird zum Ueberstuß durch Vers 18 bewiesen: „Und ihr werdet schreien am selbigen Tage über euren König, den ihr euch erwähltet, aber der Ewige wird euch nicht erhören am selbigen Tage?' Wie könnte das Volk über seinen König „schreien," wenn derselbe nur das thut, was sein Recht ist. Die Tradition stützt sich allerdings auf die Worte B. 11 ^barr asca rrrr nr, die aber im Zusammenhänge keinen anderen Sinn haben, als: das wird das Recht sein, welches der König sich aneignet. 8) Dergl. Ramb. a. a. O. III, 2. IV, 4. Der schreiendste Widerspruch sind die Schlußworte von Vers 17 a'T3*b ib r,“n ans mit 3 Mos. 25, 55 -22 >>b ^a 'ist n'na* bansr , vgl. V. 42. 9) Die Worte sind merkwürdig genug, um wörtlich angeführt zu werden: nanban rr->ni .->nv-iar nanba brraw'' bias aTnfsb 'na aan -irr-a ba onbra laaajT inbvao maaaibT. (Fortsetzung folgt.) Die westrussischen Juden. Kowno, 19. Juli. Unser hiesiges Unterstützungscomite ist bereits seit einigen Monaten geschloffen und hat bis jetzt blos ein, aus 4 Mitgliedern deffelben gebildetes Liquidationscomito bestanden, um die zuletzt eingegangenen Gelder aus Frankfurt a. M. und Berlin zu vertheilen. Gegenwärtig nun ist auch dieses Geschäft gänzlich beendigt (worüber ausführliche Berichte bald erscheinen werden); erlauben Sie mir daher, geehrtester Herr Doetor, unsere Thätigkeit mit einigen Zeilen in Ihrem geschätzten Blatte zu beschließen, wie ich dieselbe mit solchen (in Nr. 10 Ihres Blattes) begonnen. Daß ich in der ganzen Zwischenzeit geschwiegen, geschah aus dem Grunde, weil nicht Alles, was zur Verbefferung der Lage unserer hiesigen Glaubensgenoffen gethan wurde, mir zweckentsprechend genug erschien, und öffentlich dieses aussprechen wollte ich nicht, weil ich bei all' meiner genauen Kenntniß der hiesigen Verhältnisse mich doch keinesweges wie der Papst und Rabbi Hilel für unfehlbar ausgebe und daher fürchtete, das Gute zu hemmen ohne das Bessere^ erzielen zu können «daß viel Gutes jedenfalls gethan wurde, muß Jeder zugestehen). Jetzt hingegen, wo unsere Thätigkeit für gänzlich aufgehört und auch im Auslande manche mißbilligende Aeußerungen gegen das Geschehene (Maffenauswanderung u. d. g.) lautbar werden, halte ich es für eine -o-ib ra. Selbstverständlich ist der Zweck unserer edeln ausländischen Glaubensgenossen, nicht blos der Noch einer gewissen Anzahl jüdischer Familien, sondern dem Elend der Judenschast hier im Allgemeinen möglichst abzuhelfen, und dieses wird

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