Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 34 (1870)
- Issue
- Heft 21 (24.5.1870)
- Date
- 1870-05-24
- Page
- Seite 415 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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415 schwebte mir vor, als hieße es maasn;: anstatt mcarn?:; dieser Fehler wie manche andere sind schon lange in meinem Sündenregister eingetragen. Ich kann dem gelehrten vr. M. die Versicherung geben, daß ich Landau's Aruch besitze und die Wurzel ca? da aufzusuchen verstehe. — Was *'3?a-' c-o betrisst, bitte ich den umsichtigen vr. p. 433 meines Buches zu lesen. — Reland (p. 720 wie ich citire) sagt zirbn, Clnlzon, nomeu urbis ad litus maris magni, etc.; beliebe der witzige vr. sich selbst davon zu überzeugen und er wird sehen, daß auch ich im lateinischen Wörterbuch nachschlagen kann, was „murex" bedeutet. Die Artikel nop, 122 und bas bleiben so, wie ich sie gab; auch in -nann habe ich nichts zurückzunehmen, wo mama, quand meme, augenleidend zu übersetzen ist, Synonym mit (Bechoroth, 44 a), welches die Uebersetzung von man iGen. 29, 17); schöne Augen waren also ein gebrechlicher Fehler beim Priester. Ich werde auf den Artikel aia->n in einer andern Zeitschr. zurückkommen. — Herrn Dr. M's. Weisheit über naar>-5 kann er p. 100 meines Buches Nachlesen; ich habe nicht Komsith als Städtenamen erklärt, sonst hätte ich übersetzt „et les eanx de Yomsith"; ich habe nur snvns hinüber gezogen. — Auch baaa snna habe ich absichtlich ergänzt, nur ist innc zu lesen und daraus bestehe ick noch; wenn meine Conjectur über •'■rs dem weisen vr. nicht gefallt, so ist er nicht gezwungen sie zu benutzen. Auch mir gefällt manche Conjectur nicht und ich laffe sie dem Autor; ich würde dem Doctor sehr dankbar sein, wenn er mir erklären würde, wie es kommt, daß wenn Jemand fragt, wo ist das Paradies in Babel? der andere antworte: Abbaye lobt die Früchte der Südseite des Euphrats und nicht eher „Abbaye findet es in dieser oder jener Gegend!" Uebrigens kann ich noch hinzufügen, daß eine Hdschr.in der Bodleyana (Opp. add. 23 fol.) wirklich beidemal narraa liest. Daß ich Burtorf citire, ist einfach, weil es mir so gefällt und der gottselige Luzzatto citirt ihn ebenfalls. — Ich sage geradezu p. 417, daß sr^aas im Talmud „Spanien" bedeutet, und der weise Doctor laßt mich sagen, daß der Talmud Spanien nicht kennt; auch die Stelle ^ipn ns Jer. T., Schebiith citire ich. Beliebe der gelehrte Doctor p. 310 zu vergleichen. Noch ein Wort über die Hunderte und abermals Hunderte wichtiger geographischer Stellen (der weife Doctor übertrifft R. Johanan in Uebertreibungen), die ich nicht angegeben habe (p. 32 der Schmähschrift); ich habe schon oben bemerkt, daß ich Landau's Aruch besitze, denn der Doctor wirft mir ja vor, daß ich dieses Buch ausgeplündert hätte, und daraus hätte ich ja des witzigen Doctors Weisheit schöpfen können. Ich verweise den gelehrten Doctor für bo« pp auf p. 140, für ri'-a ttbaa auf p. 146, für naa auf p. 72, für srvwrs auf p. 315, für s-nsa'-; auf 390, für Tpnp auf 393, für kj-tee auf 395 u. s. w., aber manche andere Namen sind unter den zweifelhaften Orten des zweiten Theiles ausgelassen, die der weise Doctor im Aruch nicht gefunden hat, und die ich im zweiten Bande Nachträgen werde. Für m-iab Megillah 16a ist die richtige Leseart in Sopherim mna-; es bedeutet „Flöße" und ist kein Ortsname; 'sba und die andern Namen in Kidduschin 70 b (ich citire genannte Seite oft) find Familiennamen; Makkoth 24 a rrabs „Palast" und nicht mbnac. Was der weise Doctor hatte rügen mögen, ist, daß ich solche Stellen der Auffassung des Aruch und Raschi's gemäß hätte angeben sollen, und da hätte er recht; ähnliches hätte ich auch bei niaina thun sollen, aber die Commentare sind ja jedem Talmudisten zugänglich. — Endlich Hadramaut liegt „sur le golfe arabique", wenn es auch der weise Doctor bestreitet. Somit nehme ich von der Schmähschrift Abschied und empfehle sie allen Rabbinern, denen der Kladderadatsch und ähnliche Blätter nicht zugänglich sind. Ich meinerseits danke nochmals dem weisen Doctor für die angenehme Stunde, die mir beim Lesen seiner so gut gehaltenen Schmähschrift dahin gegangen ist und wünsche von Herzen, daß ihm diese erste literarische Production nützlich sein möge; erfteulich ist es, daß man in vr. M. einen würdigen Nachfolger manche Literaten, die in ähnlicher Weise Kritik üben, haben wird und wir mögen denn sagen . .. b*a vaaa nrpa sb-a n? *a"a b-a rasa nm? Auch werde ich mir die Schlußworte des weisen Doctors zu Herzen nehmen; er räch mir p. 34: „Herr N., der eine gewisse Manie zu Bücherschreiben hat und hoffentlich (so, so!) bei dieser Arbeit nicht stehen bleiben wird, rächen wir freundschaftlich (bear, bear) fernerhin mehr Vorsicht und Umsicht seinen Arbeiten zuzuwenden." Auch Ihnen, geehrter Herr Redacteur, danke ich für die Aufnahme meines Briefes und zeichne hochachtungsvoll Ihr ergebenster Ad. Neubauer.