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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1870-02-22 · Heft 8 (22.2.1870) · p. Seite 156

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
34 (1870)
Issue
Heft 8 (22.2.1870)
Date
1870-02-22
Page
Seite 156 (sequence 16)
Language
German
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156 n n? 13 Offerire unter streng ritueller Aufsicht, des vom Rabbinate Herrn vr. Rah mer zu Magdeburg dazu beorderten Cultusbeamten Hrn. Grün späh n a. Osterburg 11 l/r Pfd. riiL« ä l Thlr. 9 Pfd. ros« Mehl ä. 1 Thlr. Durch den Knotenpunkt mehrerer Bahnen hier, ist uns eine prompte und billige Ausführung ermöglicht, und bitten um baldige Bestellung. Wittenberge i/Prignitz, im Jan. 1870. _Th Friedrichs S» Co. <^ttt jüdischer Werscher der Lust hat, sich in einer größeren Provinzialstadt Schlesiens zu etabliren, würde daselbst bei der großen Anzahl von jüdischen Gemeindemitgliedern, eine gute und gesicherte Existenz finden. Besonders Wurstfabrikation ist erwünscht und würde diese dem Betreffenden von großem geschäftlichen Nutzen sein. Offerten sub Q. 8876. befördert die Annoncen-Expedition von Rudolph Moffe in Berlin. Julius Benzian in Berlin sucht und zahlt guten Preis für 1 Orient, Jahrg. 1849 und Folge soweit erschienen. Im Berlage von Baumgartners Buchhandlung zu Leipzig ist erschienen: Die Religion der Gesellschaft und die Lntunmelung der Menschheit zu ihr, dargestellt in zehn Vorlesungen von vr. Ludwig Philipp - s o n. gr. 8. broch. Preis 24 Ngr. Eine sehr dringende Bitte. Die Zahl unserer Handwerkerlehrlinge hat sich bedeutend vermehrt. Diese werden zunächst sämmtlich hier untergebracht, weil der Ort sowohl zu ihrer Ausbildung als auch zu ihrer Unterhaltung sich ganz besonders eignet. Wenn demnächst die vom Königsberger Hauptcomite aufgenommenen Lehrlinge anlangen, sind es ihrer wohl an dreißig, welche hier bei den besten Meistern aller Handwerke untergebracht werden. Diese jungen Menschen von vierzehn bis achtzehn Jahren sind bei der grimmigen Kälte, welche gegenwärtig hier herrscht, äußerst schlecht fast nur mit Lumpen bekleidet und an groben Hemden, Schuhen und Strümpfen fehlts ganz. Dafür sorgen wohl unsere edeln israelitischen Frauen, daß diese junge Menschen die nöthigen Kleidungsstücke erhalten: ich bitte herzlich darum. Memel, im Febr. 1870. Im Namen des Hauptgrenzcvmite. vr. Rülf. Havelberg. d. 8. Februar 187V. Am 6. e. Mts. Mittags 12 Uhr erschreckte der unter dem Tönen der Sturmglocke von allen Seiten erschallende Rus „Feuer'. Feuer!" die Bewohner unserer auf einer Insel belegenen Stadt. Am nordöstlichen Ende der angebauten Stadt war ein Feuer auSgebrochen, welches durch den seit acht Tagen anhaltenden Nordostwind gleich nach seinem Entstehen eine Ausdehnung erreichte, welche das Schlimmste befürchten ließ. Trotz des thatkraftigsten Einschreitens des hier ganisonirenden Füsilier- Bataillons 4. Brandend. Jnf.-Regts. Nr. 24. , Großherzog von Mecklenburg Schwerin) gelang es erst der ausgezeichneten Hülfe der Berliner-Feuerwehr unter der umsichtigen Leitung des Geheimen-RegierungsratheS Herrn Scabell dem verheerenden Elemente nach dreißrastündigem Wüthen, Einhalt zu thnn. Alle ungünstigen Umstande, welche das Umsichgreifen eines großen Brandes zu fördern geeignet find, ttasen zusammen, das hereingebrochene Unglück zu einem entsetzlichen zu machen. 79 Gehöfte und von 1v Gehöften die Hintergebäude sind total ein Raub der Flammen, circa 18V Familien obdachlos geworden. Leider sind eine Menge Leute gegen diese Verluste unversichert und eine große Anzahl von Hausbesitzern vermag für die ihnen zufallenden Feuerkasiengelder den Neubau ihrer Gebäude nicht zu bewerkstelligen, wir wenden uns deshalb vertrauensvoll an das Mitgefühl der theilnehmenden Bewohner anderer Ortschaften mit der Bitte um liebevolle Unterstützung. Etwaige Liebesgaben bitten wir an den Magistrat einzusenden. Das Comils z. Unterstützg. der Abgebr. in Havelberg. Gez. Backhaus, Schulze. F. Bahn, Kaufmann, Becker, Prediger. Breilhaupt, Juftizrath. W. Block, Rathsherr. I. Block, Posthaltcr. Block, Schulze. Deter, Kaufmann. Fischer, Stadtverordneter, vr. Geißler, prac. Arzt. Girndt, Bürgermeister. O. Hollefteund, Stadtverordneter. Herms, Kreisrichter. Kuntzenmueller, Superintendent. G. Keil, Apotheker und Stadtv.-Borsteher. Kiesling, Baurath. Chr. Mertens, Holzh. A. Meyer, Holzh. F. W. Pohle, Rentier. Reinicke, Bürgermstr. a. D. W. Rabenau, Rathsherr. Reehse, Schutze. Richter, Domainen-Rentmstr. C. Schulz, Stadtverordn. Schadlau, Prediger, vr. Säger, pr. Arzt. Trepplin, Gem.-Einnehmer. Ungnad, Superintendent. Uhlemann, Kaufm. Well, Rathsherr. Wettich, Apoth. u. Beigeordneter. Wilberg, Schulze Joepke, Schulze. Telegraphrsche Depesche. Gotheuburg,. 17. Februar. Freudige« Herzeus bringe ich die Botschaft, daß der Reichstag heute Nacht mit bedeutender Majorität unsere Gleichstellung beschlossen. Wolsf. Druckfehler. In No. ft im ersten Leitart. S. 101. SP- 2. Z. 7, v. o. lies nicht „eine gewisie Freiheit und Eleganz", sondern „Feinheit". S. l04. Sp. l. Z. 4. v. o. lies 91, 915. — In No. 7. im ersten Leitart. S. 121. Sp. 1. Z. 6. v. u. lies „den Gebrechen". S. 123, Sp. 1. Z. t. v. u. lies „ihr Verschwinden da, wo". Ferner S. 129. Sp. 2. A. 21. v. o. lies nicht „Verpflichtung", sondern „Verfluchung". Verlag von Buumgartners's Buchhundluug in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur vr. H. Lotze. Hierzu eine Beilage nebst Feuillewn-Beilaze Nr. 8.

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