Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 27 (1863)
- Issue
- Heft 42 (13.10.1863)
- Date
- 1863-10-13
- Page
- Seite 653 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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- Minsk 1× ep/1000754
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653 liche Weise die Principien der Gleichheit und Freiheit proclamirt, wird es sich die Sympathie der gebildeten Völker verschaffen. Der Artikel 37 wurde zu einer Zeit abgefaßt, wo es ^außer in der Stadt Chaleis) beinahe gar keine Juden im Königreiche gab. In dem durch die jonischen Inseln vergrößerten Reiche wird es eine ansehnliche israelitische Bevölkerung geben; und in Folge dessen wird jener Artikel gemäß unserer Rechte abgcändert werden. Dr. Abraham L. de Semo wurde zum Präsidenten eines Comitös zur Wahl von 10 der Bereinigung günstigen Deputirten für das Parlament ernannt, das jetzt zur Entscheidung über das Schicksal der jonischen Inseln Zusammentritt. Der außerordentliche Gesandte Dänemarks, Herr Börtrup, der sich jetzt hier befindet, hat eine israelit. Deputation, welche ihm zur Thronbesteigung des Königs Georg Glück wünschte, sehr gütig ausgenommen. Eine Zeitung von Athen, die Panathenäa, bat den verkehrten Einfall gehabt, eine der politischen Partei Griechenlands anzugreifen, indem sie ihre Mitglicder als Juden qualificirte; der allgemeine Spott wird sie für diese abgeschmackten Beleidigungen hinreichend bestrafen. (Wir wünschen von Herzen, daß die Hoffnungen des Correspondenten in Erfüllung gehen, können diesen Glauben aber nicht als den unserigen aussprechen. Bis jetzt haben die Griechen factisch stets und überall den unverwischlichsten Judenhaß dargethan. — Die Red. d. A. Z. d. I.) Nordamerika. New-Aork, im August. Von jüdischen Generalen in den Reihen des Unionsheeres berichtet der „Jewish Messenger": „Der General Salomon, der kürzlich noch im Districr von Helena (Arkansas) commandirte, ist jetzt in Milwaukie zum Besuche seiner Familie. Die Truppen um Cincinnati, die das Verdienst der Gefangennahme Morgan's haben, stehen unter dem Oberbefehl des Brigade-Generals Judah, der die Oberleitung der verschiedenen Truppencorps in Händen hatte, welche zur Verfolgung des kühnen Parteigängers ausgesaudt waren und unter denen die Leute des Obersten Shackleford diesen Anführer mit einer großen Anzahl seiner Untergebenen gefangen nahmen. Nachtrag. München, l.October. Die „Jsarzeitung" berichtet: Eine Deputation des Magistrats und des Collegiums der Gemeindebevollmächtigten der Stadt Hof hat gestern dem Herrn Landtagsabgeordneten Dr. Arnheim, k. Advocat in Bayreuth, das prachtvolle Diplom des ihm von der Start Hof verliehenen Ehrenbürgerrechtes überreicht, nachdem der desfallsige Beschluß der beiden Gemeinde-Collegien am 26. d. die allerhöchste Bestätigung Sr. Maj. des Königs erhalten hat. Die Verleihung dieser Auszeichnung ist „in Würdigung der ausgezeichneten Verdienste erfolgt, welche sich Hr. De. Arnheim seit einer Reihe von Jahren um das Wohl der -ladt Hof erworben hat", — für deren Wahlbezirk Herr Dr. Arnheim bekanntlich seit 15 Jahren in der Kammer sitzt. Herr Dr. Arnheim ist der erste Jsraelite, dem eine bayer. Stadt das Ehrenbürgerrecht verliehen hat. Es ist das wieder ein Fortschritt der Zeit, der verdient registrirt zu werden. — Bei den jüngst in Bayern stattgehabten Gemeindewahlen sind auch in mehreren Gemeinden Israeliten zu Gemeindebevollmächtigten oder zu Magistratsräthen gewählt worden. (Diese von Volk und König dem jüdischen Landtagsabgeordneten erwiesene Ehre widerlegt einmal wieder factisch und praktisch alle Insinuationen der feudalen, ultramontanen und reactionären Partei, namentlich der in Preußen, ist aber auch nur in einem Lande möglich, wo ein Band des Friedens sich um Monarch und Volk schlingt! Redact. d. A. Z. d. I.) Wilna, im September. Die hiesigen Juden haben 10,000 Rubel, die in Minsk 5<>00 Rubel Spenden für die verwundeten russischen Soldaten und ihre Angehörigen dargebracht. Außerdem betheiligen sich an diesen Sammlungen namentlich die hier und in den benachbarten Provinzen lebenden Deutschen. Paris, l. October. Unter den hiesigen Israeliten circulirt jetzt eine an den französischen Senat zu richtende Petition, zu Gunsten der warschauer Juden einzutreten. (Wenn diese von der „K. Z." gebrachte Nachricht wahr ist, so ist es unserer Meinung nach eine sehr abenteuerliche Geschichte! Was kann der französi-