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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1863-09-22 · Heft 39 (22.9.1863) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
27 (1863)
Issue
Heft 39 (22.9.1863)
Date
1863-09-22
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Zweite Beilage zu No. 39 d. ALg. Ztg. d. Zudenth Sur Abwehr. In No. 32 dieser geschätzten Zeitschrift veröffentlichte Herr E. Breslaur eine ziemlich eingehende Recension über meine jüngst erschienenen: ra dtt’tst rao« Der Nutzen, den eine gesunde Kritik auf sämmtlichen Gebieten menschlicher Leistungen zu bieten vermag, dürste kaum von jemanden in Abrede gestellt werden. Doch ist der Ton in der erwähnten Recension von der Art, daß ich es meiner Ehre schuldig bin, eine löbliche Redaction mit der ergebensten Bitte anzugehen, nachstehenden Gegenbemerkungen ein bescheidenes Plätzchen einräumen zu wollen: Der Herr Recensent behauptet, meine Compositionen wären von der Art, daß selbe mit anderen Texten zu den profansten Gesängen sich eignen würden. Es ist dies offenbar eine Behauptung, die wohl leicht zu sagen, doch schwer zu beweisen sein dürfte. Auf Seite 3 findet derselbe Octaven in den Außenstimmen. Und dies sollte sogar befremdender Natur sein? Sollte der Herr Recensent wohl nicht wiffen, daß diese im 7ten Tact auf das 2te Viertel, wo der Secundaccord beginnt, als Durchgangsnoten betrachtet werden, und die Auflösung nicht anders bewerkstelligt werden kann und darf? — Blos hat sich das E im Sopran mit C verwechselt, was sich auch weiter klaren wird. Auf Seite 4, Zeile 1, Tact 5 findet derselbe auch im Sopran lmo und Alt 2d0 f e, und f e, also — abermals Octaven! Und doch ist dies nicht mchr Alt 2d0, denn auf der dritten Seite, Tact 5 vom Choro animato treten Tenore auf der Zeile ein — und das sollte Octaven genannt werden, da Tenor 1“° oder eine sonstige Stimme eol soprani in verstärktem Maße mirgeht?! — Wohl im sechsten Tacte in der Orgelstimmc würde man vergebens den vollendeten Quartsextaccord suchen! Allein das blieb, so wie manche andere Kleinigkeiten, im Drucke weg. Tact 7, zu 8, de, und de, — das wären abermals bei Ihnen Octaven; Sie vergessen aber, daß noch immer Tenor lrao col soprani mitgeht, und es bleibt mir unbegreiflich, wie der Herr Recensent dem Alt 2do das hohe G zumuthen kann! — Tact 4 des e, und des e. Nach Auffassung des Recensenten abermals Octaven im Baß und Alt 2*°, da derselbe irrthümlich oder nicht bewußt noch immer den Tenor 1"*° als Alt 2d0 ansieht. Auf Seite 49 im 2ten Tacte befindet sich wohl de mit ad. Das wären wohl 2 Quinten. Irren ist menschlich. Doch kann auch dieser Jrrthum mir nicht vindicirt werden. Herr Cahn, Chordirigent in Mainz, war so gütig die Correctur des Werkes zu übernehmen; er wollte wahrscheinlich diesen eingeschlichenen Fehler nicht streichen, und mir wurde sodann daS Werk vollendet zugeschickt. Seite 45, Zelle 2 sucht der Recensent vergebens Ls. Mich freut es eben, daß derselbe dort ein solches vergebens sucht. Wie ich merke, dürfte ihm wohl auch das Ls in 6-äur-Dreiklang gut klingen!

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