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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1863-09-01 · Heft 36 (1.9.1863) · p. Seite 551

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
27 (1863)
Issue
Heft 36 (1.9.1863)
Date
1863-09-01
Page
Seite 551 (sequence 5)
Language
German
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551 Spenden-Liste für die Nieder - Stiftung 1) zur monumentalen Herausgabe der Schriften Rie.- ßer's, 2) zur Unterstützung solcher Israeliten, die Gerichtsassefforen oder zu Gymnasial- und Universitäts- Lehrämtern befähigt, aber ihrer Religion wegen nicht angestellt sind. 496) Sam. Rosenfeld in Schwersenz 15 Sgr. 497) Ludw. Danziger das. 15 Sgr. 498—517) Benny Burchardt, Ritter, Stadtrath in Landsberg a. d. Warthe (der bereits unter No. 3 seine eigene Spende und unter No. 34 die des Gemeinde-Vorstandes eingesandt) ges. von Rabbiner Dr. Reichmann 1 Thlr., Theodor Pick 1 Thlr., Heinrich Pick 1 Thlr., Louis Noah 1 Thlr., Adolph Boas 1 Thlr., Ferdinand Bendix 1 Thlr., I. Herzfeld 1 Thlr., Julius Wolff 1 Thlr., Julius Treitel 2 Thlr., Louis Treitel 1 Thlr., Dr. Lohnstein 1 Thlr., Theodor Lassally 1 Thlr., Herrman Pick 15 Sgr., Wilhelm Wolff 15 Sgr., M. Pincussohn 15 Sgr., A. F. Levy 15 Sgr., Gustav Levy 15 Sgr., S. F. Levy 10 Sgr., Samuel Cohu 10 Sgr., Nauman Pick 10 Sgr.; zusammen 16 Thlr. 15 Sgr. 518— 524) Bezirks-Rabbiner Schott in Bühl (Baden) ges. von A. Maffenbach 10 fl., Bez.-Rabb. Schott 1 fl., I. Netter 1 fl. 30 kr., Max Edesheimer 1 fl. 10 kr., W. Maffenbach 2 fl.. Mich. Edesheimer 1 fl., I. Bielefeld 5 fi.; zusammen 21 fl. 40 kr. 12 Thlr. 11'/» Sgr. 525—544) Lehrer Frankenburger in Regensburg ges. von Bernhard Lilienthal 1 fl. 45 kr.. Rein 1 fl. 45 kr., R. Höchstädter 1 fl. 45 kr., Heinrich Lilienthal 1 fl., Haymaan 1 fl., Mai 1 fl., Eismann & Höchstädter 2 fl., Bachmann & Heller 2 fl., M. Uhlfelder 1 fl., Weil 1 fl., Hauser 1 fl., B. Schwabacher 1 fl., Neuburger 1 fl., Nußbaum 1 fl., Kohen 1 fl., Madame Ekstein 1 fl., Sundheimer 1 fl., Lautenbacher 1 fl., Schwarzhaupt Bomeisel 48 kr., Lehrer Frankenburger 30 kr.; zusammen 23 fl. 33 kr., davon ab für Einsammler und Porto 48 kr., bleibt 22 fl. 45 kr. ----- 13 Thlr. 545—552) Rabb. Dr. A. Wiener in Oppeln ges. von S. JuliuSberg 1 Thlr., H. Pringsheim 1 Thlr., H. Wartenberger 1 Thlr., Frau Agnes Guradze 1 Thlr., I. Münzer 1 Thlr., S. Friedländer 20 Sgr., Ungenannter 1 Thlr.; zusammen 6 Thlr. 20 Sgr. — Gesammtsumme: 1028 Thlr. 2ö3jt Sgr. Die Redaktion. Literarischer Wochenbericht. Frankfurt a/M., 3. August. Benjamin der Zweite und Samuel aus Lugdsch (1700). Die Anwesenheit von Benjamin II. erinnert uns an einen andern Reisenden, deffen Existenz selbst unserm Zunz entgangen ist und dessen Relation wir vorausschicken, weil beide Reisende so ziemlich auf gleicher Geislesstufe stehen und ihre Beobachtungen sich auf gleiche Nullität reducirt, nur hat Samuel von seinen gesammelten Mährchen kein Capital machen wollen und sie in einem schlichten Referat, in der Vorrede seiner Bibel-Ucbersetzung (Agudath Scbmuel. Amsterd. 1699) wie folgt, erzählt: „Nachdem ich meine Freiheit wieder erlangt hatte, reiste ich in ein fernes fremdes Land, nach Fonte di Damietta*) in Arabien, woselbst ich von R. Jechanan Talki, der ein tüchtiger Talmudist war, gastfreundlich ausgenommen wurde. Er erzählte mir, daß er in Polen, in vielen Gemeinden studirt habe. Dort sah ich den Thurm, den Kajin gebaut, mit der Inschrift: „Kajin, Adams Sohn". Dieser Gelehrte theilte mir auch mit, daß dieses Land, nach einer alten Tradition, dem Paradiese nahe sei, weshalb es auch von der Sündfluth verschont blieb. Nicht weit davon ist das von Kajin angebaute Land Nachba, das alle 70 Jahre mit einem Erdbeben heimgesuchl wird, wie man sagt, wegen des Fluches: „Unstät und flüchtig rc." Diese Lander liegen alle nahe den Mondgebirgen. Zugleich will ich auch eine sehr interessante Notiz mittheilen. Ich kam nämlich in eine Stadt, die Kampar heißt, die mehr als 80,000 jüdische Familien enthält und die alle das Hebräische nach aschkenasischer Mundart aussprechen. Sw geben vor, dem Stamme Benjamin anzugehören und behaupten, seit dem ersten Exil hierher verpflanzt worden zu sein. Sie lebten frei und unbelästigt, bis vor 300 Jahren die Araber hier eindrangen und sie unterjochten. Ihre Rabbiner sind R. Jochanan und sein Sohn Schalum. Der babylonische und jerusalemische Talmud ist ihnen ganz unbekannt, dagegen haben sie traditionelle Decisionen und Gebete, ganz verschieden von den unserigen. Sie besitzen auch eine Druckerei, die sie beim Exil aus ihrem Lande mitgenommen haben wollen, und waren nicht wenig erstaunt, als ich ihnen von den neuern Druckereien in Deutschland und Polen erzählte. Ihr Boden ist der großen Hitze wegen mit Eisen ge- *) rrprv tc-nr-'S nn:»*'“; •>**

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