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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1863-08-25 · Heft 35 (25.8.1863) · p. Seite 534

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
27 (1863)
Issue
Heft 35 (25.8.1863)
Date
1863-08-25
Page
Seite 534 (sequence 4)
Language
German
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534 jeden Beitrag über fl. 10 —, wie hoch er sich auch belaufe, nur ein Exemplar der Werke geliefert, und der Ueberschuß der Rießer-Stiftung zugewandt. Namen und Beitrage der verehrlichen Unterzeichner werden öffentlich bekannt gemacht und dem ersten Bande der gesammelten Rieß er'scheu Schriften vorgedruckt. So geben wir denn die gute Sache in Eure Hand, Ihr Freunde uud Verehrer des unvergeßlichen Rietz er, in seiner Vaterstadt, in unserem Frankfurt, das er seine zweite Vaterstadt nannte, in allen Theilen Deutschlands und des Auslandes! Ihr zumal, die Ihr zu den Glaubensgenosien gehört, welche es dem Verewigten wesentlich mit verdanken, in dem größten Theil unseres Vaterlandes als gleichberechtigte oder der Gleichberechtigung in nächster Zukunft theilhaftig werdende Mitbürger anerkannt zu sein; Ihr, die Ihr dem unvergeßlichen Manue durch Wort und That Eure Verehrung bewiese», da er noch lebte; Ihr werdet sie seinem Andenken bethätigen, jetzt, da sein sterblicher Theil uns entzogen ist. Durch zahlreiche und bedeutende Beitrage zur Begründung der Rießer-Stiftung und der Herausgabe seiner gesammelten Werke, durch Bildung von Comitös in den vielen Städten und Gegenden, welche sein Andenken liebend bewahren und welche im Vereine mit uns thätig bemüht sein mögen, die Unterzeichnungen und Beiträge zu fordern, werdet Ihr vor Welt und Nachwelt abermals Zeugniß ablegen, daß der Same, den der Verewigte gestreut, auf fruchtbaren Boden gefallen! Ihr werdet kräftig dafür wirken, daß „das Andenken des Gerechten" in seinen Werken und in dem Guten, das in seinem Namen gewirkt wird, erhalten bleibe, „zum Segen", zur Nacheiferung, zur Erinnerung an das, was ein edler Mensch vermag, weun er sich mit voller Selbstentäußerung einer großen Menschheits- und Frciheitsidee hingiebt! Frankfurt a/M., im Juli 1863.*) Das von einer Bersanmllvng von Verehrern Meßer's in Frankfurt aM. gewählte Comite. Di*. 3. lveil (zeitweiliger Vorsitzender), Dr. H. Schwarzschild (zeitweiliger stellvertretender Vorsitzender), Dr. Äacob Äurrbach, S. Dondorf, Phil. Ellissen, Dr. Sinsbcrg, S. £j. Goldschmidt, Leo Goldschmidt, Leopold Jaeob Voldschmidt, Lloritz S. Goldfchmidt, Prof. SSL. Oppenheim, Zofeph Lütten, Dr. Leopold _Stein, Direktor Dr. Stern. *) Aber erst jetzt ausgegeben. Mit gewohntem Freimuth bekennen wir, daß wir in diesem Programm den Preis der Rießer'schen Schriften zu 52/3 Thlr. für den Zweck, die allgemeine Verbreitung zu ermöglichen, zu hoch gestellt finden, und daß, indem alle darunter und darüber gehenden Beiträge für die Rießer-Stiftung verwendet werden sollen, eigentlich nichts weiter geschehen ist, als daß eine Pränumerationsliste für die Schriften Rießer's zum Preise von 52/r Thlr. eröffnet worden ist. Gesetztenfalls es fänden sich nicht genug Pränumeranten zu diesem Preise, so wäre in dieser Weise die Herausgabe in Frage gestellt. Darin unterscheidet sich unser Entwurf wesentlich von dem des Comit6's. Wir wollten die einlaufenden Beiträge zunächst zur Deckung der Druckkosten verwenden und den Beitragenden die Schriften nur zum Kostenpreise berechnen lassen — wodurch der Preis der Schriften bedeutend geringer, die Verbreitung allgemein und die Herausgabe von vornherein sicher gestellt gewesen wäre. Jndeß läßt sich hierüber nicht mehr streiten, und es entsteht für uns allein die Frage: da wir für die bei uns eingelaufenen Beiträge unsere Bestimmungen in No. 20 und 25 d. Zig. als verpflichtend ansehen müssen, wie haben wir uns zu verhalten, um sowohl dem Comits unsererseits so förderlich wie möglich zu sein, als auch andererseits unsere Verpflichtung gegen unsere Contribuenten zu wahren? Die Antwort ist sehr einfach: 1) Haben wir für alle diejenigen, welche 52/» Thlr. oder mehr an uns eingesandt haben, diese Summe an das Comit« zu zahlen, und dafür je 1 Exemplar der Schriften, sobald sie erschienen, entgegenzunehmen und an jeden derselben abzuliefern. Es sind dies 23*) mit dem Betrage von 130 '/z Thlr. 2) Haben wir alle diejenigen unserer Contribuenten, die weniger als 5-/r Thlr. gespendet haben, zu fragen, ob sie den Mehrbetrag, als der von ihnen an uns gesandte Beitrag ausmacht, nachzahlen wollen, um 1 Exemplar der Schriften zu erhalten? Diese Frage richten wir hiermit an dieselben öffentlich, werden aber im Laufe der Zeit auch direct die Frage an sie gelangen lassen, namentlich durch die Herren Sammler. Da Diele darunter 5 Thlr., 4 Thlr., 3 Thlr. gezahlt, so werden sich wohl noch Viele zur Nachzahlung des kleinen Mehrbetrages bestimmen, für welche dann die stressenden Beiträge von uns an das Comit6 gezahlt werden. *) In unserer Spendenliste die Nummern 3. 4. 32. 37. 54. 84. 172. 173. 271. 272. 273. 277. 309. 345. 346. 347. 349. 351. 352. 353. 354. 355. 356. Red.

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