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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1863-07-28 · Heft 31 (28.7.1863) · p. Seite 472

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
27 (1863)
Issue
Heft 31 (28.7.1863)
Date
1863-07-28
Page
Seite 472 (sequence 4)
Language
German
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472 mann 2 fl., Samson Morgenthau 48 kr., Joseph Mandelbaum 30 kr., Simon Löwenstein 30 kr., I. Weinschenk 24 kr., Jacob Schwarz 24 kr., Abr. Seklmann 30 kr., Loeb Anker 12 kr., dessen Ehefrau Adelheide 1 fl. 48 kr., M. S. S. Arnstein 3 fl. 30 kr., Michael Kohn 1 fl., Abr. Mandelbaum 1 fl., Lazarus Ansöhr 24 kr., Jacob Luber 24 kr., Jacob und Simon Arnstein 1 fl., Lehrer Obermayer 24 kr., Salomon Löwensohn 30 kr.; zusammen 20 fl. bayer. — 11 Thlr. 13 Sgr. Gesammtsumme: 883 Thlr. 26J/4 Sgr. Die Redaktion. In Dessau hielt der Prediger Dr. Gustav Philip p s o n am S. Pinchas dem verewigten Rießer eine, alle Zuhörer tief ergreifende Gedächtnißrede. Aus Oppeln schreibt man: Auch von unserer Kanzel wurde am jüngsten Wochenfeste der drei herben Verluste Erwähnung gethan, welche die Judenheit durch den Tod der Lady Judith Montefiore, des Predigers vr. Salomon und des vr. G. Rießer erlitten. Es wurden die, jeder dieser drei Persönlichkeiten besonders cigenthümlichen, unsterblichen Verdienste um ihre Glaubensgenossen hervorgehoben, und in Betreff Rießer's der Wunsch ausgesprochen, daß wir dem wackern Kampfer den schuldigen Tribut zollen mögen in Errichtung eines seiner würdigen Denkmals, das nicht in Erz und Stein, sondern in einer Gesammtausgabe seiner Schriften bestehen soll. Wie uns berichtet worden, haben sich in Pesth und N e w - N o r k eigene Comit6s;u Sammlungen für die beiden Zwecke der Rießer-Stiftung gebildet.*) Literarischer Wochenbericht. Bonn, im Juli. Es liegen uns von der durch Herrn A. Salomon in Tilsit herzustellenden neuen Ausgabe des ^222 Ti abr in Groß-Octav iLexiconformat) die, r'2“i2'a und •jmry, sowie eine Probe von s-nös'a vor. Ueber die Zweckmäßigkeit einer solchen Octavaus- ~ *) Durch Versehen der Redaction ist in No. 29, S. 444 unter 312) Herr Lehrer Rosenberg in Pesth aufgeführt worden, während es heißen sollte: „Durch Lehrer Rosenberg in Pesth: Director Lederer 1 Thlr., C. L. Posner das. 1 Thlr." — gäbe kann kein Zweifel mehr bestehen, da die Vortheile durch die Handlichkeit und Uebersichtlichkeit beim Gebrauche, sowie auf Reisen u. s. w. in die Augen springen. Natürlich ist hierbei die erste Bedingung, daß die Typen dennoch möglichst groß, der Druck sehr klar und dennoch sp br :p mit dem Folio sei. Dies ist denn auch Herrn Salomon in einer höchst anerkennenswerthen Weise gelungen, so daß seine Ausgabe allen Anforderungen an die Ausstattung genügt, und doch alle v-Drsan enthält und gleich der Folioausgabe auf jeder Seite ■’an cterr n-noa, 222a pr, mscnn, u. s. w. enthält. Auch für die Correctur ist mit großem Fleiße gesorgt worden, wobei zugleich nicht zu übersehen ist, daß die Gesammtausgabe nur IV/2 Thlr. frei ins Haus kosten wird. Wir können daher die Talmudausgabe des Hru. Salomon nur dringend empfehlen, und werden wir über den Fortgang des Unternehmens berichten. Oppeln, 10.Juli. Neue h omiletisch-ascetische Schriften in hebr. Sprache. Seit bereits 22 Jahren baut Herr Rabbiner Seligsberg in Felheim (in Bayern) das Feld homileiisch-ascetischer Schriften in hebr. Sprache rüstig an, die aber, weil sie nicht im Buchhandel, sondern im Selbstverläge des Verfassers erschienen, wenig ins größere Publikum gedrungen sind. Dennoch ist die erste seiner Schriften ->ipa bereiis bis auf das letzte Exemplar vergriffen. In diesem Jahre erschien ein ziemlich umfangreicher Band über die rrnasr:, wie in dem I. 1859 unter demselben Titel „min rirr" über die Wochenabschnitte. Es find kurze, in schönem, fließendem Hebräisch geschriebene Homilien, die sehr ansprechend und erbauend sind. Sie enthalten eine Fülle schöner Gedanken, die auf den Leser anregend wirken. Der geschickte Homilet wird manche der reichlich ausgestreuten Saatkörner in seiner Weise fruchtbar wachen und verwerthen können. Die Werke des Herrn Rabb. Seligsberg verdienen darum eine weite Verbreitung und sind durch die reichlich eingestreuten, bisweilen eigenthümlich bearbeiteten Midrasch-Stellen, namentlich für den Vortrag in rrnarr frommen Bruderschaften vonfebr großem Werthe. vr. A. Wiener, Rabbiner.

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