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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1863-06-30 · Heft 27 (30.6.1863) · p. Seite 413

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
27 (1863)
Issue
Heft 27 (30.6.1863)
Date
1863-06-30
Page
Seite 413 (sequence 5)
Language
German
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413 nähme zu machen, der dann der Regierung empfohlen werden wurde. Was die Verwandtschaftsgrade bei Abschließung der Ehen betrifft, wurde kein Grund befunden, bei der Abfassung des neuen bürgerlichen Gesetzbuches um Berücksichtigung der jüdischen Ehegesetze anzugehen, mit Ausnahme jedoch der auf die Schwagerehe bezüglichen Bestimmungen. Herr Advocat Prospero D'Ancona beregt den in Toscana üblichen Judeneid und die Schwierigkeit, das Notariat zu erlangen; es wird demnach der Commission aufgegeben, die bezüglichen Schritte der toscanischen Gemeinden zur Abstellung aller Schwierigkeiten und Sonderstellungen zu unterstützen und bei der Regierung zu befürworten. Die Assembler beschließt, dem Vorsitzenden für die herzliche, würdige und unparteiische Führung der ihm anvertrauten Waltung und insbesondere auch für die Mühen, die er übernommen, die Gemeinden zur Annahme der Beschüsse einzuladen und zu bestimmen, den herzlichsten Dank darzubringen. Die Acten des Congresses bleiben provisorisch in der Kanzlei des israel. Verwaltungsrathes von Ferrara, um dann der executiven Commission nach definitiver Constituirung derselben übergeben zu werden. Eine Abschrift der Verhandlungen der Afsemblöe bleibt beim Vorsitzenden derselben. In jedem Falle werde der Präsident die zur Ausführung des ihm gewordenen Auftrages nöthigen Ausgaben unter den Abgeordneten der Gemeinden nach bereits festgesetzter Proportion vertheilen dürfen. Der italienisch-israelitische Congreß beschließt seine Sitzungen mit Segenswünschen für unfern gütigen König, der mit so viel Sinn, Redlichkeit und Liebe die Geschicke des gemeinsamen Vaterlandes leitet. Hierauf wurde der Wunsch ausgesprochen, derselbe Geist der Eintracht und Gemeinsinn der Deputirten möge die Gemeinden selbst beleben, um die gefaßten Beschlüsse zur Würde und zum Frommen des italienischen Judenthums zur Ausführung bringen zu können. — So weit über die Versammlung Vercelli auf thatige Anregung des Hrn. Salvator Lewi, der den fünften Theil zu zeichnen versprach, beinahe 60,000 Frcs. von verschiedenen Gemeindegliederu zur Erbauung eines würdigen Gotteshauses gezeichnet worden. Der Kostenanschlag belauft sich außer dem erwähnten Fünftel auf den Betrag von 75,000 Frcs. Dem Vernehmen nach wird auch in Casale eine bedeutende Summe zur Verschönerung und Erweiterung des daselbst bereits vorhandenen alten Tempels festgesetzt werden. Die Provinzial - Deputation von Piacenza hat das Recht der Gemeinde von Monticelli, den israel. Friedhof auf Kosten des dortigen Municipiums zu errichten, anerkannt und ausgesprochen. Fortsetzung der Spenden-Liste zur RieHer - Stiftung. 172) Frau Clara Boudi in Dresden 20 Thlr. 173) M. M. Haarbleicher in Hamburg IO Thlr. 174) Julius Philippson in Magdeburg l Thlr. 175 —195) Durch Rabbiner Wittelshöfer in Floß: I. L. Hönigsberger 2 fl., Wilhelm Boscowiz 2 fl., Aar. M. Hönigsberger 1 fl. 45 kr., Salomon Langermann 1 fl. 30 kr., Nath. Reichenberger 1 fl., 3. L. Weiß 1 fl., Nathan Steinhardt 1 fl., Moritz Lichtensteller 1 fl., Salomon Wiener 1 fl., Joseph M. Hönizsberger 48 kr., David Hönigsberger 48 kr., Samuel Wolf Bloch 48 kr., Samuel Mos. Bloch 48 kr., Jacob Wiener 48 kr., Aaron Bomeisler 48 kr. (hat bereits 2 fl. vorausgesandt), Joseph Wilmersdorfer 36 kr., Joseph Salomon Hönigsberger 36 kr., Abraham Steinharvt 36 kr., Henoch Hönigsberger 30 kr., Frau Gella Reichenberger 36 kr., Wittelshöfer, Rabb. 1 fl.; zusammen 21 fl.---- 12 Thlr. Gesrmmtsumme: 559 Thlr. 21 Sgr. 10 Pf. Die Redaction. Ja Turin ist der Bau des neuen Tempels bereits begonnen; in Modena ist die Gemeinde nahe daran die Erbauung eines solchen in Angriff zu nehmen; die Gemeinde von Florenz hat vom Ministerium die Erlaubniß erlangt, ein Darlehn abzuschließen, um die Errichtung eines schönen Tempels zu ermöglichen; letzthin ist in Am zweiten Schabuothtage hielt Hr. Rabbiner Wittelshöfer in Floß eine Gedachtnißrede auf Rießer, in welcher der treffliche Seelsorger darauf hinwies, wie sehr R. verdient, nicht blos daß sein Name in die Blätter der Geschichte eingezeichnet, sondern auch in den Herzen aller aufrichtigen Israeliten getragen werde.

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