Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 27 (1863)
- Issue
- Heft 21 (19.5.1863)
- Date
- 1863-05-19
- Page
- Seite 318 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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318 in welchem wir schon längst, durch seine in mehreren Heften der i"ri *) veröffentlichten hebräischen Gedichte sowohl als auch durch seine gelungene Arbeit der ^sbrr, die im zweiten Theile des Ozar-Hachochma erschienen ist, den hebräischen Dichter begrüßten, bot uns neuerdings mit dem vorliegenden Bändchen eine köstliche Gabe dar, indem er, trotz der Divergenz beider Sprachen, mit großem Talente eine Auswahl Gedichte des ruhmvoll gefeierten deutschen Dichters zu übertragen verstand, und den auf ftemdem Boden entsprossenen Blumen den Dust der hebräischen Poesie mit Geschick zu verleihen wußte. Wir hegen keinen Zweifel, daß alle Freunde der hebr. Sprache Herrn Raben er für diese „Blumenlese" nur neuen Dank zollen, und durch baldige Aneignung des ersten Theiles ihn zur weiteren Fortsetzung aneifern werden. — H. K. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Fürth, 5. Mai. lBerichtigung.) In No. 18 äußert« ein Corresp. aus Mittelfranken: .... „Bor Allem sollte ein allgemeines Waisenhaus für die Jsrae- *) Wir können bei Erwähnung der Arbeiten des Herrn Rabener eine Rüge nicht länger unterdrücken, die schon längst hätte veröffentlicht werden sollen. Daß ein M. Breitholz und ein A. Brill keinen Gewissensscrupel sich daraus machten, Arbeiten rühmlich bekannter Männer, wie die eines N. M. Schor, I. Triescher, I. Ball und A. Langbank, als eigenes Product zu veröffentlichen, worüber sie bereits von deu Literaten Herrn N. Keller und Herrn M. W. Chajos öffentlich im „Hamagid" gerichtet wurden, kann uns wenig beftemden; daß aber ein ehrwürdiger Rabbiner sich nicht scheuet, idw rrVaa ist unverzeihlich und muß uns erröthen machen. Der liebe Leser beliebe nur den trefflichen Psalm des Hrn. Rabener im He st 18, Seite 10 mit den fünf Jahre später im ■>"=> Heft 24, Seite 3 gedruckten „Beiträgen" zu vergleichen, um selbst zu urth eilen. Wir sind höchst neugierig, die Entschuldigung des Betreffenden anzuhöreu. — Corresp. Soeben kommt uns das Heftchen selbst zu, und wir können unsererseits das lobende Urtheil unseres Corresp. nur bekräftigen. An größeren Gedichten finden sich hier übersetzt die Bürgschaft", der „Sieg des Polhkrates", der „Handschuh", die „Glocke", „Hero und Leander", die „Ideale", der „Taucher", der „Gang nach dem Eisenhammer" n. s. w. Die Redaction. liten Bayerns begründet werden, da die zü Fürth bestehende Waisenanstatt nur wenige Kinder auszunehmen im Stande ist und sich hauptsächlich mit einigen Ausnahmen nur auf deu Ort Fürth beschränkt." Dieser Aeußerung gegenüber sieht sich die unterfertigte Administration veranlaßt, hiermit zu erklären, daß diese Angabe der Wahrheit geradezu entgegenläuft, da schon seit einer langen Reihe von Jahren auch auswärtige Waisen in die diesseitige Anstalt ausgenommen wurden und nur selten dessallsige Bewerbungsgesuche unberücksichtigt geblieben sind, so daß der größere Theil ihrer Zöglinge auswärtigen israelitischen Gemeinden angehört. Unter den zur Zeit in der Anstalt sich befindlichen zwölf Waisen sind sogar zehn von auswärts und nur zwei von hier, und würden sich die auswärtigen Israeliten in größerer Anzahl diesem wohlthätigen Vereine anschließen (besteht doch der jährliche Beitrag eines Mitgliedes nur in fl. 2. 30 kr.), so wäre man Wohl im Stande, die sämmtlichen desfallsigen Bewerber des Inlands zu jeder Zeit aufzunehmen. Die Administration der israel. Waisenanstalt dahier. Seligman Dinkelspühler. I. D. Heumann. S. Bamberg er, Secr. Preußen. Birnbaum, 6. Mai. (Privatmitth.) Ihre Zeitung brachte ein Referat über die Verhandlung des Abgeordnetenhauses über die von mir an dasselbe gerichtete Petition. Die Frage ist aber zu wichtig und muß zu ihrer Lösung geführt werden, weshalb ich den Petitionsbericht anbei sende, wie er mir vom Büreau des Hauses zugefertigt worden. Simon Levh. „Auf die von Ew. Wohlgeboren bei dem Hause der Abgeordneten eingebrachte Petition d. d. Birnbaum, den 26. Februar 1863, worin beantragt wird: den evangelischen Geistlichen die Jnspection über jüdische Schulen nicht mehr zu gestatten und die Wahl dieser Beamten ganz der Autonomie der Gemeinden anheim zu geben, hat das Haus der Abgeordneten in seiner Sitzung vom heutigen Tage beschlossen: dieselbe in ihrem ersten Theile der königl. Staats- Regierung zur Berücksichtigung zu übersenden, über den zweiten Theil dagegen zur Tages-Ordnung überzugehen,