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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1863-05-12 · Heft 20 (12.5.1863) · p. Seite 306

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
27 (1863)
Issue
Heft 20 (12.5.1863)
Date
1863-05-12
Page
Seite 306 (sequence 8)
Language
German
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306 klärt, die Petitionscommission habe die Frage der Ueberweisung an die Unterrichtscommission erörtert, dieselbe aber für überflüssig gehalten in Betreff des Theiles, wo sie Tagesordnung beantragt, weil die nenliche ausführliche Erörterung des Pctitionsberichts der Unterrichtscommission die Frage erledigt habe, der andere Theil aber allgemeiner Natur sei. Er bitte Namens der Commission das Senff'sche Amendement zu verwerfen. — Das Senff'sche Amendement wird hierauf abgelehnt, der Eommissionsantrag in seinen beiden Theilen angenommen. — Oesterreichischer Kaiser st a a t. Wien, im April. (Privatmitth.) Der hiesige „Verein zur Beförderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten" hat seinen zwanzigsten Jahresbericht veröffentlicht. Auch im abgelaufencn Jahre hat der Verein 152 Zöglinge ausgenommen und 42 haben die Lehre vollendet. Bis setzt hat er 350 Gesellen ausgestellt, und fährt er fort, Meister, die sich in Wien etabliren, mit Vorschüssen ohne Zinsen im Betrage von je 300 fl. zu unterstützen. Die Ausgaben betrugen im Jahre 1862 7073 fl., während die Einnahmen diese Höhe nicht erreichten und deshalb 122-5 fl. aus dem Reservefonds entnommen werden mußten. An Eapitalien und Stiftungsgeldern besitzt der Verein etwas über 57,000 fl. Es wäre sehr zu wünschen, daß die auswärtigen, namentlich wohlhabenden Gemeinden die Kosten, die der Verein für jenen entstammenden Knaben trägt, zurückvergütigen, damit der Verein nicht genöthigt werde, dem Andrange von Zöglingen aus den Kronländern-Grenzen zu folgen, während es der erfreulichste Vorgang sein würde, wenn der Verein dem wachsenden Bedürfniß stets zu genügen die Mittel besäße. —. Die öffentl. Bl. enthalten folg. Notiz: Im österreichischen Heere dienen im Ganzen etwa 12,000 Juden. Don diesen sind mehr als 600 Officiere oder Aerzte, die gleichfalls Officiersrang haben, und Militär-Rechnungsbeamte. Von den jüdischen Officieren sind 2 Majore, 4 Rittmeister, 4 Hauptleute, 15 Oberlieutenants und 34 Unterlieutenants. Unter dem ärztliegende Ungerechtigkeit gewürdigt und den Antrag des Herrn Licenciaten Krause unbeachtet gelasscn. Die Redaktion. lichen Personal: 20 Regimentsärzte, eine Charge, die den Juden erst seit dem Jahre 1818 zugänglich ist, und 51 Oberärzte; auch findet man jetzt schon in den Milirär-Erziehungs-Jnstitureu jüdische Eadetten, die sich zu Officieren heranbilven und es auch werden, sobald sie ihre Befähigung dazu berechtigt. Bekannt ist, daß der Kaiser vor zehn Jahren einen jüdischen Feldwebel vor der Front des Regiments zum Oberlieutenant beförderte. Pesth, 23. April. (Eingesandt.) Erklärung. In No. 16 der „Allgemeinen Zeitung des Judenthums" Oe dalo 14. April 1863, Seite 248, ist mit der Aufschrift „Aus Ungarn, 1. April" eine Privat-Mittheilung, deren Schlußzeileu Folgendes enthalten: „Wie wir aus competenter Quelle wissen, ist hiermit der sehnlichste Wunsch des Herrn Rabbinen Di-. Meisel in Erfüllung gegangen, nachdem bei Einführung des Provisoriums (nämlich im Monate November 1861) Herr Dr. Meisel einen ähnlichen Wunsch (Wiedereinsetzung des 1860er Eultuo-Bcrstandes uns Zurücktretung des Vorstehers Dr. med. Hirschler» bei dem königlichen Commissär von Kapy äußerte" u. s. w. Diese Mitteilung ist Wort für Wort unwahr, denn erstens habe ich als königlicher Commissär gar nicht sungirt, aber auch als Obergespanns-Stellvertreter des Pesther-Comitats nie mit der Stadt Pesth und deren Inwohnern Etwas zu thun gehabt, da Pesch eine separate Jurisdiction bilvet — zweitens habe ich den Herrn vr. Meisel 186! nicht nur nie gesprochen, von ihm weder mündliche noch schriftliche Aeußerungen erhalten, sondern gar nicht gekannt; genannten Herrn Dr. Meisel habe ich zuerst in meinem Leben in den letzten Monaten des Jahres 1862 anläßlich einer Trauung, der ich als Zuschauer beiwohnte, im israelitischen Tempel gesehen, — was ich hiermit zur Steuer der Wahrheit erkläre. Eduard v. Kaph m. p., Obergespanns-Stellvertreter der gesetzlich vereinigten Eomitate Pesth — Pilis — Solt. Donausürstenthümer. Bukarest, 20. April. (Privatmitth.) Unsere Gemeinde wie ganz Romänien, hat einen großen Verlust

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