Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1863-05-05 · Heft 19 (5.5.1863) · p. Seite 290

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
27 (1863)
Issue
Heft 19 (5.5.1863)
Date
1863-05-05
Page
Seite 290 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3224737-3226364-3226384--21215-3301098
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

290 verehrter Prediger, wie immer, auch diesmal seine Auf- »ahnen hier beispielsweise der Vorlesungen, die Herr gäbe vortrefflich zu lösen verstanden; wir haben es hier >r. Tr. im vergangenen Winter über „spätere jüdische bloß mit dem am letzten Festtage während der Seelenbeschichte von der Zerstörung Jerusalems bis zur Refeier dem am 1 7. Novbr. v. I. verstorbenen Nestor action der Mischnah" gehalten hat. Wir gehörten zu der Kanzelredner, vr. Gotthold Salomon in Hamnnen fleißigsten Zuhörern und sind daher in der Lage, bürg gewidmeten Nachrufe zu thun. Herr vr. Goldon dem durch dieselben erzielten Erfolge Zeugniß abschmidt schilderte in trefflicher Weise den Verewigten ulegen. Mit hoher Genugthuung constatiren wir, daß als Geistlichen, Schriftsteller, Dichter und hob er naer Herr Rabbiner mit nicht geringem Talent durch mentlich hervor, wie S., so oft es galt, das Judeneine ebenso gelehrten wie volksthümlichen Vorträge ein thum nach Außen zu vertreten, stets bereit war eine eges Interesse für jüdisches Wissen in unserer Ge- Lanze einzulegen. Wagte es Jemand das Judenthum neinde wachgerufen und, wie zu hoffen, auch zu einem anzugreifen, so griff S. zur Feder, die in seiner Hand »leibenden gemacht hat. Neu war uns die bei dieser zum zweischneidigen Schwerte wurde, und er rastete selegenhett jedenfalls sehr zeitgemäße Aufstellung eines nicht eher, bis er den Gegner besiegt hatte. — Zragekastens, wodurch einem jeden Anwesenden die Mög- Wahrscheinlich wurde auch in anderen Gemeinden ichkeit geboten war, sich über Vieles Verständniß und die Verdienste des Verblichenen um die ihm so lieb Klarheit zu verschaffen. Wir waren zu wiederholten und werth gewordene Kanzel, von der er 39 Jahre Malen Zeuge sehr belebter, interessanter Debatten, die das Gotteswort lehtte, gebührend gewürdigt. Leipzig >om Herrn vr. Tr. mit Geschick geleitet und zum Ababer erfüllte nur einen Act der Pietät gegen den Der- 'chluß gebracht wurden. — DaS Beispiel verdient Nachewigten, denn hier hatte der selige vr. S. vor vielen rhmung. Jahren das Wort Gottes verkündet. — Der hochge- Gestatten Sie mir, geehrter Herr Redacteur, noch ehrte Herr vr. Goldschmidt gedachte rühmend der Her- »iner anderen erfteulichen Thatsache mit einigen Worren I. N. Manheimer in Wien und vr. Eduard Kley ten Erwähnung zu thun; vielleicht erregt auch diese in Hamburg, die im Verein mit dem Heimgegangenen hier und da einen edlen Wetteifer, die deutsche Predigt in den deutschen Gottesdienst ein- Bei dem bedeutenden Zusammenfluß von jungen führten. L. Leuten, die wegen der Großartigkeit der Stettiner Geschäftsverhältnisse behufs ihrer kaufmännischen Ausbildung hier domiciliren, war schon lange die Nützlichkeit oder vielmehr die Nothwendigkeit eines Vereinigungs- Preußen. Stettin, 7. April. (Privatmitth.) Es ist wohl punttes und namentlich für solche Fälle hervorgetreten, selbstverständlich, daß in einer so bedeutenden Wetthanwo Krankheit oder Beschäftigungslosigkeit dem jungen delsstadt, wie Stettin es ist, die commerciellen Inter Manne seine Jsolirtheit und das Fernsein vom älteressen alle Aufmerksamkeit und Thätigkcit in Anspruck lichen Hause in unangenehmer Weise fühlbar machten, nehmen, die religiösen hingegen mehr in den Hinter Ein Verein mit der Aufgabe, die jungen Leute sich grund tteten und sich einer nur stiefmütterlichen Pfleg einander näher zu bringen, sich gegenseitig bei eintrezu erfteuen haben. Eine um so schwierigere Aufgabe tendem Bedürfniß durch Rath und That zu unterstützen, für den Seelsorger ist es, einen solch' wenig empfäng wäre geeignet, allen angedeuteten Uebelsränden zu belichen Boden zu bearbeiten und ftuchttragend zu machen gegnen. Es fehlte aber an einer leitenden Kraft, an Wie viel aber unermüdliche Ausdauer, das begeistert der Initiative von maßgebender Seite; fühlen mochte Durchdrungensein von der Würde seines Berufs, mi ein jeder das Bedürfniß, aber ihm abzuhelfen gebrach Gelehrsamkeit und einem populären Vorträge im Bunde es wohl einerseits an Verständniß, andererseits an zu leisten im Stande ist, das vermag der unparteiisch Energie. Es war daher ein glücklicher Schritt, den Beobachter am hiesigen Orte leicht zu erkennen. Der Herr vr. Treuenfels that, als er am zweiten Tage des gegenwärügen Rabbiner der hiesigen Gemeinde. Herr Passah - Festes den Gegenstand auf der Kanzel zur vr. Treuenfels, gehött unstreittg das hohe Verdiens Sprache brachte; seine warmen, beredeten Worte hatten sich derselben durch rasttose Thätigkeit und heiligen Eise das günstigste Resultat. Wir hören zu unserer Freude in nicht geringem Grade nützlich zu machen. Wir ei von verschiedener Seite, daß die nöthigen Einleitungen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.