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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1863-03-24 · Heft 13 (24.3.1863) · p. Seite 195

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
27 (1863)
Issue
Heft 13 (24.3.1863)
Date
1863-03-24
Page
Seite 195 (sequence 7)
Language
German
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195 Die israelitische Sibclanstalt. Die israelitische Bibelanstalt nimmt nach außen wie nach innen den glücklichsten Fortgang. Nach außen, denn in diesem Augenblicke wird bereits der dritte Abdruck von 9000 Exemplaren gemacht. Wir erinnern, daß nach den Grundsätzen der Anstalt derselben und überhaupt Niemandem aus diesem bedeutenden Verkauf von Bibeln ein materieller Vortheil entspringt. Denn mit den dafür gezahlten Preisen werden nur die Kosten des Papiers und des Einbandes, so wie die Gebühren der CommissionLre gedeckt; alle übrigen Kosten, nämlich Satz, Stereotypie, Correctur u. s. w. werden aus den gespendeten Summen bezahlt, wofür die Stereotypplatten und die revidirte Uebersetzung Eigenthum der Anstalt sind und bleiben. Ebenso günstig ist der Fortgang nach innen, denn die Vollendung der ganzen deutschen Bibel geht, nachdem das letzte Manuscript an die Druckerei abgeliefert ist, mit raschem Schritte ihrem Ziele zu, so daß wir unser Versprechen, sie zu bevorstehendem Ostern dem Publicum zu Gebote zu stellen, erfüllt zu sehen hoffen können. Außerdem beabsichtigen wir noch eine besondere Ausgabe vom Pentateuch mit sehr großen Typen, welche aber natürlich bei den dadurch erforderlichen großen Umfang an neuen Platten und Papier einen verhältnißmäßig viel höheren Preis haben wird, herzustellen, um auch nach dieser Seite hin weiter und höher gehenden Wünschen Befriedigung zu schaffen. Eingegangene Spenden: Von der israelitischen Corporation zu Sam 1er als Beitrag für 1862, 3 Thlr.; durch Lehrer A. Hilberth in Niederstetten von Joseph Reis 1 fl. 48 kr., Julius Reis 1 fl. 48 kr., zus. 2 Thlr. 2 Sgr.; durch Rabbiner Graf in Tereschau Schluffe noch eine Nachricht, welche auch außerhalb Bayerns Manchen interessiren wird. Der wiederholt einstimmig an Se. Majestät gebrachte Vorschlag des Senats der Universität Erlangen, den Proseclor 1)r. Her; in Erlangen zum außerordentlichen Profeffor in der medicinischen Facultät zu ernennen, ist von der Allerhöchsten Stelle bewilligt worden. Damit ist in Bayern der erste entscheidende Schritt für die Zulassung der Juden zum Staatsdienste geschehen. Wie es heißt, hat der König damit einen neuen Beweis geliefert, daß er den SlaatSrücksichten persönliche Anschauungen zum Opfer bringt. Um so höher ist dann die verdiente Anerkennung, welche durch diese Ernennung einem tüchtigen Gelehrten wird, auch dem königl. Herrn anzurechnen, von dem sie kommt." von David Siegler, Elias Spritzer, Jos. Löbl, Sal. Siegler je 30 kr.; Gemeinde zu Praschnoaujezd 1 fl., der Schule das. 1 fl., Laz. Kraus 50 kr. ö. W., zusm. 2 Thlr. 3 Sgr.. Zusammen: 7 Thlr. 5 Sgr. Literarischer Wochenbericht. Bonn, 3. Marz. Angckommen: Selbstbiographie von I)r. Gotthold Salomon, Leipzig 1863. Am Vorabend seines siebzigsten Geburtstags (am 3l.October 1554) begann der verewigte Salomon diese Erinnerungsblätter aus seinem Leben niederzuschreiben, die er eigentlich für seine Familie bestimmt hatte, welcher er aber auch sreistellte, sie zu veröffentlichen. Eine willkommene Gabe für seine Freunde und den Literarhistoriker, den ersteren zu nachhaltiger Vergegenwärtigung, dem letztern, weil er hier eine genaue Aufzählung der Schriften des bekannten Kanzelredners und Polemikers sindet. Sonst ist freilich die Darstellung nur eine Aneinanderreihung der äußerlichen Erlebnisse des Verfassers, ohne jeden tieferen Einblick in die Zeit, unter den Zeitgenossen und in sein Selbst. Nur der Bericht über die Kindheit und Jugend Salomous ist wärmer gehalten und befaßt ein höheres Interesse. — Zu Schanghai ist die chinesische Uebersetzung der ganzen Bibel im Jahre 1862 vollendet worden. — Bonn, 13. März. Die Versendung der diesjährigen Jnstitutsfchriften geht rasch vor sich und können wir schon jetzt conftatiren, daß sich überallher die größte Befriedigung mit den abermaligen Leistungen des Instituts ausspricht, das für einen so geringen jährlichen Beitrag, trotz den vielen Nebenausgaben an Porti's, Versendungskosten, Provisionen ff. und trotz den steigenden Papier- und Trnckpreisen, so viele, umfangreiche und werthvolle Werke liefert und dabei auch in der Ausstattung an Papier und Druck bedeutende Forrschritte macht. Die diesjährigen Schriften befassen zusammen 117 Druckbogen, wovon 61* 2 Bogen gr. Octav und 55* 2 mittl. Octav haben. — Wir bemerken, daß unter die Zahl der Bücher, welche den Abonnenlen des Instituts zu ermäßigtem -Preise zu Gebote gestellt sind, jetzt auch ausgenommen worden: „Die Religion des Geistes von Rabbiner vr. Form siecher." Ladenpreis 2 fl. 30 kr., für die Abonnenten des Instituts 1 fl. 10 kr. oder 20 Sgr.,

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