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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1863-02-03 · Heft 6 (3.2.1863) · p. Seite 84

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
27 (1863)
Issue
Heft 6 (3.2.1863)
Date
1863-02-03
Page
Seite 84 (sequence 8)
Language
German
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84 acht Tagen in Paris ausgegebene „gelbe Buch" zeigt in dem Berichte des französischen Gesandten Mercier an seine Regierung über seine im letzten Sommer zu Vermittlungszwecken unternommene Reise nach Richmond den bekannten jüdischen Senator Benjamin als einen der verstocktesten, leidenschaftlichsten Sclavenhalter, den es in den Sclavenstaaten nur geben kann. Preußen. Berlin, 16. Januar. (Privatmitth.) Das„Jahrbuch für Israeliten, herausgegeben von I. Wertheimer und L. Kompert. Wien 1862." enthält unter andern einen Aufsatz von vr. H. Bärwald Hierselbst, betreffend die Unterrichts- und Erziehungsanstalten der jüdischen Gemeinde zu Berlin. In diesem Auffatze berichtet der Verfasser über sämmtliche jüdischen Schulen der Stadt Berlin und nicht blos über solche, welche Eigertthum der jüdischen Gemeinde sind und welche unter dem Patronate des Gemeindevorstandes stehen. Darum hat es uns befremdet, daß er von allen diesen Anstalten eine einzige unerwähnt gelassen, eine Anstalt, die seit 2'/2 Jahren auf hiesigem Platze in aufsteigender Blüthe wirksam ist. Es ist die Friedrichsstädter israelitische Religionsschule, gegründet und geleitet von dem Prediger vr. Landsberger Hierselbst. Die Friedrichsstädtische israelitische Religionsschule, eine von den Behörden concessionirte öffentliche Anstalt, welche am 1. Juli 1866 von Herrn Landsberger auf eigne Kosten eröffnet wurde, zählte am Schluffe des Jahres 1862: 72 Kinder, Knaben und Mädchen, welche in 4 Klaffen vertheilt find. — Am 2. Juni 1861 und 14. Sept. 1862 hat sie 20 Kinder in der hiesigen Hauptshnagoge confirmirt und entlaffen. — Mit Beginn des neuen Jahres hat sie durch Verlegung in die Räume der Berliner Handelsschule und durch verstärkte Lehrkräfte einen noch größeren Auffchwung genommen. Schon der Umstand, daß durch diese Religionsschule, zu der Stadtgegenden ihren Contingent stellen, in welchem, so alt Berlin ist, noch niemals ein Katheder für jüdischen Unterricht einen Platz gesunden, und daß dadurch eine große Anzahl jüdischer Kinder aus der Vernachlässigung in der religiösen Erziehung an die ewigen Heilsquellen des Judenthums sind heran gezogen worden, schon dieser Umstand allein, sagen wir, hätte die Anstalt würdigen sollen, daß ihr Name der Feder des Herrn Bärwald entflossen wäre. vr. H. Münster, im Januar. (Erwiderung.) Von dem Herrn Ober-Rabbiner I. Kahn zu Trier ist in No. 1 dieses viel gelesenen Blattes wegen der zur Bestellung des Bildnisses des nun seligen Herrn Proseffors vr. Haindorf an seine vermeintlich vielen Verehrer von mir ergangenen Einladung eine Erllärung über den Zweck des Reinertrags gefordert worden. — Wenngleich ich nur ungern diesen Weg der öffenllichen Besprechung betrete, so glaube ich doch, einmal denjenigen Personen gegenüber, die mich entweder gar nicht oder doch nicht so genau kennen, wie der Herr Ober-Rabbiner, dann aber auch mit Rücksicht auf meine für den Haindorfschen Lehrer :c. - Bildungs-Verein seit 1839 sich erstreckende Wirksamkett, mit einer Erwiderung nicht zurückhatten zu dürfen. Wenn ich zur Vervielfälttgung des von meinem sel. Gönner mir verehrten treuen Porträts mich entschloß, so geschah dieses, wie in dem Cttculair auch angegeben, aus den dringenden Wunsch vieler Freunde und Verehrer deffelben, nachdem ich zuvor die Zustimmung seines Schwiegersohnes, zeitigen Dirigenten der Anstalt, Herrn Rittergutsbesitzer Lob, eingehott und unter dem Vorbehalt erhatten hatte, daß das Vorhaben nicht aus Kosten und Gefahr des Vereins ausgeführt werde. Sollte Herr Lob diese Bedingung aus besonderen Gründen gestellt haben, oder well er voraussah, daß das Unternehmen geringen oder gar keinen Nutzen verspreche, so hat sich diese letztere Ansicht bestättgt; indem die Zahl der Subscribenten keineswegs bedeutend (ans dem ganzen Rabbinatsbezirke Trier sind nur 4 Exemplare bestellt) ausgefallen ist, so daß bis dahin kaum die Auslagen gedeckt worden sind, obschon das Porträt vorzüglich gelungen und daher der Preis von 20 Sgr. pr. Exemplar nicht zu hoch gegriffen ist. Nach dem Vorstehenden glaube ich, dem Urchelle des Herrn Ober-Rabbiners Kahn das Weitere überlassen zü dürfen, wobei ich bemerke, daß meinerseits zur Beantwortung des übrigen Inhalts des obigen Inserats eine Veranlaffung nicht vorliegt. Walbaum, Reg.-Sekr. Tuchel, 13. Januar. Am 4. d. Mts. trat hier ein bisher der christlichen Consession angehöriges junge«

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