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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1863-01-01 · Heft 1 (1.1.1863) · p. Seite 10

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
27 (1863)
Issue
Heft 1 (1.1.1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 die Versammlung vom Civil-Gouverneur unseres Goun Vorsteher überzeugt bin. Meine Herren, ich werde vernements telegraphisch eine Begrüßung und einen hnen mithelfen, ich werde oft Herkommen, und es ist Dank für die Einladung zu diesem Feste. eine Maxime: wenn ich komme, so betrachte ich, um Beim Anblicke dieser Versammlung von Reprälles zu sehen." sentanten aller Stände wie von Angehörigen der jüdi- Leider haben wir unser« General-Gouverneur, diescheu, griechischen und katholischen Religion wurde jedem n edlen Fürsten, viel zu früh durch den Tod am 12. Menschenfreunde wohl ums Herz, indem er bedachte, . M. verloren! Er hat viel Gutes für die russischen wie der Unterschied der Stände und der Religionen »ebräer im Allgemeinen, wie besonders für diejenigen schon zum großen Theil weggefallen ist! Auch konnte ix 3 unter ihm stehenden Gouvernements gethan und hier jeder Judenfeind sich am besten überzeugen, wie ie wohlthätige Fürstin, die Mutter aller Armen und falsch seine vorgefaßte Meinung sei: daß die Juden Vaisen Kiew's, wird ihr gegebenes Wort nicht mehr sich von den Christen stets zurückziehen und gerne abalten können, weil sie die Stadt, wo ihr edler Gegeschloffen leben wollen, da doch die Juden, wie bei mhl starb, wahrscheinlich verlassen wird. I. R. dieser, so bei jeder Gelegenheit sich den Christen stets nähern, wenn diese nur sie nicht zurückstoßen! Odessa, im November. (Privatmitth.) Laut einer Auch in der Stadt Kiew wurde ein Hospital für ^ase vom Monat Juni d. I. sind alle die in vielen 20 arme kranke Hebräer am 21. October (1. Novem- Städten Rußlands ins Leben^ gerufenen Sonntagsber) feierlich eröffnet, wobei die 3 erwähtten Vorsteher, Sabbathschulen (erster^ für Christen und letztere der Cantor und Rabbiner, der General-Gouverneur 2uden) gesetzlich geschlossen worden. Dahingegen Fürst Wasilczikow und dessen erlauchte Gemahlin, der der Unterricht in der von Dr. Goldenblum Civil- und Bice-Gouverneur, die Professoren der medigegründeten und seit vier Jahren hier bestehenden cinischen Facultät und noch viele andere Beamte der Ersten Sabbathschule für israelitische Handwecks - und Stadt Kiew zugegen waren. Ein Arzt hebräische, Sandlungslehrlinge," die auch in dieser geschätzten Zei- Religion wird die Kranken in diesem Hospitale unent- ^"6 schon mehrere Male erwähnt wurde, mit besongettlich besuchen, und bis ein solcher erwählt wird (wat °erer Allerhöchster Erlaubniß Seitens Sr. Kaiserlichen erst 2 Monate später geschehen kann), hat sich vr Majestät, fortgesetzt. Daschkewicz, Arzt im Kirilow'schen Stadt-Hospitale zm ^- Behandlung der Kranken im neu eröffnetcn Hebräer *0 c i ü 11: II* Hospitale angetragen. Nach Verrichtung eines Gebe Gr. Becskerek, 16. December. (Privatmitth.) Es tes für Sr. Majestät den Kaiser und Sr. durchlauch freut mich. Ihnen folgende allgemein freudig begrüßte tigsten Familie, folgte die Rede eines der 3 Vorsteher Nachricht, die mir soeben von Semlin mitgetheilt wurde, worin derselbe dem Fürsten Wasilczikow dantte fü berichten zu können. Das Haus Rothschild in Wien dessen Fürsprache und Unterstützung zur Errichtun hat dem Comitv in Semlin zur Unterstützung der Beldieses Hospitals; hierauf antwortete der Fürst: „E grader Juden mitgetheilt, daß das Haus Rothschild freut mich sehr, daß Sr. Majestät der Kaiser hier ei in Frankfurt a. M., Paris und London zur Unter- Hospttal zu errichten erlaubt hat, da den Nichtkaufler stützung der armen Juden in Belgrad 25,000 Frcs. ten (hebräischer Religion) der hiesige Aufenthalt nick angewiesen und dem Comitö zur Verfügung gestellt hat. erlaubt ist, und doch viele Unglückliche und Leidend Sie können sich denken, welche freudige Sensation diese die ich mit eignen Augen gesehen, Hilfe bei der hief Mtttheilung bei den Unglücklichen in Semlin und Belgen medicinischen Facultät suchten. Es freut mich d grad machte! Die allgemein bekannte Wohlthättgkeit Eröffnung dieses Hospitals, und ich bin überzeugt, fcc der Familie Rothschild hat sich wiederum so glänzend die medicinische Facultät, die ich wohl kenne, hier mi bewährt, und verdient gewiß die höchste Aneckennung. wirken wird zum Heile so vieler Unglücklichen, ur Besonders kommt diese wahrhaft großarttge Untersicher wird dieses Hospital sowohl der Wissenschaft a stützung den Armen sehr zu gut, da die Noch derselben auch der Menschheit Nutzen bringen." Und die Fü ungemein groß ist. — Es hat wohl ein großer Thell stin sagte: „das Hospital wird gewiß nach bester Or der Belgrader Juden und namentlich die ärmere nung geleitet werden, da ich vom Eifer der mir bekam Classe Semlin und Pancsova verlaffen und die alte

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