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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1855-08-06 · Heft 32 (6.8.1855) · p. Seite 413

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
19 (1855)
Issue
Heft 32 (6.8.1855)
Date
1855-08-06
Page
Seite 413 (sequence 11)
Language
German
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413 Ad 7. Referent hält diesen Antrag, wenn gleich nicht zu verkennen sei, daß diese Vorschrift bei unsren Viehzucht treibenden ReligionSgenoffen zu mancherlei Störungen und Mißhelligkeiten Veranlassung gebe, dennoch zur Verhandlung noch nicht reif, indem derselben die Feststellung des Princips vorangehen müßte, und dabei eine Uebereinstimmung in der Anschauungsweise kaum zu erzielen sein dürste. Ad 8 —10. Rückfichtlich dieser auf wissenschaftliche Dearbeiwngen hinzielenden Anträge, hebt Ref. hervor, wie Nr. 8. bereits den Erfolg gehabt habe, daß zur Befriedigung deS ausgesprochenen Bedürfnisses im Laufe dieses Jahres zwei Schriften erschienen und der Confcren; vorgelegt worden seien (vgl. die obenbezeichneten Schulschristen), nämlich: Leitfaden re. von dem Referenten und lora umizwah von Rabbiner Stein, durch welche letztere Schrift zugleich der in dem Berichte der ersten Conferenz enthaltene Antrag 1., insofern derselbe die Abfassung eines Religionsbuchs für höhere Bürgerschulen bezweckt, seine Erledigung geftinden hat. Nr. 9. betreffend, werde eine vollgenügende Bearbeitung wohl so lange ein frommer Wunsch bleiben, bis die theologische Wissenschaft die zur Abfassung eines solchen populären Werkes nothwendigen Vorarbeiten noch nicht zum Abschlüsse gebracht habe. Bei Nr. 10. (Minhagim) wird auf das bereits vor 20 Jahren begonnene, aber nicht fortgesetzte Werk von Brünk hingewiesen, dieses aber als den Gegenstand in blos einseitig negativer Weise behandelnd, bezeichnet. Nach der Anficht deS Referenten bestehe die Aufgabe eines solchen Werkes, dessen Wichtigkeit für unsre Zeit nicht zu verkennen sei, vielmehr darin, in positiver Weise und von dem Standpunkt der mündlichen Lehre, auf welchem wir uns befinden, die zu allen Zeiten gleichberechtigte, schaffende Kraft des in Israel lebenden religiösen Geistes nachzuweisen, der fich stets in den neuen Formen den Ausdruck dessen verschafft, was ihn innerlich bewegt. Die Versammlung nimmt obigen Bericht dankbar entgegen und beschließt, einen Auszug ins Protokoll aufzunehmen, und den Bericht in extenso zu den Acren zu geben. Den in diesem Berichte übergangenen Antrag: „Aufgabe für die Cantoren zur geeigneten Modernifirung der antiken Regien" empfiehlt die Conferenz der liturgischen Commisfion zur Beachtung. (Fortsetzung folgt.) Anzeigen. J5S" Die israelitischen Institute in Dresden für Knaben sowohl wie für Mädchen gebildeter Eltern, sind zur Aufnahme neuer Zöglinge fortwährend fituirt, und ertheilt jede beliebige Auskunft Die Direction derselben M. Schwarzaner. Für die hiesige Synagoge wird ein zweiter Vorbeter gesucht. O-ualificirre Personen, welche entsprechende musikalische Kenntnisse besitzen, wollen unter Beifügung ihrer Zeugnisse ihre Meldungen an den Unterzeichneten Vorstand, Rosenstraße Nr. 2., portoftei gelangen lassen. Berlin, den 17. Juli 1855. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. Die Stelle eines Religionslchrers und Predigers in hiesiger Gemeinde wird mit dem 1. Octobcr d. I. vacant, und wollen fich aualificirte Bewerber unter ftankirter Einsendung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Der fire jährliche Gehalt beträgt 300 Thlr. Preuß. Court, außer einigen Nebeneinkünsten. Nordhausen, am 20. Juli 1855. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die Emanuel-Temple-Gemeinde der Stadt New- Aork. N. A., sucht einen zweiten Prediger: das Gehalt ist nicht weniger als Ein Tausend Dollars, und die Aufnahme auf 3 Jahre, und sodann auf längere Zeit. Der Gottesdienst des Tempels ist zeitgemäße Reform, mit Orgel und Chor-Begleitung, abgekürzten Gebeten, jedoch alle in hebräischer Sprache. Kenntniß der englischen Sprache wird bei Glcichbcfähigten berücksichtigt. Candidaten werden Näheres durch den Herrn I>r* Philippson in Magdeburg und Herrn Stein in Frankfurt erfahren. Copien der Zeugnisse können laut folgender Adresse eingesandt werden: Herrn <31. Michclbachcr in New-Dork. Die israelitische Gemeinde in Wulfen bei Köthen sucht zum sofortigen Antritt, allenfalls zu den n"' einen Lehrer, 21Ä1 Speciellcs theilt auf portofteie Anftagen mir der Vorstand &. ^£>etrjfel&. Ein Schächter und Vorbeter, der sich der Llpprobation des hiesigen Landesrabbiners unterzieht, findet zu Michaelis d. I. ein Engagement bei der hiesigen Gemeinde. Das Nähere auf pottofteie Anftagen. Lübz in Mecklenburg-Schwerin. Juli 1855. Der Vorstand Albert Arons.

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