Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 19 (1855)
- Issue
- Heft 32 (6.8.1855)
- Date
- 1855-08-06
- Page
- Seite 414 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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414 Ein Cantor, der einen Chor leiten, auch nach altem Style vorbeten kann, wird sofort placirt in einem Betlocal Posens. Firer Gehall 300 Thlr. und Nebenaccidenzien. Anmeldungen nimmt entgegen der Friseur Caspari, Wilhelmsstraße Nr. 8. Probereisen werden nicht vergütet. Es wird ein Lehrer gesucht, der circa 8 Kinder bis zu Terlia vorbereitcn und ihnen auch den jüdischen Religionsunterricht ertheilen soll. Es wird nicht allein wissenschaftliche Befähigung, insonders Kenntniß des Hebräischen, sondern auch gesellschaftliche Erfahrung erfordert, um der Erziehung dieser Kinder die angemessene Richtung zu geben. Das Salair ist 300 Thlr. Zu wenden an den Herrn Dr. Phrlrppfon in Magdeburg. Der Unterzeichnete, mit den besten Zeugnissen versehen, sucht eine Stelle als Lehrer, Vorbetcr und Schächter. Valentin Fischer in Reichenberg in Böhmen. Ein geprüfter Lehrer, der auch in der jüdischen Religion, im Hebräischen, Lateinischen und Französischen mit gutem Erfolge unterrichtet, sucht von Michaelis d. I. ab eine Stelle an einer öffentlichen jüdischen Schule. Nähere Auskunft ertheilt auf portofteie Anftagen der erste Lehrer der jüdischen Schule, Herr Zoel Nathan in Danzig, Fraucngasse. Es wird eine Gesellschafterin und Hausdemoiselle gesucht, wenn auch nicht streng orthodox, dock keinenfalls „neumodisch" erzogen, von sanftem Charakter, von freundlichem, theilnehmendem Wesen, nicht unter 30 Jahren. Hausarbeiten werden nicht verlangt, wohl aber praktische Geschicklichkeit, dem Hausstande, wo nöthiz, vorzustehen, und einen hinlänglichen Grad von Bildung, um sich als tägliche Gesellschafterin einer ältlichen Dame recht angenehm zu machen; musikalische Kenntnisse wären willkommen. Adresse bei dem Rabb. Herrn Dr. PhrlippsvN in Magdeburg zu erfahren. Zum 1. October c. finden israelitische Knaben, welche hiesige Schulanstaltcn besuchen sollen, in meinem Pensionäre gewissenhafte leibliche und geistige Pflege, so wie Nachhülfe bei ihren Schularbeiten. Die häusliche Conversation ist auf Verlangen theilweise in ftanzöfischer Sprache. Nähere Auskunft ertheilen die Herren vr. Schweitzer, Vorsteher der hiesigen Handlungsschule, vr. Posner, Banquier Kaskel, W. Wolfenstein. — Lehmann, Lehrer an einer höhern Knabenschule, Heiligengeist-Kirchhof Nr. 1., vom 1. October d. I.: Neu-Cölln a. W. Nr. 6. u. 7. Ein junger Mann, mosaischen Glaubens, der ferne Lehrzeit in einem Tuch- und Mode - Waaren - Geschäft beendet, auch mit der Buchführung vollkommen vertraut und hierüber die besten Zeugnisse vorlegen kann, sucht gleich oder zu Michaelis d. I. ein für ihn paffende- Engagement. Adressen werden unter R. H. Neuwedell poste restante erbeten. Ein junger Mann, mit den nöthigen Schulkenntnissen versehen, kann sofort unter günstigen Bedingungen in meinem Tuchgeschäft als Lehrling placirt werden. Kroner in Magdeburg. Kehr- und Penfions-Anstalt für Knaben von Dr. Dlagnus Cohn in Hamburg. Diejenigen Eltern, welche geneigt sind, ihre Söhne diesem seit mebrern Jahren bestehenden Institute, dessen Hauptziel die Heranbildung für den Kaufmannsstand ist, anzuvertrauen, werden ersucht, sich an den obengenannten Instituts-Vorsteher zu wenden und werden Prospecte auf Verlangen gern übersandt. Auch finden junge Leute, die hier in ein Geschäft treten sollen, Aufnahme und bei sorgfältiger sittlicher Ueberwachung derselben, gute Gelegenheit zu ihrer weitern Ausbildung. Einem geehrten reisenden Publikum so wie meinen werthen hiesigen Freunden die ergebene Anzeige, daß ich am heutigen Tage meine Gastwirthschaft im Hotel de Russie, untere Königsstraße Nro. 955, unter Beibehaltung obiger Firma, eröffnet habe und halte ich mich mit elegant und bequem eingerichteten Logirzimmern bei aufmerksamer Bedienung und billigen Preisen bestens empfohlen. Cassel, den 26. Juli 1855. B. Sichel, Gastwirth zuyr Hotel de Russie. Woher mag es kommen, daß die Lehrerstellen im Oldenburger Lande so häufig zur Besetzung ausgeschrieben werden? Die Lehrer des dortigen Landes könnten im Interesse der fernen Lehrer einmal Ausschluß hierüber geben. Sind die jüngst nicht genannten ausgeschriebenen Stellen wohl dieselben, die erst vor ungefähr 3l* Jahren zur Besetzung ausgeschrieben waren? Jüdisches Wolksblatt Ro. 43. Mitleid. — Esther Zaune orn. — Anfragen und Antworten. — Blumenlese — Unterhaltung« - Pillen. — NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich: 1 Thlr. Vierteljährig: V« Thlr. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redakteur: M. Itäbe.