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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1855-03-05 · Heft 10 (5.3.1855) · p. Seite 119

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
19 (1855)
Issue
Heft 10 (5.3.1855)
Date
1855-03-05
Page
Seite 119 (sequence 5)
Language
German
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119 für sie (§. 8.) wird nickt mehr als billig fein. An sie richten wir daher unser Gesuch besonders. Was an uns liegt, haben wir gethan. Wir haben persönlich in wenigen Tagen 1800 Exemplare der „Aufforderung" versandt. Exemplare von der letztern find fortwährend gratis von uns zu haben. Dr. L. PH. Nachtrag: Ferner haben die Agentur übernommen Herr Buchhändler WolfPascheles in Prag, Herr Lehrer Berliner in Obersitzko für dort und Umgegend. Das neue Abonnement -es Philippfon'schcn KibelwerKes. Seit langer Zeit kamen uns immer wiederholt Anfragen, namentlich von jüdischen Lehrern, zu: auf welche Weise sie sich unser Bibclwerk anzuschaffen vermöchten, da der Preis für das gesammre Werk zu groß für sie sei, und einzelne Theile nickt abgelassen werden? Dies veranlagte jetzt die Verlagsbuchhandlung, ein neues Abonnement zu eröffnen, und zwar indem monatlich je zwei Lieferungen, und zwar eine des ersten und einedes zweiten Bandes, die Lieferung zu 5 Bogen l'k Ngr., an die Abonnenten regelmäßig und sicher abgeliefert werden. Das neue Abonnement beginnt mit dem Februar und kann durch alle Buchhandlungen geschehen. Auf diese Weise kann Jedermann allmählig in den Besitz dieses Werkes kommen, ohne daß es ihn zu sehr anstrengt, da der Preis somit auf vier Jahre verthcilr ist. Er braucht auch nicht zu fürchten, daß das Werk in's Stocken geräth, da es bereits vollendet vorliegt. Wir bemerken aber, daß baldige Bestellung rathsam ist, da in der That die Zahl der noch vorräthigen completen Exemplare bei einer Auflage von 2000 Exemplaren nicht mehr 200 beträgt; eine neue Auflage aber bei den großen Kosten viel schwieriger zu bewerkstelligrn ist. Es versteht sich von selbst, daß jeder Abonnent zu aller Zeit den Rest seines Exemplars auch sofort beziehen kann, und daß überhaupt vollständige Exemplare noch jetzt bezogen werden können. Mögen recht Biele die günstige Gelegenheit benutzen, und dieses Werk, welches ihnen den heiligen Urtext, die neue, auf die besten Vorgänger gestützte Ucbcrsctzung, den ausführlichen, sowohl die alten jüdischen, als die neueren christlichen Erklärer umfassenden Commentar, mit Einleitungen zu jedem Buche und einer allgemeinen Einleitung, und mehr als 500 der feinsten englischen Holzschnitte bringt, sich zu eigen machen. Wie Cultusfreiheit in Spanien. Es zeigt sich immer klarer, daß eS nicht Fanatismus, sondern nur noch die Furcht der Parteien vor einander ist, welche die Cultusfteiheir aus Spanien — das darin fast isolirt steht in Europa — noch verbannt hält. Dies erweist sich aus der Fortsetzung der betreffenden Debatten. In der Cortes-Sitzung vom 12. Februar wurde in der fortgesetzten Verfassungs-Beralhung ein Amendement Seoanc's, wonach die Ausländer in Spanien bezüglich des Gottesdienstes die nämlichen Rechte haben sollen, welche in den Ländern, denen sie angehörcn, den Spaniern bewilligt find, von Lafuente als praktisch unausführbar bekämpft und mit 125 gegen 102 Stimmen verworfen. Hierauf beantragte Degollada ein Amendement, nach welchem die Ausübung eines andern als des römisch-katholischen Gottesdienstes in allen Städten Spaniens und seiner Colonien geduldet werden soll, die mehr als 70,000 Einwohner haben. Der Antragsteller hob besonders hervor, daß bei den immer kühneren Eingriffen des klerikalen Geistes eine kräftige Gegenwirkung nöthig sei. Nachdem Los Heros das Amendement bekämpft hatte, wurde die Sitzung geschlossen. In der Sitzung vom 13. endigte die Berathung über das Amendement Degollada's mit Verwerfung desselben durch 124 gegen 96 Stimmen. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Hannover, 12. Februar. (Privatmitth.) Seitdem ich Ihnen das letzte Mal geschrieben habe, ist inmiK ten unseres Gemeindelebens nichts vorgekommen, was eine öffentliche Erwähnung verdiente, außer etwa, daß, wie bereits im vorigen Jahre, so auch in dem gegenwärtigen von Seiten des hiesigen Frauenvereins eine ansehnliche Quantität Roggen und Hülsenfrüchte angekauft worden ist, die an Bedürftige für einen mäßigen Preis abgelassen wird, um denselben bei der überall herrschenden großen Theuerung die Anschaffung der norhwendigsten Nahrungsmittel zu erleichtern. Ist

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