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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1855-02-26 · Heft 9 (26.2.1855) · p. Seite 113

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
19 (1855)
Issue
Heft 9 (26.2.1855)
Date
1855-02-26
Page
Seite 113 (sequence 13)
Language
German
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113 sah, schon nicht harmoniren dürfte. Jedenfalls scheint diese Kälte des Mädchens nur zur Staffage dienen zu sollen, m» das tiefe Gefühl Ephraims, das sich Lei der Kunde von dem Tode seines Schwagers und später offenbart, mehr heroorzuheben; aber das hindert nicht, daß sie wie ein schriller Ton in die Harmonie jenes tiefen GemüthslebenS deS Glaubens und der Liebe eingreift. Meisterhaft ist in demselben Capitel der durch den Ingrimm über die unverschuldete äußere Verfolgung entstandene und von dem durch den Zweifel gemordeten Glauben nicht mehr versöhnte Zwiespalt in dem Herzen Ephraims geschildert. Die, wenn auch nicht aus Judenhaß, doch aus der gewohnten Verachtung derselben vollzogene Tödtung seines Schwagers hatte den Keim dazu gelegt, die täglichen Unbilden, die der Knabe erlitt, hatten ihn großgezogen. Nur ein Jude, der selbst mehr oder minder die furchtbaren Käarpfe, die das nach Liebe lechzende Herz, das sich überall vom Haffe und der Mißachtung zurückgestoßen steht, noch heute bestehen muß, und sich glücklich preisen darf, wenn es nicht unterliegt, wie das des jungen Ephraim, und ohne Groll gegen die Menschheit daraus hervorgeht, nur ein Jude vermag diese ftrrchtbaren Kampfe in dem Herzen eines gebildeten Juden zu schildern. (Schluß folgt.) Anzeigen. Die Stelle eines CantorS und Schächters in hiesiger Gemeinde, verbunden mit einem jährlichen Einkommen von circa 400 Thlrn. nebst freier Wohnung, ist vacanr. — Hierauf Reflcctirende, welche musikalisch gebildet und einen Chor zu leiten verstehen, werden aufgcfordcrt, ihre Zeugniffe dem unte^eichncten Vorstände baldigst einzusenden. — Für die Probeleistungen werden Reisekosten nicht vergütigt. Drieg, den 5. Februar 1855. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. Zum 19. April d. I. findet allhier ein vom hiesigen Landesrabbinate approbirter Religionslehrer, Schächter und Vorsänger ein Engagement. Das jährliche Gehall ist, neben fteier Wohnung, Mittag- und Abendessen und einigen Sporteln 100 Thaler preußisch Courant. Hierauf Reflectirende wollen sich recht bald persönlich oder in ftankitten Briefen, unter Einreichung ihrer Zeugnisse, melden beim Vorstände der israelitischen Gemeinde zn Malchin in Mecklenburg. Lehrer-Gesuch. An der hiesigen israelitischen Gemeindeschule ist die Stelle eines Lehrers mit einem firen Gehalte von 400 Gulden jährlich, vacant uud mit dem kommenden Semester anzutrctcn. Reflectirende wollen sich baldigst unter Nachweis ihrer Befähigung, ihrer bereits erprobten Leistungen, wie ihres religiösen und politischen Betragens, an den Unterzeichneten Vorstand in frankirten Briefen wenden. Besonders anempfchlcnd ist die Kenntniß der ungarischen Sprache und die Befähigung, als Bassist beim Gottesdienste mitzuwirken. Fünfkirchen in Ungarn, den 6. Februar 1855. Der Vorstand der ist. Cuttus - Gemeinde. Lectnrer Wanted. The Portuguese eongregation „Shearith Israel“ * * ■w of the City of New York, liaving resolved to w employ a Lecttrer in their Synagogue, in vite the w w applicalion ol Gentlemen competent to perform w Q tli.it duty. Q w The Salarv will be liberal and the Situation w w made permanent alter a satisfactory trial. W Testimonials in regard to talents, moral and w w religions deportment, &c., to be addressed to the undersigned from whom also any further informaw tion can be obtained. w w SOLOMON J. ISAACS. w w President K. K. Shearith Israel, w y£ 215 Water st., New York. Jnstitutsdirector Herr M. Schwarzauer in Dresden ist beauftragt, eine sehr gut dotirte Gouvernantenstelle in einer Stadt Oesterreichs zu besetzen. Gefordert wird: gründliche Kenntniß der Elrmentarwtsseuschaften, der französischen Sprache, sowie praktisch pädagogische Erfahrung. Meldungen mit hinlänglichen Zeugnissen sind franco einzusendcn. Bacanz. Eine Hauslehrerstelle, in welcher 4 Kinder in Elementargcgcnständcn, neuern Sprachen und Clavier zu unterrichten find, ist gegen ein jährliches Gehalt von 200 Gulden nebst fteier Station in einem Orte am Rhein zu besetzen. Portofreie Anmeldungen bei Rabbiner Dr. Adler in Alzei. Ein unverheiratheter Mann, der im Talmud und Ebräischen tüchtig ist und einen moralischen und religiösen Lebenswandel Nachweisen kann, findet zu Ostern c. eine Stelle als Hauslehrer. Meldungen werden frankirt von Herrn S. MÄhstn» in Breslau entgegengenvmmen.

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