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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-12-19 · Heft 52 (19.12.1853) · p. Seite 667

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 52 (19.12.1853)
Date
1853-12-19
Page
Seite 667 (sequence 11)
Language
German
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667 Fez, dann die vorgeblichen itotto mafcn und mabT ne*''!» der zehn Stämme, die von den unsrigen abweichen, endlich die Anftage an R. Zemach Gaön über diese und dessen ablehnende Antwort. 16) DaS Buch Henoch; dies sogenannte Buch Henoch schildert Henoch älS Metatron. 17) E^ählnug von Abraham, abgekürzt ans einem größer» selbstständigen VNT2» mxrß', wie Herr Z. auS einer, ganz übereinstimmenden, aber auSführlichern arabischen Erzählungen von Abraham erweist, die Profeffer Tischendorf auS Kahiro mitgebracht. — Unsre Leser ersehen, welche bedeutsame Stelle in unsrer Literatur dieses Sammelwerk des verdienten Gelehrten einnimmt. Möchte er Unterstützung genug finden fortzufahren. Mkagdebrrrg, im Dezember. An die jünst erwähnten hebräischen Epopöen, deren Helden Mosche, Joschua, Elija, reiht sich jetzt eine Zonaide, nämlich: VIOI OTrssa ina» p it:v* nso bVo i-tSY'b ♦pV»E> iT2 ^»->122 TO NO» Q“T'0!7!52-I»2 520 So sehr wir nun die Gewandtheit des hebräischen Stils, welche Herrn Pollak in Amsterdam eigen ist, die Geschicklichkeit, mit der er die biblische Phrase zu verwenden versteht, anerkennen: so besteht doch eben das ganze poetische Verdienst dieses EpoS darin, daß der einfache Ton des Buches Jona unendlich breit ausgeführt, ja jedes Wo« dieses trefflichen prophetischen Volksbuches in eine lange Phrase oder Schilderung verwandelt worden ist. Der Stoff ist ganz unbelastet geblieben. Offen gesagt, wir sehen dann den Zweck dieser Bearbeitung nicht ein, und würden es gern sehen, wenn Herr Pollak seinen hebräischen Stil auf nutzbarere Weise verwenden würde. SDfrtgbelMirg, im Dezember. Durch besondere Freundlichkeit find wir in den Besitz der sämmtlichen Werke des Herrn Professors am Rabbinerinstitute zu Padua, Lelio della Torre, gekommen. Es ist ein Eigenes, wenn man einen Blick über die sämmtlichen Erzeugnisse eines ganzen, reichen, durchstrebten Lebens wirft, und so die Früchte einer langen Vorbildung, ununterbrochenen Entwickelung und ununterbrochenen Strebens vor sich auSgebreitet steht. Freilich', ist auch hier das Fragmentarische, das allem Menschlichen anklebt, nicht zu verkennen — alles Thun und Vollbringen bleibt hinter dem Wollen zurück — und bei literarischen Produkten, wie viel kommt auf die Verhältnisse, die bestimmen, auf die Gelegenheiten, die sich bieten, an — oft das Beste bleibt unausgeführt aus Mangel an Zeit und Veranlassung. Geben wir hier eine kurze Ueberficht der größeren Schriften, indem wir zahllose kleinere Piecen, die theilS allein, theilS in Sammelwerken erschienen find, bei Seite lassen. Wir folgen der Chronologie. — Cinque discorsi detti in Podova. 1834. WaS ünS hier insonderS freute, war die genaue Bekanntschaft (namentlich auS der Vorrede) zu ersehen, welche Herr Professor de Torre schon 1834 mit der deutsch-jüdischen Literatur hatte, namentlich mit allen homiletischen Schriften, so daß er z. B. schon im Mai unser im Januar jenes Jahres begonnene „israelitische Predigt- und Schul-Magazin" kannte. Die erste Rede, gehalten am 10. November 1829 bei der Einweihung des rabbinischen Instituts, ist: über die Nothwendigkeit, die philosophischen mit den theologischen Studien zu verbinden. In einem sehr angenehm fließenden und volltönenden Italienisch zeigt der Redner an Beispielen aller Zeiten auf dem Gebiete des JudenthumS, wie an gewichtigen Gründen, wie segensreich, ja wie unentbehrlich die Verbindung philosophischer und theologischer Studien ist, und wie fie sich gegenseitig stützen. Zweitens: Einleitung zu den Studien, der Ritualtheologie rc. aus demselben Jahre, eine schone Ueberficht und Charakterifirung. Drittens: die Tugend ist die wahre Weisheit. Viertens: Anrede an die Alumnen des RabbinerinstitutS, welche zum ersten Male daS Rabbinatszeugniß erhalten erhalten. 10. März 1833. Endlich: Gesetz, Gottesdienst, Wohlthättgkeit, die Pflichten des ReligionslehrerS, 8. März 1834, eine männliche Beredtsamkrit, welche kräfttge Gedanken, warme Gefühle mit schönem Ausdruck vereinigt. — ES folgte 1835: viscorso funebre auf Franz I. — 1837: Della socialita della legge mosaica. Eine Rede, zum Theil von großem Schwung und Feuer, in welcher die gesellschaftliche Glückseligkeit, welche das mosaische Gesetz lehrt, und welche in den Wallfahrten nach Jerusalem eine besondere Verwirklichung fand, besprochen wird.— Aus dem Jahre 1842 haben wir ein Memoire über die Stellung der Juden im germanischen Reiche im Mittelalter, eine recht brave, überstchtliche Darstellung. — Auf einem andern Gebiete begegnen wir Herrn della Torre 1845 durch seine italienische Uebersrtzung der Psalmen. ES mangelt merkwürdiger Weise den italienischen Juden noch gänzlich an einer italienischen Uebersetzung, während in italienischer Sprache überhaupt nur die von Donati eristirt, und ihre Verbreitung verpönt ist. Diese Psalmübersetzung machte daher sehr viel Glück, und ist die Auflage, wie wir hören erschöpft. ES erschien jedoch nur der erste Theil: Tert, Uebersetzung und

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