Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 17 (1853)
- Issue
- Heft 50 (5.12.1853)
- Date
- 1853-12-05
- Page
- Seite 639 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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639 dem Divan Jehuda Ha-Levis rc., Szanto über Religionsunterricht, dessen Fortsetzung man ungern vermißt u. ui. A. Auch hat Herr Lettcris 0r. Jost's schönen Literaturbericht über die Kabbala, der auch besonders in Leipzig erschienen, und D'Israclis geistreiche Schrift über dic Judenftage, die nebst Dr. Suscmihlls Ucbcrsetzung des ganzen Werkes, Lord Bentnik, eine politische Biographie, als besondere Broschüre in Leipzig erschienen, in seiner Zeitschrift einen Platz cingeräumt. Den Schluß bilden yiin nan773 777722 a-n:X73272 man den Besten der Aegyptcr tödle in Kriegszeilen. Die Entstehung dieses Volksspruches läßt darüber keinen Zweifel vbwalrcn. S. Raschi zum 2. B. M. 14, 7. „Pharao nahm 600 auserlesene Wagen u. s. w. Woher, bemerkt Raschi, nahm Pharao die Bespannung zu den Wagen. heißt es doch 2. B. M. 9, 6: eS starb alles Bich Mizraims? Von denjenigen Acgyprern, die das Wort Gottes fürchteten und ihre Hecrdcn in die Häuser stüchteren, ibid. 9, 20, und nun zum letzten Kampfe gegen Israel ihr Vieh hcrgabcn. Die goltesfürchligen Aeayptcr waren also zum Nachthcil für Israel, daher, sagte R. Simon, das Sprüchwort: den Besten der Aegyptcr rödte u. s. w." Es ist demnach klar, daß dieser Spruch nur von den Götzendienern und vornämlich von den Aegyptern gilt und zwar nur im Kriegszustände, wo dem besten Freunde wegen des Nativnalkampfes, weil da die gcfahrlicksttN Leidenschaften im Menschen aufgeregt werden, nickt zu trauen tst. — Selbst den andern Spruch hält Herr R. nur für eine Ergänzung des ersten; der gutartigsten Schlanze zerschmettere den Kopf und hüte dich vor ihrem Gifte, denn die Schlange ist in der Bibel das Sinnbild der Aegyptcr. S. Icsaias 27, 1. Brmerkcnswerth ist folgende Stelle des Bcchai b. Ascher in seinem Torakommentar, die cs deutlich darlegt, wie die Alten darüber gedacht haben. Nachdem er die obige Stelle aus dem Raschikommentar zitirr fährt er forr: -,8273 ttt -,a -pmra '-> i::n 2-1272 '2-32 77 13-77121 its-si pican yc 7ni72ii7, 17377773 rrca iiin 2-12272 aia 12177372 sin n73ib-3 ny-aa “o lan ii827 *n*n -;2inb ^1232 8ai “';r anb3 sina ins:: ■>2 72inb •mos n?2nb73 71:7722 sbTa osinb 2272n nns ris 27772b anb supb 12-1:33:: 173N773 172-22 qs -irre 72 1-171 87 ana 2777272 2- 73737? 1772727 17-281 -77-1737 -,->722 1172 12ph 1232 82 1122 228 .173D3 11173 I73lb73 772722 8772 17-28 2-133731 -;-772 12 apnb 181 122 2—13:731 -ina 1731773 -na -27 2-1312 11-1 8b 2-1 br -pinn 1-72221 na72n 8in ,227 2777n7273 128 ^271 1 2pl 22 2777717 878 »22122717 12-71773 ^271 ^121- 2727 8771 173lb73l '73772 Die Alten haben hierin sehr milde und human gekackt und die ganze Beschuldigung entbehrt jedes Grundes, weil, wie Bechai richtig bemerkt, eine solche Lehre durchaus unbiblisch ist. S. Mechilta, Tanchuma und nnnn by 112. Korrespondenznachrickten, höchst unbedeutend, und Notizen mannigfacher Art, die man hier in einer VierteljahrS- Schrift gar nicht sucht, über Opernsänger, Saphir's Akademien, Rokhschild's Vermögensverhältnisse u. dgl. Jedenfalls könnte Herr Lettcris den Raum dieser inhaltsleeren Rubriken besser und nützlicher ausfüllen, die in seiner Zeitschrift gar nicht am Orte find. Zu den ephemeren Erscheinungen der Literatur gehören auch die Kalender, die unentbehrlicher Hausbedarf geworden und in jeder Hütte anzutreffen sind. Kein Wunder daß dem Kalender, diesem eigentlichen Bolksbuche jetzt größere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Es ist um so erfreulicher, daß auch auf jüdischem Gebiete ein Fortschritt hierin bemerkbar ist. Es sind bereits hierin die Anfänge gemacht worden, so unvollkommen und geringfügig sic auch sind. Herr Paschelcs in Prag giebt feit 2 Jahren einen illustrirtcn Polkskalender für Israeliten mit verschiedenen Beiträgen heraus und Herr Salomo» Stern hat den gewöhnlichen Kalender für Israeliten mir einigen Zugaben, Ucbersetzungcn aus dem Talmud u. dgl. vermehrt. Auch Herr Reggio, der überallhin thätige, hat bereits den 2. Jahrgang seines italienischen Kalenders edirr. Der Name des Herausgebers bürgt für dessen Gediegenheit. Als schönes nachahmungswertheS Muster kann der französische Kalender für Israeliten empfohlen werden, wie überhaupt die Franzosen in dieser Hinsicht als die Lehrer aller Nationen gelten. Es liegt mir ein solcher 2-11 7137273 mb, Annuaire etc. A l’usage des Israeliles. Par A. Ben Baruch. Paris. A la librairie Israelite, vor, der, was Anordnung anbelangt, auf deutschen Boden verpflanzt werden mag. Es ist darin alles enthalten, was dem Israeliten zu wissen nothwendig ist. Erstlick die Population der französischen Juden 86,600. Dann ein ausführlicher Schematismus der Konsistorien, Rabbinatc, Synagogen, nebst ihren Mitgliedern und geistlichen Beamten, bis herab zu den Mohelim und Sophrim. Ferner ein genauer Bericht über die öffentlichen Schulen und Pensionäre in Paris und den anderen Hauptstädten, besonders der Ecole eenlrale rabbinique und Conrs d'instruclion religieuscpour les elfeves Israeliles. Schließlich alle wohlrhätigcn Vereine und Institute der Israeliten in Frankreich mit ihren Vorstehern und Präsidenten. Scbr nützlich sind auch die Rubriken: l'ubliealions religieuses el Bibliographie, wo die neuesten Gebetbücher, religiöse Schriften, Zeitschriften u. s. w. angegeben find. Recht sinnig ist bei der Angabe der im Jahre 1852 ncuerbauten Synagogen in Frankreich, Mühl- 50*