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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-09-26 · Heft 40 (26.9.1853) · p. Seite 506

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 40 (26.9.1853)
Date
1853-09-26
Page
Seite 506 (sequence 6)
Language
German
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506 einst die Folge davon sein muß, liegt auf der Hand. wünschten Resultate geführt! Zunz nämlich war Diese betrübendende Thatsache kommt daher, weil es er einzige, dessen Auditorium mit jeder Vorlesung der konservativen Partei an einer tüchtigen ReligionS- >uchS und ihm bis an's Ende mit Aufmerksamkeit schule fehlt und, run HauS- oder Privatlehrer zu nd Spannung folgte; Sachs dagegen und Grätz engagiren, nicht überall die Mittel und die Luft vorrußten aus Mangel an Theilnahme ihre Borlesunhanden sind. Vor längerer Zeit hat zwar unter Sachs' en schon früh schließen und vr. Cassel fand gar nicht Aegide eine solche Schule hier bestanden, doch ist cst Gelegenheit, die seinigen zu beginnen. Sie sehen dieselbe schon nach kurzer Zeit wieder eingegangen ierauS, wie wenig sich eigentlich Berlin als Auf- und zwar auS Gründen, die deS Breitern auSeinannthaltSort für solche junge Leute eignet, denen eS der zu setzen hier zu weit führen würde. Und doch im eine gründliche Ausbildung in der jüdischen Theomacht sich daS Bedürfniß nach einem regelmäßigen, ogie zu thun ist. Talmud wird hier nur wenig besystematischen Religionsunterrichte so sehr geltend, rieben und selbst Predigten werden selten gehalten, daß selbst konservative Eltern ihre Kinder in die Schule »a Sachs durch seinen Gesundheitszustand oft verder Reformgenoffenschaft schicken, um sie nur des ge- -indert wird, solche zu halten. Dennoch wurde der nannten Unterrichts nicht ganz verlustig gehen zu Vorschlag, einen zweiten Prediger Hierselbst anzustellassen. Hat nun, solchen Thatsachen gegentu, von den Repräsentanten, die daS Geld hierzu über, der hiesige Gemeindevorstand nicht bewilligen sollten, abgeleht und diese Angelegenheit die Pflicht, ernstlich an die Gründung eicuht daher vorläufig. Ob auf lange, ist kaum mit ner solchen Schule zu denken und somit ei- Gewißheit zu bestimmen. — DaS unlängst hier erner völligen Unkenntniß deS IudenthumS, folgte Ableben deS Major Burg, durch welches die wenn nicht einem noch gar schlimmern Uepreußische Armee vom Iudenthume endlich purifizirt bel für die Zukunft vorzubeugen.*) Doch worden ist, wird Ihnen gewiß eben so bekannt sein nicht bloS der Jugend fehlt in religiöser Beziehung wie der vor Kurzem in Venedig erfolgte Tod deS die gehörige Leitung; auch die jungen Leute, welche durch ganz Europa bekannten Buchhändlers und Ansich Behufs ihrer wissenschaftlichen Ausbildung und tiquarS A. Ascher von hier, welcher übrigens auch namentlich zur Vorbereitung für das Rabbinat hie, in Beziehung auf die jüdische Literamr zu beklagen aufhalten, vermissen eine solche schmerzlich. Die Unijst. - Ich schließe meinen diesmaligen Bericht, inversitäl leistet bekanntlich der jüdischen Theologie auch dem ich Ihnen über die Thätigkeit der hiesigen jüdinicht den geringsten Vorschub, und während Manche schen Literaten und deren gegenwärtige Beschäftigung, durch Beruf und Stellung dazu moralisch verpflich. soweit ich davon Kunde erhalten habe, Mittheilung tet, sich das Verdienst erwerben könnten, den junger mache. Zunz arbeitet, obwohl am Arme leidend, an Leuten ihren Studiengang vorzuzeichnen oder hierii seinem Werke über die Selichot rüstig fort. ES soll ralhend zur Seite zu stehen, scheinen sie dieses Be dasselbe drei Bande umfassen, von denen die beiden dürfniß entweder nicht zu fühlen, oder nicht die Fähig ersten sich über die Geschichte und Literatur der Zeit, keit zu besitzen, die jungen Leute an sich zu fesseln in welcher die Selichot verfaßt find, verbreiten wer- E o geht unter den jüdischen Theologen ein jeder nac! den; der dritte Band soll dann hebräische Beilagen wie vor seinen eigenen Weg, und es ist kein Wunde, bringen, die nur handschriftlich vorhandene Selichot wenn Mancher auf Irrwege geräth. Hoffen wi, enthalten. Der Druck deS Werkes soll schon nächdaß daS in BreSlau zu Ostern ins Leben tretend stenS beginnen. — Dr. M. Sachs ist mit der Aus- Seminar hierin besser wirken werde. Hat doch selb arbeitung des zweiten Heftes seiner Beiträge zur der im verflossenen Winter hier gemachte Versuch Sprache und Alterthumsforschung beschäftigt, die Hofdie jüdische Wissenschaft durch Vorlesungen dem Publi ftntlich gleichfalls nicht mehr lange auf sich werden kum zugänglich zu machen, nur zum Theil zu eine, warten lassen. — Steinschneider, der wiederum seit *) Was ist nicht Alles Pflicht, und die Leute, d an der Spitze der Gemeinden stehen, thun es doch nich und gerade weil eS so einfach ist, thun sie es nicht! Redaktion. längerer Zeit in Orford weilt, ist dort mit seiner Libliotdee» Locklejsns beschäftigt, von der bereis die erste Abtheilung des ersten Bandes fertig ist. — David Cassel hat vor Kurzem seinen 6usri vollendet,

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