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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-09-26 · Heft 40 (26.9.1853) · p. Seite 505

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 40 (26.9.1853)
Date
1853-09-26
Page
Seite 505 (sequence 5)
Language
German
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505 aber etwa 186 gar nicht wußten, was sie unterschrieben hatten) die sich — waS man zugebcn muß — jedoch nicht erdreistet haben, sich für die orthodore Partei der Gemeinde auSzugeben. Sie hatten, vermuthlich angereizt von dem jetzt wehenden Wüstenwinde, vorgegeben, die kultuellen Institute feien nicht gehörig vertreten, und das fromme Element im Gemeindevorstande muffe daher vermehrt werden. Der Senat untersuchte, fand bald die Grundlosigkeit der Angaben und bestätigte die Wahl, und damit war die Sache zu allgemeiner Zufriedenheit erledigt. Steckte hinter diesem verunglückten Unternehmen etwa ein Streben wie das in Schwerin geglückte, fo muß man gestehen, es war herzlich dumm angefangen. Uebrigens bemerke ich in den jüdischen wie nichtjüdischen Kirchenzeitungen eine nach meiner Meinung sehr verkehrte Auffassung derartige Vorgänge. Die „historische Kirchlichkeit" ist ein Fieber, das man auSrasen lassen muß. Es wird vorübergehen, wie daS politische der letzten Jahre, freilich ohne daß so heroische Mittel dagegen nölhig sind. Sein innerer Werth ist um keinen' Pfifferling besser. Worms, im September. (Privatmitth.) Wir haben für heute nachstehende Mittheilungen den geehrten Lesern d. Bl. in Angelegenheit der Renovirung der hiesigen Denkmäler zu machen. Bereits unternommene Forschungen haben neben den im Aufruf erwähnten Namen noch folgende maatn aufgefunden , die des m©72 'n, des ■pan «ba, des -prna Iran (vielleicht der Vers, des mannm bra, oder der Stifter deS s-naaaim» a"nrna; der Stein ist mit einer umfangreichen Aufschrift versehen); das Grab des npn wird hoffentlich bald ermittelt werden, ebenso das Grab deS «mb rroa 'n (angeführt im -m naaa). — Aus einem Briefe des amsterdamer Vorstandes erlauben wir uns einen Theil zu veröffentlichen, er lautet: ■'b^aarrb, psb a'rnn bibs a 's cv a-namas rfa snnmi p"pa, nmpsrr br cnaisn bsia-1 ■aa ■^■'•arb piat ■casti a^ny armaa rna© "jpnb rnirrisiarn •rrs-p D'r* bansi ab^n 'n hpa,\ mp mra msr ■ja (asnarn) aariaaa mNib ia©w b^s ■’by mn»©a npi©nm aarrrbaa narnbrirn "’S, maar; ■’br’ rann <©1 nbiarn b*nam m©ar? aoi« mann a^pi-tb ^s© 12 n©rr nm, im m ©i©ai abia psa, br'aai -,pnb ca »rn^nn pnrra labnnn na mm ■'asb in*»'© riaata ccm ■'warri c-p^naa mos: abn br naynbi n©Ki acn©rr.'iai smaaama a"-ina, moa^c a"-' brrn©'' ma babi nss aanbnpb iann 12! aapbn m^sn ic.; unterzeichnet ist der Brief von a-aans pnnrb 2p2'> mi-’ar: ms arn:a©rr ppn a-s-mai «iibia bsia© nrb© Mag diese Zuschrift für daS Ausland anregend sein und erlauben wir unö nur zu bemerken, daß Herr Lehren vor Jahren den hiesigen Ort und die Alterthümer besuchte, und schon damals die Anschwärzung der Leiebensteine veranlaßte. Es folgt nun die Spezialrechnung der bisher eingegangenen Beiträge, chronologisch geordnet, was als Spezialquittung den geehrten Gebern dienen mag. Es gingen ein von märkischFriedland 5Thlr.; Elwangen 3 Fl. 30 Kr.; Brelten 8 Fl. 21 Kr.; Adelsdorf 10 Fl.; Lonnerstadt 2 Fl. 6 Kr.; Mühlhausen (Baiern) 7 Fl. 42 Kr.; Forchheim 5 Fl. 9 Kr.; altschottländischer Gemeinde zu Danzig 19 Thlr.; MySlowitz 8 Thlr.; Flatow 7 Thlr.; Pleß 3 Thlr.; Grätz (im Posenschen) 6 Thlr. 22 Sgr. 6 Pf.; Wolfenbüttel 2 Thlr.; Burgunftadt 12 Fl. 27 Kr.; Wiesbaden 24 Fl. 9 Kr.; Gnesen 5 Thlr.; Koburg von Simon und Söhnen 25 Fl.; Graudenz 3 Thlr.; Grünberg 6 Thlr.; Baruch Achselrad aus Jassy 2 Fl.; Meckl. Schwerin 11 Thlr. 5 Sgr.; aus der Gemeindekasse der Afchkenasim zu Amsterdam 50 Fl. Summa 75 Thlr. 27 Rgr. 6 Pf. und 150 Fl. 24 Kr.; zusammen 283 Fl. 15 Kr. DaS Komite zur Renov. der Denkmäler. Preußen. Berlin, im September. (Privatmitth.) Wem die religiöse Erziehung der Jugend wahrhaft am Herzen liegt, der muß eS besonders schmerzlich empfinden, wenn er sieht, wie wenig hier für dieselbe gerade in denjenigen Kreisen geschieht, die sich rühmen, dem konservativen Judenthum anzugehören und für die Erhaltung desselben Sorge zu tragen. Sieht man nämlich von dem geringen Theile der hiesigen Jugend ab, welche entweder die gegenwärtig unter der Leitung des Herrn Horwitz stehende Gemeindeschule besucht oder privatim Religionsunterricht genießt, so wächst der bei weitem größere Theil der Kinder, deren Eltern nicht derReformgenossenfchast angehören, ganz ohne Religionsunterricht heran, und was der-

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