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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-08-15 · Heft 34 (15.8.1853) · p. Seite 427

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 34 (15.8.1853)
Date
1853-08-15
Page
Seite 427 (sequence 9)
Language
German
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427 Amerika. Sl. Thomas (dänische Kolonie), im Juni. (Jew. Cbron.) Ich bin so glücklich, Ihnen mittheilen zu können, daß unser Glaubensgenosse, Kapitän S. Rothschild, von der Firma Rothschild u. Comp., Bürger unsrer Insel, durch unfern König zum Ritter vom Dannebrog dekorirt worden ist. Er war nämlich von der Regierung von Dominique an den Hof von Dänemark 1851 gesandt worden, um einen Handelsvertrag und die Anerkennung der Republik von Dominique zu erwirken, was er durch seine Gewandtheit erlangte. — Die „St. Thomas-Tidende" von heute enthält einen Bericht über die Grundsteinlegung des „Fremden- und Seeleute-AsylS," welche von unserm hochgeachteten Glaubensgenossen, Mayor Wolff, am 22. vollzogen worden. — Mögen sich die Earls von Derby und Winchilsea daran eine Lehre nehmen. Abhandlungen verschiedenen Inhalts. Eine grammatische Reflexion. Von I. G. Gans. Eine eigenthümliche Abweichung von den allgemeinen Regeln der Grammatik bieten die beiden Zeitwörter ^bn und npb, indem beide im praet. bp ganz der regelmäßigen, im tut. hingegen derartig der unregelmäßigen Konjugation folgen, daß sie zwar gleichmäßig den ersten Radikalbnchstaben auöfallen lassen, erstcres aber dem praek. einen gedehnten Vokal ("qbrz) wie *'"3, letzteres dem zweiten ein Dagesch (npvr) wie :"s giebt. Woher diese Verschiedenheit, diese Ausnahme, da kein anderes Wort mit den gleichen Anfangsbuchstaben diese verliert? Ferner dürfte die Wurzel beider Wörter noch nicht als unbestreitbar feststehend zu erachten sein. Es erscheint vielmehr nicht zu sehr gewagt, wenn man dieselbe in der Kategorie der rfb (nab, nnp) suchen wolle und zwar aus folgenden Gründen: 1) hat der Infinitiv neben »qbn , ^bn-ripb, npb auch nab und nrq? (die n - Endung) wie alle irTb, worin sie aber auch wieder den 2"s (n*Ä3) und den ■f's (naa?) annalog find; 2) find einzelne Wortbildungen da, die diesen Ursprung vollständig an fich tragen. So hat der Imperativ neben (“Tjb) 2;b auch nab wie in 'qnHdr »2-nab npipn tttü Nyb; neben np-npb auch nnp Nb2S''b nnp u. a., waS fich wiederum auch bet den22 und ->"2 zeigt: ^b^npM dr2-nÄ2^-!23? naÄ 3) findet fich im fut. nicht selten das N raäie. z. B. nrr-irri «2 nabrr. -anb^na nnprz/i. Hier wäre noch besonders zu bemerken, daß das Dagesch im p sehr oft wegbleibt, was daS Vorhandensein eines vorangehenden, ausgefallenen Wurzelbuchstaben auSschließen ließe. ES könnte nun stcilich dagegen eingewendet werden, daß dieses N paragogisch sei; allein die Analyse würde diesen Einwurf sehr bald entfernen, indem durch Beseitigung des i cvnsouel. und deS praef. sofort die Wurzel (nab, nnp) erscheint. Ganz anders ist der Fall bei dem wirklichen n paragog. wie z. B. in naiwdri, wo die Analyse auf den ersten Blick die Wurzel araj und das n als bedeutungsloses Anhängsel erweist. 4) Für diese Ansicht können noch als Beweis führend geltend gemacht werden der Imperativ und der Infinitiv mit 8u1k., worin beide Verben den H'b sowohl, wie den 2"a und ->"a gleichen: brr rrr anp "Nrr222 22np"22»? -snaba drbn—pnab. Welches ist nun die Wurzel? pbn oder nab? npb oder nnp? Und wenn letztere Form, woher in jenem das N an der Spitze des Wortes, in diesem daS b? Bei ersterem vielleicht durch Umkehrung, bei letzterem durch Einwanderung aus einer verwandten Sprache und durch Nachbildung? Wie dem aber auch sei, die Gleichberechtigung beider Wörter in beiden Formen beweist die Bibel, wo fie neben einander gehen. Das n in ^bn haben die Grammatiker dem •>, das b in npb dem 2 gleich erachtet und jenes Wort den •*"a, dieses den 2"d zugetheilt. Möchte fich, durch diese Anregung veranlaßt, ein befähigter jüdischer Gelehrter, dem ein weiteres Sprachengebiet offen liegt, bewogen fühlen, den Gegenstand gründlich zu erörtern. Er würde fich ficher den Dank aller Freunde unsrer schönen, ehrwürdigen Sprache verdienen. Deutsch-Mdische Sprächworter aus Hamburg. (Fortsetzung.) 45. Ein guter Zunge gehört auf den guten Ort. Uebersetzung: Wen in der Jugend Kuß und Wein nicht laben, Der geh nur hin und lasse fich begraben. Eine Erklärung ist nicht nöthig. Das Sprüchwort 34*

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