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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-08-08 · Heft 33 (8.8.1853) · p. Seite 417

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 33 (8.8.1853)
Date
1853-08-08
Page
Seite 417 (sequence 11)
Language
German
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417 Verblich gewuchert." Diese warm gesprochenen Worte wurden mit Zeichen deS Beifalls ausgenommen. — Der Präsident, der den Schullesebibliotheken schon voriges Jahr das Wort gesprochen, versprach hierauf, da, wo in seinem Sprengel noch keine find, Eltern und Lehrer zu deren Anlegung zu ermuntern und zu veranlassen. Nachdem nun noch der Präsident die von Cohn und Dinkelspiel herausgegebene biblische Geschichte, die bereits in zweiter Auflage erschienen, den Lehrern zur Einführung in ihren Schulen empfohlen, theilt derselbe der Versammlung mit, daß er an alle Landräthe der preußischen Rheinprovinz ausführliche Zirkurlarschreiben erlassen und sie ersucht habe, in jeder Bürgermeisterei einen Geschäftsführer für daS Münster'sche Institut zu ernennen. Schon viele Landräthe haben geantwortet und bereitwilligst alles Mögliche für die Sache gethan. Der Redner glaubt, daß durch die Hebung deS Mangels an Geschäftsführung von nun auch aus der Rheinprovinz dem Institute reichlichere Beiträge zufließen würden. Wilmersdorf, der bald in seine Heimath zurückkehrte, nahm mit wenigen, aber herzlichen Worten Abschied von der Konferenz, deren wackeres und thätiges Mitglied er nun drei Jahre war, mit dem Wunsche, daß sie fortan wachse und gedeihe! Möchte er sich, den wir so ungern scheiden sehen, in Baden eineS eben so schönen und guten Erfolges wie hier erfreuen! DaS ist unser Aller Wunsch. Der Präsident erklärte hierauf die diesjährige Konferenz für geschloffen und fügte noch den Wunsch hinzu, daß sie im künftigen Jahre, so Gott will, zahlreicher besucht werden möchte! Schreiber dieses kann es sich schließlich nicht versagen, dem Berichte noch die zu beherzenSwerthen Worte eines anerkannt tüchtigen Pädagogen beizusügen: „Sollen die Konferenzen wahrhaft Nutzen bringen, dann muß man sich von der engherzigen und handwerksmäßigen Auffassung deS Lehrerberufes ftei machen und vielmehr die lleberzeugung festhalten, daß Alles, was den Lehrer geistig höher stellt und feine Amtsbildung fördert, auch dem unmittelbaren Berufsleben zu gute kommt." Goldstein. Anzeigen. *** Durch den Tod unsers Rabbiners, Herrn Israel Deutsch scl. Andenkens, ist die hiesige Rabbinerftelle erledigt, und.soll wieder besetzt werden. Bereits im Amte stehende Rabbiner, die gründliche talmudische und wissenschaftliche Kenntnisse besitzen, deutsche Vorträge halten können, auch dem rabbinischen Judenthum angehören, und auf diese Stelle restektiren, belieben sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse von Rabbiner-Autoritäten, so wie eine Beschreibung ihres Lebenslaufs an den Unterzeichneten Vorstand bis spätestens den 15. September c. zu melden. Zu Probepredigten werden nur diejenigen Herren Erpektanten Rabbiner zugelassen, an die vom Vorstande eine Aufforderung ergehen wird. Fires Gehalt und Nebeneinnahmen betragen jährlich 7—800 Thlr. Beuthen o. S., im Juli 1853. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. Konkurs. An der israelitischen Gemeindenormalschule zu Weszprim ist zum nächsten Winterkurse die Stelle eines Lehrers vorzüglich für das deutsche Fach mit einem Jahresgehalte von 400 fl. C.-M. zu besetzen. Darauf Reflektirende belieben fich portoftei mit ihren Gesuchen sammt authentischen Zeugnissen, daß sie die Pädagogik an einer k. k. Musterhauptschule studirr, und auch schon in dieser Hinsicht Dienste geleistet haben, längstens bis zum 9. September l. I. an den gefertigten israelitischen Kultus- Vorstand gefälligst zu wenden. Weszprim, am 26. Juli 1853. Israelitischer Kultnsvorstand und Schuldirektiou. Ein Lehrer, mit guten Zeugnissen versehen, wünscht vom 1. Oktober ab eine nicht zu anstrengende Lehrerstelle zu übernehmen. Näheres sagt auf portofreie Anftagen Rabbiner Af'ch Brätz (Großherzogkhum Posen). C3T" Die hiesige israelitische Gemeinde sucht zum 1. September d. Z. einen tüchtigen Elementarlehrer und Kantor. Derselbe muß Inländer sein, erhält 160 Thlr. Gehalt, nebst freier Wohnung und Heizung. Reflektanten wollen sich baldigst melden, und eine Abschrift ihrer Prüflings- und Dienstzeugniffe beifügen. Sobernheim in Rheinpreußen. Der Schulvorstand I. Werner. I. Klein.

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