Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 17 (1853)
- Issue
- Heft 26 (20.6.1853)
- Date
- 1853-06-20
- Page
- Seite 320 (sequence 6)
- Language
- German
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320 1852 bei einem Umsätze von ca. 93,000 772$. 604 772$ 13 ß durch Bürgen bezahlt wurden. Der in unserm frühem Berichte erwähnte Betrag von Crt. 22pi263. 9 ß.t welche auf Conto dubiose gebracht werden mußte, hat sich in den folgenden 12 Jahren um nur Crt.' 7/2$ 96. 5 ß. vermehrt, fo daß er jetzt, nach Verlauf von 37 Jahren in allem nur Crt. 7/2$ 359. \bß. auSmacht, und selbst diese kleine Summe möchten wir noch nicht ganz verloren geben. CS liefern uns diese Resultate den erfreulichen Beweis eines durchgängig moralischen Charakters der Anleiher, um so mehr da ein großer Theil derselben einer Klaffe angehört, die, obgleich arm an eigenen Mitteln, doch den festen Willen in sich trägt, sich ihren Unterhalt auf eine redliche Weise selbst zu schaffen. Es widerstrebt ihrem Ehrgefühl, der Armenanstalt zur Last zu fallen, weil sie sich kräftig genug fühlt, sich selbst helfen zu können, wenn ihr nur ein Mittelweg dazu offen ist; für diese Klaffe haftet zwar die israelitische Armenanstalt mit einer nicht unbedeutenden Summe als Bürge, aber sie hat dafür die vollkommene Entschädigung, daß die Liste der eingezeichneten Armen bedeutend geringer gehalten wird, und, was noch erfreulicher ist, das angenehme Bewußtsein, daß sie den Bedürftigen, wohl Unterstützung, doch nicht in der Art von Almosen, verschafft. Ueberblicken wir nun daS Resumv des Vorhergesagten, so dürfen wir fest die Ueberzeugung auSsprechen, daß der Gedanke, der die Stifter unserS Instituts vom Anfänge an geleitet, sich in jeder Hinsicht im vollkommensten Maaße bewährt hat. Solche Resultate konnten aber auch nur erzielt werden, eineStheils durch die Bereitwilligkeit, womit die Bürgen sich zur Uebernahme von Garantien verstanden, und anderntheils durch den WohlthatigkeitSsinn edler Männer, welche durch Geschenke und Legate daS Kapital in der Art vergrößerten, daß jedem Gesuche gewillfahrt werden konnte. Durch sie hat sich unser Kapital, welches, zufolge unserS frühern Berichts, ult. 1840 Crt. 7/2$ 22,652. 12'/r ßbetrug, bis jetzt um Crt. 7/2$ 16,338 vermehrt und stellt sich der sukzessive AnwachS deffelben wie folgt: ultimo Dezemb. 1841 auf Crt.2A 25,351. 0ß. 6-oS. - - 1842 - 25,544. 6 - 6 - - - 1843 - - - 25,741. 13 - 6 - - - 1844 - - - 28,693. 12 - 6 - ultimo Dezemb. 1845 auf Crt. 722$ 34,533. 9ß. 6-o§. - S 1846 - - - 37,253. 1 - 6 - - s 1847 - - - 37,979. 3 - J * - - 1848 - - - 38,393. 1*6* - - 1849 - - - 38,500. 10 * S - s 1850 - - » 38,609. 6 * 6 * - - 1851 - - - 38,886. 10 * 6 * - -- 1852 - -- - 38,590. 12 * 6 * in Übereinstimmung mit. fügender, unserer letzten Bilanz, Jhbitores. Vertheiler und Einsammler. Bestand der laufenden Scheine 722$ 38,203. 3 ß. Obligation- Conto . . . . - 420. 0 - Kaffa Conto.- 807. 11 - Conto dubioso.- 359. 14 V* - 722$ 39,790. \ix\rß. Creditores. Zinsfreie Darlehen . . . %$L800 Kapital Conto 722$ 38,630. 14 ß. dubioso Conto - 359. 14 */2 ß. -722$38,990. 12'/- ß 7/2$ 39,790. 12 »/2 ß Indem wir nun schließlich den Bürgen sowohl als den edlen Wohlthätern unserS Instituts hiermit öffentlich unfern Dank aussprechen, so hoffen wir mit der größten Zuversicht, daß wir unS auch ferner durch die wohlwollende Theilnahme unserer Mitbürger in den Stand gesetzt sehen mögen, in dem Grade wie bisher unser Wirken für eine Anstalt fortsetzen zu können, von welcher man frei behaupten darf, daß ihr unter sammtlichen WvhlthätigkeitSanstalten, hinsichtlich ihrer Leistungen, der erste Rang gebührt."*) Die Verwaltungs-Kommission des Israelitischen Vorschuß-Instituts. Martin M. Frankel, Präses. H. I. Wetzlar. Henry Gowa. I. H. Jonas. Levy Matthias. Selmann Danziger. Louis Levy. *) Nicht leicht konnte uns ein Bericht erfreulicher sein, als der Obige, und wir wünschten nichts weiter, als daß derselbe 1) recht viele Geber in Hamburg veranlasse, die Mittel des Instituts zu vergrößern, 2) an recht vielen Orten zum Nachahmen anfeuere. Wir haben in diesen Blättern öfters von einer ähnlichen Vorschußkaffe unserer Glaubensgenossen in Berlin berichtet; von einer andern irgendwo anders wissen wir nichts. Die glänzenden Re-