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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-06-20 · Heft 26 (20.6.1853) · p. Seite 319

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 26 (20.6.1853)
Date
1853-06-20
Page
Seite 319 (sequence 5)
Language
German
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31V notwendig einen jeden Israeliten mit der aufrichtigsten Dankbarkeit gegen sie erfüllen und auf die Entwicklung unserer religiösen Zustände den segensreichsten Einfluß üben. Wir benutzen diese Gelegenheit zur Anzeige, daß Hierselbst von Dukes eine hebräische Schrift unter dem Titel 27721-^7 rrt: erscheint, von welcher das erste Heft bereits die Presse verlassen har und das zweite Heft sich schon unter Presse befindet. Wie alle literarischen Arbeiten des genrnnten Gelehrten, so ist auch dieses erste Heft reich an interessanten Notizen, insbesondere für jüdische Literaturgeschichte und bringt dasselbe folgende Abhandlungen: 1) Geschichte der hebräischen Poesie von R. Saadja Gaon bis auf R. Joseph ben Chasdai und R. Samuel ha Nagid; 2) N. Joseph ben Chasdai; 3) die sogenannte mzirr» rrre desselben; 4) Auszüge aus dem Sepher ha Pardes von R. Jedaja Penini. Hamburg, im Mai. (Privannitth.) Ich theile Ihnen den, vor Kurzem ausgegebenen Bericht des israelitischen VorschußinftilurS mir, und glaube ich, daß derselbe wohl werlh ist, wörtlich einem größern Kreise mitgetheilt zu werden. „Bei Gelegenheit der Feier des 25jahrigen Bestehens deS israelitischen Vorschußinstituts hatte die Verwaltung daS Vergnügen einen Bericht über die Leistungen dieser wohllhätigen Anstalt von ihrem Entstehen an, zu veröffentlichen. ES sind seitdem 12 Jahre verstrichen und die Verwaltung hält es für ihre Pflicht, nach diesem Zeiträume über den Fortgang und daS bisherige Wirken des Instituts neuerdings zu berichten. Bis zum Jahre 1845 wurden, den Statuten gemäß, nur Vorschüsse von 20 bis 500 777/1. gegen wöchentliche Rückzahlung bewilligt, von da an aber sah sich die Verwaltung, von mehreren Seiten dazu angeregt, veranlaßt, mit Genehmigung des löblichen Gemeindevorstandes ihre Statuten dahin zu erweitern daß auch Vorschüsse von über 500 bis 1000 77//1, wozu aber wenigstens zwei solidarisch sich verpflichtende Bürgen erforderlich sind, vertheilt wurden, mit dem Unterschiede, daß die Rückzahlung nicht wöchentlich, sondern vierteljährlich geschieht, so daß der ganze Vorschuß in einem Jahre abgetragen sein muß, und ferner vom Jahre 1850 an, daß denjenigen Handwerkern, die erweislich die Vorschüsse nur zur Gewinnung des Meisterrechts benutzen wollten, ihre Rückzahlungen statt in 48 in 96 Wochen zu beschaffen, gestattet wurde. In welchem hohen Grade sich die Ansprüche an das Institut wegen Vorschüsse von Jahr zu Jahr erweiterten, mag die folgende Zusammenstellung beweisen : ES wurden nämlich vertheilt im Jahre 184 l auf 657 Scheine 777/1 54,256 - - 1842 - 629 - - 54,963 - - 1843 - 658 - - 60,721 8ß. - - 1844 - 687 - - 63.987 - - 1845 - 721 - - 73,214 - - 1846 - 717 - - 76,295 - - 1847 - 761 - - 79,239 - - 1848 - 740 - - 76,393 - - 1849 - 778 - - 78,929 - - 1850 - 737 - - 81,949 - - 1851 - 760 - - 88,130 - - 1852 - 780 - 92,638 also in 12 Jahren auf 8625 Scheine 7///L. 880,714. *6ß. wahrend in den vorhergegangenen 25Jahren auf l 1670 Scheine 77//.'. 953,399. 8ß.*) vertheilt wurden; aber eben diese enorme Erweiterung hat in letzter Zeit mitunter die pekuniären Mittel dermaßen erschöpft, daß, um keine Anmeldung zurückzttweisen, der Präses unserS Instituts auS eigenen Mitteln auszuhelfen, sich veranlaßt sah. Mit inniger Freude muß die Verwaltung hierbei die Bemerkung hinzusügen, daß die Rückzahlungen dieser beträchtlichen Summen, mit wenigen Ausnahmen, immer prompt und regelmäßig geleistet wurden, so daß die Zahlungen durch Bürgen verhältnißmäßig nur als sehr geringe zu nennen sind. Beispielsweise führen wir an, daß im Jahre 1850 bei einem Umsätze von circa §2,0^0 7/7/1 404///.'. 6ß., 1851 bei einem Umsätze von ca. 88,000 7///1. 335 7///L 5 ß. und *) Wahrend also in den siüheren 25 Jahren auf den Schein durchschnittlich 81777/1 kam, kommt jetzt li)2////.■, wie in jenen jährlich 38,130 7///L verliehen wurden, so jetzt 73,393 ////Ir, der erfreuliche Fortschritt ist also in Allem zu erkennen. Red.

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