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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1853-05-02 · Heft 19 (2.5.1853) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
17 (1853)
Issue
Heft 19 (2.5.1853)
Date
1853-05-02
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Beilage zur Allgemeinen Zeitung des Iudenthums No. 19 Alle Anzeigen und Beilagen geschehen auf Kosten ihrer Verfasser, und ist die Redaktion dem Publikum nicht verantwortlich dafür. Pantheismus und Judenthum. n. Von Rabbiner A. Schmied!. Proßnitz, 20. März. Angeregt durch zwei Anmerkungen, die der geehrte Herr Redakteur meinem in No. 10 enthaltenen Artikel beizufügen die Güte hatte, erlaube ich mir, im Interesse der Wissenschaft, die Beantwortung folgender zwei Fragm hier zu versuchen. I. Stehet die Behauptung „Gott und Natur sind identtsche Begriffe" aus jüdischem Boden, oder ist dies ein Lehrsatz des Pantheismus? II. Ist der Satz „Lohn und Strafe hienieden sind natürlich mit den Grundsätzen des JudenthumS vereinbar, oder unseren Religionsanschauungen zuwider? Ad. I. Wenn wir einen Gegenstand der jüdischen Religionsphilosophie erörtern wollen, so ist es gewiß der große Lehrer und Meister in diesem Gebiete, gleichsam der Schöpfer einer Religionsphilosophie im Judenthume, nämlich der unsterbliche Maimuni, den wir da vor Allem zu Rache zu ziehen haben. — Maimuni war bekanntlich ein eifriger Anhänger der griechischen Philosophie; der Aristotelismus fand an ihm einen getreuen Jünger, einen glühenden Anhänger, so weit sich dieser nämlich mit den Doktrinen deS JudenthumS vereinigen läßt. Worin jedoch der Verfasser deS More gegen die hellenische Philosophie als entschiedener Gegner auftrat, das war der alte Lehrsatz: TO ILAN KJLI TO C’EN — die Lehre nämlich, daß Alles Eines, und dieses Eine das wahrhaft Göttliche sei, und daß dieses Eine in einer unendlichen Mannigfaltigkeit von Formen, Gestalten und Wirkungen sich darstelle. — Maimuni kommt sehr oft auf diesen Gegenstand zurück, und ich will von vielen Stellen nur eine hier anführen: vvrivni 12112” 1*173« ibsia 12 12112 1173« «bi TO? *pia 2172« b3332 N2 C73SH2 IN Ö1p72 0735 2"N73 iT’tl "12 bl23 Yp NIJTÖ 1N1H 12172" 1173N1 . *121 12 N2 tpni bibiH 173 (M. N. Kap. 70). Gott also ist weder die Sphäre selbst, noch eine Kraft in der Sphäre. — Aber, fragen wir, wenn also Gott nicht die bewegende Kraft in dem Universum ist, woher kommt denn Leben und Bewegung in das sichtbare All? Hat Gott, nachdem er den Stoff geschaffen, auch zugleich die bewegende, d. h. die Veränderung und Forterhaltung schaffende Kraft in den Stoff gelegt, eine Kraft, die nun selbstständig daS All fortbewegt, ohne daß ein äußeres Wirken nvthwendig wäre? Etwa wie der Künstler eine Maschine verfertigt, und ihr durch die Kräfte der Schwere oder der Elastizität, durch die Spannkraft deS Dampfes und der Lust, oder durch

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