Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 17 (1853)
- Issue
- Heft 18 (25.4.1853)
- Date
- 1853-04-25
- Page
- Seite 224 (sequence 10)
- Language
- German
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224 Joschua 21, 5: nvaai ir-iE«!na» nna»»» a^rrayt nnp ■»abi :n®y a-ny bm» n®2» stö» •»man yt 1 Chron. 6, 46 : riaa n'jman naan nna®»» a^nman nnp ■aabi :n®y a*<ny Vma stk» arn Also auch hier hat daS Schicksal, gestrichen zu werden, Dan betroffen. Aber noch mehr: in demselben 6. Kapitel ist ein ganzer Vers zwischen V. 53. und 54. gestrichen, in welchem die im Stamme Dan gelegenen Levitenfiädte aufgezählt waren. Dies erweist fich auS Folgendem : 1) Die Verse 51—66. find mit Joschua 21, 20—37 wörtlich parallel; da ist nun V. 22. gleich dem V. 53. des Chronisten, V. 24. gleich dem L. 54. deS Chronisten (mit kleinen Abweichungen), aber — V. 23. bei Joschua fehlt beim Chronisten! Dieser fehlende V. 23. lautet: Tinas n« n®-is» n«2 «pnb« n« yi naam : ii®"»» n«i 2) Nach dem Chronisten würden die im V. genannten Städte Ajalon und Gath-Rimmon im Stamme Ephrajim liegen muffen — während fie wirklich im Stamme Dan lagen, s. Josch. 19, 42. 45. Es find dies Alles keine Konjekturen, sondern baare Wirklichkeit. Wir sehen vielmehr, wie mit Absicht Dan an dreien Stellen geradezu auS dem Teile gestrichen ist. Nunmehr wird unS auch 7, 12. deutlicher. Wenn es daselbst heißt nn« -aa a®n, so ist -in« nicht, wie die Ueberietzer geben, ein Eigennamen: „Söhne Acher'S", sondern „eines Andern", den man nicht nennen will. Und um dem Unkundigen zu verhüllen, daß dies „Dan" ist, hat man dem vorhergehenden Stamme Binjamin die dem a®n ähnlich klingenden Namen bb® aBPn entlehnt, und -py ">:a hinzugefügt, wo in -py wahrscheinlich -n« liegt, der 4 Mos. 20, 39. Enkel Binjamins ist — gar nicht uneben, denn es blieb ja bis jetzt verborgen. Wer hat nun Dies gethan? Sicher nicht der Chronist selbst. Denn kein Autor verstümmelt seine eigene Schrift, und hätte der Chronist selbst Dan übergeben wollen, so hätte er ja die Sache leicht u m gehen können. WaS sollte ihm dann der V. 12., der durchaus unnöthig ist? Warum dann den V. 54. im 6ten Kapitel, der ihn verrathen mußte? — Nein! es ist die Hand eines spätem Kopisten, der die Urschrift deS Chronisten verstümmelte, und zwar, wie eS unS bedünkt, auS Haß gegen den Götzendienst in Dan, der dem Reiche JiSrael zum Fallstrick geworden. vr. Philippson. Korrespondenzen. Stuttgart, im März. (Schluß.) Was die ergriffenen Gewerbe im Verhältniß zu einander Betrifft, so find (wie überhaupt im Lande!) die Weber am zahlreichsten, nämlich 57. Nächst diesen die Schuhmacher 53, dann die Schneider 33, die Schlosser 17, die Glaser 17, die Schreiner 15, die Seifenfieder 13, die Bäcker 12, die Buchbinder 11, die Schmiede 10, Buchdmcker und Setzer 10, Tuchmacher 10, Seiler 9, Dvrtenwirker 8, Küfer 7 u. s. w. (Sattler 7, Gerber 1, Goldarbeiter 2, Drechsler 13, Uhrmacher 3, Steinhauer 1, Maurer 2 u. s. w.) Ein wesentlicher Fortschritt, so schließt der Bericht, wird hiermit außer Zweifel stehen. Da 354 jüdische Jünglinge allein durch Unterstützungen der israelitischen Zentralkirchenkaffe fich Handwerken und Gewerben zuwendeten (die Studirenden, Lehramtskandidaten, Künstler u. s. w. ungerechnet), so läßt fich auch hieraus auf die Richtigkeit der schon früher (also schon vor 1842) von hier aus mit Belegen gemachten Angaben schließen, daß fich bereits gegenwärtig (im Mai 1842) über 1100 Israeliten im Lande befinden, welche fich entweder selbstständig oder als Gehilfen, oder als Lehrlinge mit ordentlichen und seßhaften bürgerlichen Gewerben beschäftigen und davon leben, so daß, wenn man von der jüdischen Bevölkemng deS Königreichs (11,000 Seelen) die Hälfte für die weiblichen Individuen und lk für die Jugend unter 14 Jahren, die Greise und Kranken abgerechnet, fich zeigt, daß weitaus die überwiegende Zahl der Israeliten bereits (im Jahre 1842) den hohen Abfichten der königl. Staatsregierung nachgekommen ist." Seit diesem Berichte vom Jahre 1842 hatten die fraglichen Unterstützungen aus der israelittschen Zentralkirchenkasse ihren geregelten Fottgang. Ueber die ferneren Ergebnisse spricht fich der gegen Ende deS vorigen Jahres erstattete zweite Bericht folgendermaßen aus: In der Periode vom 1. Januar 1841 ab bis 31. Dezember 1850 find ifraelittsche Jünglinge, welche mit Unterstützung auS der Zentralkirchenkaffe lernten, auS der